Ehrenamt

In unserer Kirchengemeinde Gielow-Rittermannshagen engagieren sich viele Menschen auf vielfältige Art und Weise und tragen so zu einem bunten, fröhlichen Gemeindeleben bei.

 

Von A, wie Austeilen der Gemeindebriefe

bis Z, wie Zusammen für andere Mittag kochen – wir freuen uns über Ihr/ deine Unterstützung!

 

Wenn Sie sich einbringen möchten oder du eine Idee hast, was hier noch fehlt und wo du dich einbringen möchtest, sprechen Sie uns gern an oder kontaktiere die Mitarbeitenden der Kirchengemeinde!

 

Du möchtest Verantwortung übernehmen und hast Lust auf Freizeiten/Fahrten und/oder bei regelmäßigen Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit andere Menschen zu begleiten?

 

Dann ist die Teamerausbildung (ab 14 Jahre) bzw. das Gruppenleitungsseminar (ab 16 Jahre) genau das Richtige für dich.

 

Informationen dazu findest du hier:

 

https://www.kirche-mv.de/kinder-und-jugendwerk-propstei-rostock/ausbildung-von-ehrenamtlichen

 

https://www.kirche-mv.de/pommern/ejp


Ehrenamtliche gesuchtLeseclub

Im März 2025 haben wir im Pfarrhaus in Gielow den Leseclub eröffnet.

Seitdem laden wir immer mittwochs von 14.30 – 16.00 Uhr Kinder und Jugendliche zum Lesen, Basteln oder Spielen ein. Dabei unterstützen uns in jeder Woche Anne Hofmann und Christin Lange, die mit kreativen Ideen und viel Begeisterung Angebote für die Kinder vorbereiten. Lesen Sie dazu auch das Interview mit Anne Hofmann.

 

Ab dem kommenden Schuljahr suchen wir Ehrenamtliche, die die beiden unterstützen, damit wir weiterhin wöchentlich den Leseclub öffnen können.

Bitte melden Sie sich / meldet euch bei Interesse im Pfarrbüro oder kommen Sie/ kommt am Mittwoch einfach dazu.

Ehrenamt im Blick

Unsere Kirchengemeinde ist geprägt von vielen helfenden Händen, die uns täglich mit ihrem großen Engagement unterstützen. Doch wer sind eigentlich all die Ehrenamtlichen und was machen sie genau? Dafür gibt es nun die Rubrik „Ehrenamt im Blick“, wo wir all die Menschen, die unser Miteinander lebendig machen, persönlich kennenlernen.

Also werfen wir nun einen Blick hinter die Kulissen – in dieser Ausgabe erzählt uns Claudia Völkert im Interview von sich und ihrem Engagement.

 

(Unser erstes Interview mit Anne Hofmann. finden Sie hier)

InterviewClaudia Völkert

Tina: Hallo Claudi! Vielen Dank, dass du heute die Zeit gefunden hast, um mit mir zu sprechen! Stell dich doch einmal kurz vor – wer bist du und was machst du, wenn du gerade nicht ehrenamtlich unterwegs bist?

 

Claudi: Hallo, ich bin Claudia Völkert, bin 53 Jahre alt und wohne in Faulenrost. Und wenn ich nicht gerade ehrenamtlich unterwegs bin, kümmere ich mich um meine Eltern und um meine Tante. Und ich mähe noch ganz viel Rasen.

 

Tina: Wer dich kennt, weiß: Wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird, bist du sofort dabei. Wie hat dein ehrenamtliches Engagement eigentlich begonnen?

 

Claudi: Im Grunde hat es mit Jette und Carsten Altschwager begonnen. Vorher habe ich mich zwar auch schon in unserer Gemeinde eingebracht, z. B. beim Fußball- oder Kulturverein, aber intensiver wurde es erst, als die beiden in die Gemeinde gekommen sind.

 

Tina: Du engagierst dich ja in ganz unterschiedlichen Bereichen – vom Gemeindeleben bis zur Kinderfreizeit ist alles dabei. Was macht dir dabei besonders Freude?

 

Claudi: Helfen zu können! Oft etwas mit Kindern zu machen und dass ich durch viele Sachen ganz unterschiedliche Menschen kennenlerne und mit ganz unterschiedlichen Leuten was zusammen mache, wie z. B. beim Kochen.

 

Tina: Gibt es denn eine Aufgabe oder ein Projekt, das dir besonders am Herzen liegt?

 

Claudi: Puh, das ist schwierig. Mir liegt alles am Herzen. Natürlich Fußball, aber auch das Kochen. Ich kann das jetzt gar nicht auf Stufen stellen. Kinderfreizeit, Legobautage – das ist mir alles wichtig.

 

Tina: Gab es einen Moment in deinem Ehrenamt, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

 

Claudi: Nein, also einen Moment nicht – eher viele! Es gab so einige, da kann ich gar nicht einen einzigen favorisieren. Wenn z. B. die Kinder beim Fußball verlieren oder wenn sie ein Tor schießen – da kullern bei mir die Tränen. Oder wenn man es schafft, ein trauriges Kind auf der Kinderfreizeit wieder zum Lachen zu bringen. Ich finde es auch schön beim Kochen, dass man danach noch zusammensitzt in Gemeinschaft. Also, ich kann das nicht benennen, will ich auch gar nicht. Es sind alle Momente besonders.

 

Tina: Es ist total schön zu sehen, wie erfüllt du davon erzählst! Aber Ehrenamt kostet ja nun mal auch Zeit und Energie. Was motiviert dich trotzdem immer wieder, „Ja“ zu sagen?

 

Claudi: Ich helfe gerne und es ist ja nicht nur, dass ich etwas gebe, ich bekomme auch etwas zurück. Das ist für mich eine Win-Win-Situation. Und wie gesagt, da entstehen ja manchmal Momente, die würde ich sonst wahrscheinlich nie haben in meinem Leben.

 

Tina: Was hast du denn durch dein Ehrenamt über dich selbst gelernt?

 

Claudi: Oh, das ist eine schwierige Frage. Ich denke, ich habe gelernt, dass ich einiges kann. Angefangen vom Zelt aufbauen bis hin zum Grillen oder Mittagkochen.

 

Tina: Das ist eine wirklich schöne Erkenntnis, die ich auf jeden Fall bestätigen kann. Was war denn die größte Herausforderung, die du im Ehrenamt gemeistert hast?

 

Claudi: Das kann ich gar nicht so wirklich sagen. Manchmal ist es einfach „Augen zu und durch“, so wie z. B. letztes Jahr beim Ehrenamtsdank in Schwinkendorf. Da standen wir in der prallen Sonne und haben gegrillt. Aber wenn solche Situationen fertig sind, dann ist das auch vergessen. Ich habe „Ja“ gesagt, also muss ich da auch durch. Meine Mutter und mein Vater haben mir immer gesagt: „Was man anfängt, macht man auch vernünftig zu Ende.“ Und das habe ich immer im Hinterkopf. Es war zwar anstrengend, aber was jetzt eine große Herausforderung war oder ist, kann ich trotzdem nicht sagen.

 

Tina: Ich bewundere deine Einstellung sehr! Jetzt habe ich noch eine Frage zu unserer Gemeinde: Was bedeutet unsere Kirchengemeinde für dich persönlich?

 

Claudi: Mittlerweile ganz viel, weil ganz viel passiert, also weil ganz viel auf die Beine gestellt wird. Carsten und Jette haben da ja so viel jungen Schwung und Elan mit reingebracht und die sind so weit gefächert, dass ich mich auch als Nicht-Kirchenmitglied da total wohlfühle und ich auch so genommen werde, wie ich bin. Das ist wirklich schön und macht es mir viel einfacher, weil sie total offen sind. Auch, dass ganz viele Situationen einfach nicht bewertet werden, die sind so und dann ist gut. Und alles, was sie auf die Beine stellen, sei es der Mittagstisch oder das Sportfest oder die Kinderfreizeit, finde ich wirklich sehr toll!

 

Tina: Darüber freue ich mich gerade wirklich! Dass du dich in unserer Kirchengemeinde willkommen und wohlfühlst, ist ein schönes Geschenk für uns! Gibt es ein Projekt oder eine Idee, die du dir für unsere Gemeinde noch wünschst?

 

Claudi: Ja, manchmal würde ich mir wünschen, dass wir alte Leute einladen und sie mal über den Krieg erzählen. Bald gibt es da keine mehr bei uns im Dorf. Das würde ich schön finden, wenn sich welche bereit erklären würden, darüber mal was zu berichten. Erzählen, wie sie das erlebt haben. Ich weiß das ja auch nur von meinen Großeltern oder Urgroßeltern. Und bald ist das vorbei, dann ist da niemand mehr, der das noch miterlebt hat. Und ich finde das ganz wichtig, dass das nicht in Vergessenheit gerät, was da gewesen ist.

 

Tina: Das ist eine wirklich schöne und wichtige Idee, die ich auf jeden Fall gern mit dir umsetzen würde! Jetzt mal konträr zur älteren Generation – wenn du auf die Kinderferienfreizeit schaust: Worauf freust du dich dort jedes Jahr am meisten?

 

Claudi: Auf das Essen! Aber auch die Kinderfreizeit ist ja eine Win-Win-Situation für mich. Ich gebe was und kriege ganz viel zurück. Egal, ob du jemandem „Guten Morgen“ sagst und derjenige sagt es zurück, damit fängt es ja schon an, aber ich gebe was und bekomme auf jeden Fall was zurück. Ob das immer positiv ist, sei dahingestellt aber es ist immer ehrliches Feedback.

 

Tina: Das stimmt, manchmal sind es auch einfach die kleinen Dinge. Nun stell dir mal bitte vor, jemand liest dieses Interview und überlegt zum ersten Mal, sich ehrenamtlich zu engagieren. Was würdest du dieser Person mit auf den Weg geben?

 

Claudi: Komm, mach mit! Das ist cool! Du gibst was, du kriegst was.

 

Tina: Zum Schluss habe ich noch ein paar persönliche Fragen an dich: Was bringt dich denn garantiert zum Lachen?

 

Claudi: Der Film „Die Ritter der Kokosnuss“, ansonsten natürlich witzige Situationen und manche Witze bringen mich zum Lachen. Und Kinder!

 

Tina: Was gibt dir Kraft, wenn der Alltag stressig wird?

 

Claudi: Dass ich so sein kann, wie ich bin, wenn ich nach Hause komme. Wenn ich vom Tag einfach platt bin, dann kann und darf ich das auch sein. Und es gibt mir auch Kraft, einfach im Garten zu sitzen.

 

Tina: Nenne mal drei Wörter, die dich beschreiben.

 

Claudi: Lustig, zuverlässig und (manchmal) streng.

 

Tina: Wofür bist du in der Gemeinde bekannt?

 

Claudi: Dass ich die Tochter meiner Mutter bin. Und bestimmt wegen des Kinderfußballs.

 

Tina: Was darf in deinem Kühlschrank niemals fehlen?

 

Claudi: Käse!

 

Tina: Berge oder Meer?

 

Claudi: Meer.

 

Tina: Sommer oder Winter?

 

Claudi: Winter.

 

Tina: Süß oder herzhaft?

 

Claudi: Süß. Ah, nein, beides! Da kann ich mich für keine Seite entscheiden.

 

Tina: Kaffee oder Tee?

 

Claudi: Tee.

 

Tina: Frühaufsteherin oder Nachteule?

 

Claudi: Frühaufsteherin.

 

Tina: Möchtest du sonst noch etwas erzählen?

 

Claudi: Ja, eines möchte ich tatsächlich noch sagen. Nämlich, dass Kirche gar nicht so doof ist, wie viele denken!

 

Tina: Das ist ein schöner letzter Satz! Claudi, vielen Dank für deine Zeit und das tolle Gespräch! Und natürlich auch vielen Dank für dein Engagement in unserer Gemeinde!

InterviewAnne Hofmann

Tina: Hallo Anne! Du bist heute die Erste, die sich in unserer neuen Rubrik „Ehrenamt im Blick“ interviewen lässt. Vielen Dank dafür! Stell dich doch gern einmal vor – Wer bist du & was machst du in deinem Alltag?

 

Anne: Hallo, mein Name ist Anne, ich bin verheiratet & habe 2 Kinder, Henning & Greta. Ich lebe seit 13 Jahren wieder in Gielow, davor war ich 15 Jahre in Rostock & Schleswig- Holstein unterwegs. An den Wochenenden bin ich in ganz Mecklenburg auf Judoturnieren. In meiner Freizeit lese ich gern, verreise gern oder gehe gern spazieren. Ich liebe Sonne & warmes Wetter. Beruflich übernehme ich die Buchhaltung für einen Blumenladen.

Tina: Bevor du uns von deiner ehrenamtlichen Arbeit erzählst, habe ich noch ein paar persönliche Fragen an dich. Welche 3 Worte oder Wortgruppen beschreiben dich am besten?

Anne: Ich bin offen für jede Idee, fröhlich & mir macht die Arbeit mit Kindern total Spaß!

 

Tina: Bist du eher Team Tee oder Team Kaffee?

Anne: Kaffee!

 

Tina: Bist du eher Team Stadt oder Team Land?

Anne: Land!

 

Tina: Bist du eher der „frühe Vogel“ oder eine „Nachteule“?

Anne: Früher Vogel. Ich gehe um acht ins Bett & stehe gern um vier auf.

 

Tina: Bist du eher Team Laptop oder Notizbuch?

Anne: Definitiv Notizbuch!

 

Tina: Würdest du eher einen Filmabend oder einen Spieleabend machen?

Anne: Einen Filmabend.

 

Tina: Welche 3 Dinge dürfen nicht fehlen, wenn du in den Urlaub fährst?

Anne: Auf jeden Fall mein Kindle, eine Badehose & mein Lippenstift. Aber Essen ist auch wichtig, ich habe gern ein Esspaket dabei.

 

Tina: Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen?

Anne: Oh, das ist wirklich schwer. Natürlich Gesundheit & ein langes Leben für meine ganze Familie. Aber wenn alles gut wäre, würde ich mir wünschen, nicht mehr arbeiten zu müssen & meine Zeit nur in meinem Garten zu verbringen, Fahrrad zu fahren, spazieren zu gehen, zu lesen & die Welt zu bereisen.

 

Tina: Das klingt sehr entspannt! Wie lange bist du eigentlich schon in unserer Kirchengemeinde?

Anne: Quasi schon immer. Ich wurde mit 2 Jahren hier getauft & dann auch hier konfirmiert.

 

Tina: Was findest du denn gut an unserer Kirchengemeinde?

Anne: Ich finde es gut, dass ihr so junge Leute seid, viele tolle Projekte plant, auch mal ausgefallene Sachen macht, dass ihr frischen Wind reinbringt & dass ihr offen für alles seid.

 

Tina: Jetzt wollen wir natürlich auch etwas über dein Ehrenamt erfahren! Wo engagierst du dich eigentlich?

Anne: Weil ich so gerne lese, engagiere ich mich ehrenamtlich im Leseclub in Gielow.

 

Tina: Warum engagierst du dich? Was motiviert dich dazu?

Anne: Ich liebe einfach Lesen & alles, was damit zu tun hat! Das ist der Hauptgrund, warum ich sehr leicht für den Leseclub zu begeistern war. Ich mag gern auch Filme, aber nur im Kino. Zuhause gucke ich selten Fernsehen. Aber am meisten liebe ich das Lesen & es gibt so viele Geschichten, so viele Abenteuer, bei denen man in ferne Welten abschweifen kann & ich finde es so toll, das auch den Kindern nahezubringen. Wichtig ist für mich, auch die Kinder ans Lesen heranzuführen & zu zeigen, dass es nicht nur die Konsole, das Tablet oder den Fernseher gibt.

Außerdem lese ich auch sehr gern vor, hier im Leseclub & auch zuhause – mein Sohn geht an keinem Abend ohne Gute- Nacht-Geschichte ins Bett. Ich weiß nicht so genau, wer sich mehr darauf freut, er oder ich, aber ich finde es einfach schön. In eine fremde, ferne Welt zu gehen, seine Fantasie spielen zu lassen, ohne irgendetwas vorgegeben zu kriegen, wie es beim Fernsehen der Fall ist. Und weil es vielen Kindern so schwerfällt, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, habe ich sofort gesagt, der Leseclub wäre was für mich!

 

Tina: Du hast schon gesagt, dass du den Kindern gern vorliest. Was macht ihr denn noch so im Leseclub? Wie läuft ein typischer Nachmittag bei euch ab?

Anne: Wir treffen uns gegen 14:15 Uhr & dann gibt es eine kurze Begrüßungsrunde. Anschließend findet ein Angebot statt & zwischendurch gibt es dann immer eine kleine Pause mit Keksen & Getränken. In der Regel haben wir etwas vorbereitet, manchmal dürfen auch die Kinder entscheiden, worauf sie Lust haben. Es gibt meistens nicht nur ein Angebot, oftmals teilen wir es auf in Spiele spielen, Vorlesen, dann können die Kinder selbst lesen, sich Bücher ausleihen und so weiter. Wenn wir basteln, nimmt es jedoch meist die gesamte Leseclubzeit in Anspruch. Dann lese ich manchmal während des Bastelns etwas vor oder wir hören eine Toniefigur.

Wir haben auch schon eine Kinderdisco gemacht, das war total cool! Da gab es Discolicht, Musikboxen, Chips & Getränke. Manchmal machen wir auch einen Kino-Nachmittag, mit Beamer & Popcorn. Jetzt, wo das Wetter wieder schöner wird, gehen wir auch häufig nach draußen & zeigen den Kindern, welche Spiele wir früher gespielt haben, wie z. B. das zerschlagene A. Eine kleine Schatzsuche wurde auch schon geplant. Eine Besonderheit ist auch die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der „Heimatstuf“ aus Gielow, die auch schon viele Nachmittage mit den Kindern gestaltet haben. Auch Robert Ernst hat uns bereits besucht & mit den Kindern ein Upcycling-Projekt gemacht.

 

Tina: I ch finde es total schön, wie begeistert du davon erzählst! Gibt es denn einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Anne: Da fällt mir auf jeden Fall direkt die Kinderdisco ein. Das hat so viel Spaß gemacht, die Kinder hatten so viel Freude daran! Das haben wir mit einem Geburtstag eines Kindes verbunden & haben richtig abgerockt. Mit Stuhltanz, mit Reise nach Jerusalem, mit allem Drum & Dran.

 

Tina: Was verändert der Leseclub deiner Meinung nach bei den Kindern?

Anne: Zum Anfang wurden gar nicht so viele Bücher ausgeliehen. Mittlerweile nehmen immer mehr Kinder Bücher mit nach Hause. Sie erzählen dann, dass ihnen zuhause vorgelesen wurde & dass sie sich darüber freuen, weil das vorher nicht oder nur selten der Fall war. Auch Kinder aus der 1. Klasse leihen sich viele Bücher aus, die sie dann selbst lesen. Das ist natürlich eine schöne Abwechslung zur Fibel & fördert das Lesen ungemein.

 

Tina: Was würdest du dir für den Leseclub in Zukunft wünschen? Oder wo könntet ihr Unterstützung gebrauchen?

Anne: Ich würde es schön finden, wenn man das Angebot vielleicht auf Jugendliche ausweiten könnte. Sie müssen nicht die Angebote mitmachen, können aber vorbeikommen & entweder bei uns lesen oder sich Bücher ausleihen. Außerdem würde ich mir wünschen, dass man ein übergreifendes Projekt macht, also Jung & Alt zusammenbringt. Vielleicht kann man die Frauen fragen, die sich zum Seniorennachmittag treffen, mit ihnen ein Thema besprechen & dann etwas gemeinsam planen. Bei schönem Wetter wäre es schön, wenn man den Leseclub draußen gestalten könnte. Dazu bräuchten wir natürlich ausreichend Sitzgelegenheiten. Geplant ist in Zukunft auf jeden Fall auch schon ein Angebot mit Jane von der Bibliothek Malchin, das hoffentlich bald durchgeführt werden kann & eine etwas größere Schatzsuche oder Wanderung durch den Ort.

 

Tina: Was nimmst du selbst aus dem Ehrenamt für dein Leben mit?

Anne: Dass es schön ist, wenn man etwas Sinnvolles macht & die Freude mit anderen teilen kann. Man hätte vermutlich eine Million andere Dinge, die man in der Zeit auch machen könnte, aber es ist einfach schön, etwas für & mit anderen zu machen, zusammen, in der Gemeinschaft. Dass man für alle offen ist & nicht nur an sich & seine Kinder denkt, sondern auch an andere Menschen, die man vielleicht nicht kennt. Aber auch meinen eigenen Horizont erweitere ich dadurch. Kinder geben dir so viel, sehen viele Dinge einfach aus einer ganz anderen Richtung & dieses ehrliche Feedback & ihre kindliche Sicht finde ich sehr schön.

 

Tina: Gibt es auch Herausforderungen, die du in deiner ehrenamtlichen Arbeit hast?

Anne: Ja, das ist durchaus der Schreibkram. Das kriege ich schwer mit meiner Zeit vereinbart.

 

Tina: Ich hoffe, dafür finden wir eine gute Lösung für dich. Vielleicht liest das ja jemand im Gemeindebrief & findet sich dazu berufen! Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, sich auch ehrenamtlich bei uns zu engagieren?

Anne: Dass er das auf jeden Fall machen soll & viele gute Ideen mitbringen soll.

 

Tina: Das klingt gut! Anne, vielen Dank für den Einblick in dein Ehrenamt! Jetzt habe ich zum Abschluss noch, wie am Anfang, ein paar kurze persönliche Fragen, diesmal aber zum Thema Lesen & Bücher.

Bist du eher Team Buch oder Hörbuch?

Anne: Buch.

 

Tina: Eher Krimi oder Liebesgeschichte?

Anne: Krimi. Obwohl ich auch mal Liebesgeschichten lese, das darf nur nicht zu schnulzig sein.

 

Tina: Lieber Bibliothek oder eigenes Bücherregal?

Anne: Beides. Unsere Wohnung ist auf jeden Fall zugepflastert mit Büchern, ich musste schon aussortieren & verschenken. Ich gehe aber auch gern in die Bibliothek.

 

Tina: Wo ist dein Lieblingsleseplatz?

Anne: Im Bett. Also eigentlich nicht, eigentlich würde ich viel lieber in meinem Schaukelstuhl im Wohnzimmer oder im Garten lesen, aber da werde ich zu schnell abgelenkt & finde immer Sachen, die ich noch machen muss. Deswegen ist das Bett vielleicht nicht mein Lieblingsleseplatz, aber der Platz, an dem ich in Ruhe lesen kann.

 

Tina: Wenn dein Leben ein Buch wäre, welches Genre oder welchen Titel hätte es?

Anne: Es wäre sicher eine Mischung aus abenteuerlich, dramatisch, komisch & chaotisch. Du kennst doch bestimmt den Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“, oder? Als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, habe ich gedacht: „Krass, das bin ja ich!“ Ich lebe auch so in meiner Blase, also müsste das auch sowas wie „Die fabelhafte Blase der Anne“ oder „Ännis World“ sein.

 

Tina: Gibt es ein Lieblingsbuch oder eine Geschichte, die dich sehr geprägt hat?

Anne: Ich liebe ja Kinderbücher, besonders die älteren, wie z. B. „Das Katzenhaus“ von Samuil Marschak. Hermann Hesse „Unterm Rad“ mag ich auch & jetzt lese ich gerade z. B. „Weisse Nächte“ von Fjodor M. Dostojewski & viele, viele andere Krimis.

 

Tina: Anne, vielen Dank für deine Zeit! Es hat mich wirklich gefreut, dich interviewen zu dürfen!

 

 

Und wenn jemand von Ihnen, die diesen Gemeindebrief lesen, Lust hat, sich ein Buch auszuleihen, mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen oder sich selbst im Leseclub zu engagieren, der kann entweder gern in der Schulzeit mittwochs ab 14:15 Uhr nach Gielow ins Pfarrhaus kommen oder sich unter gielow-rittermannshagen@elkm.de melden.

 

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