Bischofswort zur Landtagswahl 2026

Mit Hoffnungskraft für Zusammenhalt und Demokratie

 

„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit." (2. Timotheus 1,7)

 

Liebe Geschwister, in einer Zeit, in der demokratische Prozesse angezweifelt, Institutionen verächtlich gemacht und Misstrauen geschürt wird, richte ich dieses Wort an Sie. Populistische, rechtsextremistische und antisemitische Positionen werden gesellschaftsfähiger. Hass und Hetze treiben uns auseinander. Viele von uns sehen mit Angst in die Zukunft.

Doch der 2.Timotheusbrief erinnert uns: Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben. Wir lassen uns von Angst und Sorge nicht lähmen. Wir lassen uns nicht von scheinbar einfachen Lösungen verführen, die die Würde von Menschen missachten. Aus dem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit möchte ich Sie ermutigen, das Gespräch zu suchen und sich für gelebte Demokratie einzusetzen.

 

Die unveräußerliche Würde aller Menschen

 

„Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde" (1. Mose 1,27).

 

Diese Gottesebenbildlichkeit schreibt jedem Menschen einen unvergleichlichen Wert zu – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Verfassung. Sie geht auch durch Schuld nicht verloren. Diese Überzeugung hat ihren Ausdruck in den Menschenrechten und Grundrechten gefunden und bleibt für Christinnen und Christen der zentrale Maßstab politischen Handelns.

 

Unvereinbarkeit mit christlichen Werten klar benennen

 

Mit großer Sorge nehmen wir wahr, wie Ängste geschürt werden und Hass gegen Minderheiten verbreitet wird. Ideologien, die Menschen aufgrund ihrer Abstammung, Kultur oder Religion als ungleichwertig betrachten, stehen in direktem Widerspruch zur Lehre von der Gottesebenbildlichkeit aller Menschen.

Die Positionen der AfD und anderer rechtsextremer Organisationen, die die gleiche Würde aller Menschen bestreiten, sind mit christlichen Werten und mit der Verfassung unserer Kirche nicht vereinbar.  Dies ist eine theologisch begründete Einsicht. Wir können nicht schweigen, wenn die Gleichwertigkeit aller Menschen bestritten wird. Wir können nicht zusehen, wenn antisemitisches und rassistisches Gedankengut verbreitet wird.

Dass die AfD demokratisch gewählt werden kann, macht sie nicht zu einer demokratischen Partei. Ihre Programme verfolgen eine national-völkische Ausrichtung, die den Boden der Demokratie verlässt. Wer AfD-Wählerinnen und -Wähler ernst nimmt, muss menschenverachtende Ideologien klar benennen. Schweigen könnte ansonsten als Zustimmung oder Akzeptanz gedeutet werden.

Zugleich gilt: Auch jenen, deren Meinungen wir nicht teilen, gebührt Würde. Ausgrenzung darf nicht unser Weg sein. Unsere Gemeinden können Orte sein, an denen Verunsicherung und das Gefühl des Nicht-Gehört-Werdens Raum finden – in der Hoffnung, dass Begegnung Veränderung ermöglicht. Die Grenze liegt dort, wo die Würde eines anderen Menschen bestritten oder herabgesetzt wird.

 

Der Geist der Kraft: Gestalten statt verzagen

 

Demokratie ist nicht perfekt, aber weltweit die beste politische Ordnung. Sie lebt von mühsam erarbeiteten Kompromissen und dem Austausch verschiedener Meinungen. Deshalb öffnen wir unsere Räume für echte Gespräche, suchen den Dialog auch mit Andersdenkenden, und stärken die Bündnisse für Demokratie in unserer Region.

 

Der Geist der Liebe: Konfrontieren mit Respekt

 

Klare Haltung und Gesprächsbereitschaft gehören zusammen. Wir konfrontieren Unrecht, aber mit Respekt vor dem Menschen. Wir widersprechen klar, aber bleiben einander menschlich zugewandt. Darin liegt die Chance zur Veränderung – auch für unsere Gesellschaft.

 

Der Geist der Besonnenheit: Orientierung geben ohne zu verurteilen

 

Wir benennen, was menschenverachtend und antidemokratisch ist, ohne Menschen zu verurteilen. Wir nutzen die Nähe zu Menschen in Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Seelsorge und Jugendarbeit – überall dort können wir für Zusammenhalt und Nächstenliebe eintreten.

 

Unser Auftrag vor der Landtagswahl

 

Es gehört zu unserer christlichen Verantwortung, uns für eine offene und vielfältige Gesellschaft einzusetzen. Ich bitte Sie: Stärken Sie mit Ihrer Stimme diejenigen, die für Menschenrechte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehen.

 

Mit Hoffnung und Zuversicht

 

Liebe Geschwister, lassen Sie uns nicht verzagen. Aus dem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit können wir zeigen, dass Demokratie lebt, wenn Menschen sich engagieren – und dass das Miteinander stärker ist als die Spaltung.

Die Botschaft des Evangeliums bleibt: Veränderung ist möglich. Gottes Liebe ist stärker als die Macht der Angst. In diesem Vertrauen gehen wir der Landtagswahl entgegen – kraftvoll, liebevoll und besonnen.

 

Herzliche Grüße  

Tilman Jeremias  

Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern  

Ein schönes Jubiläum:25 Jahre gemeinsame Arbeit mit und für Frauen im Sprengel Mecklenburg und Pommern

Im Jahr 2000 schloss sich die ev. Frauenarbeit auf damaliger Basis der Mecklenburgischen und Pommerschen Landeskirche – heute Kirchenkreise der Nordkirche zusammen.

Am Samstag, 25. April 2026 begingen wir in den schönen Räumlichkeiten des Bibelzentrums in Barth das Jubiläum zusammen mit vielen engagierten und interessierten Frauen sehr würdig. Wir, dass sind der ehrenamtliche Ausschuss für die Arbeit mit Frauen im Sprengel sowie die hauptamtliche Referentin Pastorin i. EA Beatrix Kempe und ihre Kollegin Eva Pasch.

Mit uns feierten die Leiterin des Frauenwerks der Nordkirche Meike Trommler-Müllauer, Pastorin Barbara Hoffmann-Fette, Referentin für feministische und geschlechtersensible Theologie im Frauenwerk der Nordkirche, Marlies Richter, die frühere Leiterin des ev. Frauenwerks MV und Christine Ziehe-Pfennigsdorf, die frühere Referentin der Arbeit mit Frauen im Sprengel sowie Pröpstin i.R. Helga Ruch und viele weitere ehrenamtlich sehr engagierte Frauen.

An diesem Tag wurde deutlich, mit wie viel haupt- und ehrenamtlichem Engagement in den vergangenen Jahren die ev. Frauenarbeit entwickelt und Bildungsangebote weiterentwickelt wurden.

Nach einem gemeinsamen Jubiläumsgottesdienst mit geschichtlichem Rückblick und würdigenden Grußworten, wurde der Zeitraum von 25 Jahren plastisch und die damaligen aktiven Frauen erzählten von den gemeinsamen Anfängen.

Am Nachmittag wurde ev. Erwachsenenbildung in fünf Workshops und zwei Durchgängen für alle erfahrbar – in der Hausführung im Bibelzentrum und im Kräutergarten, im Trommelworkshop, beim Kalligraphieangebot und gemeinsamen Brotbacken.

Der Tag endete mit einer Andacht und gemeinsamem Abendmahl mit Wein, Saft und frisch gebackenem Brot. Unser Dank gilt auch Doreen Habermann, Leiterin des Bibelzentrums Barth und ihren Mitarbeitenden, die uns in Versorgung und Workshops den perfekten Rahmen für unser Jubiläum schufen sowie dem Restaurant „Eshramo“ für das leckere Catering.


Mit dieser Abbildung aus unserem Jahresprogramm begrüßen wir Sie/Euch ganz herzlich auf der Homepage der Arbeit mit Frauen im Sprengel Mecklenburg und Pommern.

Die Arbeit mit Frauen hat in Mecklenburg und Pommern eine lange Tradition und viele Veränderungen erlebt. Gleich geblieben ist das Interesse von Frauen für unsere Angebote und unser Interesse an Frauen und ihren Themen. Mit vielen verschiedenen Themenangeboten unterstützen wir auch Gemeindegruppen vor Ort. In mehrtägigen Seminaren bietet die Arbeit mit Frauen die Möglichkeit, eine „Gemeinde auf Zeit“ zu erleben und in den Austausch mit Frauen aus verschiedenen Orten und Gemeinden zu kommen.

 


Angebote

Liebe Frauen, lassen Sie sich alle von unseren Angeboten einladen und inspirieren – Junge und Alte, Ehe- und Familienfrauen, Alleinerziehende und Alleinstehende, Erschöpfte und Powervolle, Gott Suchende auf dem Weg –

mögen wir uns mit offenen Herzen begegnen!

Mit herzlichen Grüßen,

Pastorin Beatrix Kempe

Bei uns finden Sie Seminarangebote

  • für Frauen jedes Alters 
  • für Frauen, die auf der Suche sind nach einem ganzheitlichen Leben
  • für Frauen, die eine eigene christliche Spiritualität suchen
  • für Frauen, die sich gern in einer Gemeinschaft mit anderen Frauen mit einem Thema beschäftigen
  • für Frauen, die in unserer einen Welt für mehr Gerechtigkeit arbeiten wollen
  • für Frauen mit Kindern und Enkeln
  • für Frauen, die ermutigende Frauengeschichten aus der Bibel kennen lernen wollen

Hier werden Sie fit gemacht

  • für die Weltgebetstagsarbeit
  • um auf einer guten Basis einen Frauenkreis leiten zu können
  • um eine gemeinsame Bibelarbeit anleiten zu können

Mit uns können Sie entdecken

  • viele Seminar- und Rüstzeithäuser in verschiedenen idyllischen Gegenden Mecklenburg-Vorpommerns

Kontakt

Referentin für die Arbeit mit Frauen

im Sprengel Mecklenburg und Pommern
Pastorin Beatrix Kempe
Tel: 0171 5223589
E-Mail: referentin.arbeitmitfrauen@pek.de

 

Sekretariat

Eva Pasch

Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis

Regionalzentrum kirchlicher Dienste

Arbeit mit Frauen

Karl-Marx-Platz 15

17489 Greifswald

Tel.: 03834 8963126, nur am Dienstag von 9:00 Uhr - 12:00 Uhr

E-Mail: arbeitmitfrauen@pek.de

 

Anmeldungen werden nur schriftlich angenommen!

Wir bitten um Zusendung der Anmeldekarte per Mail unter arbeitmitfrauen@pek.de, online hier unter "Veranstaltungen/Anmeldung" 

oder per Post an obige Anschrift.