An die Gemeinde
Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Gemeinde,
die Monate März bis Mai führen uns durch eine besondere Zeit im Kirchenjahr und im Leben unserer Kirchengemeinde. Mit dem Frühling gehen wir auf Ostern zu – das Fest der Hoffnung und des neuen Lebens – und feiern später Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, der Menschen verbindet und Wege öffnet. Beide Feste laden uns ein, neu zu fragen: Was gibt unserem Leben Halt und Sinn?
Ostern steht im Zentrum unseres Glaubens. Es erzählt davon, dass Gott neues Leben schafft, wo Menschen an Grenzen kommen. Die Auferstehung Jesu geschieht leise, mitten in Zweifel und Unsicherheit. Gerade darin liegt die Kraft: Ostern verspricht nicht, dass alles einfach wird, sondern dass Gott mitgeht – auch durch das Unfertige und Schwierige hindurch. Diese Hoffnung trägt und schenkt Mut für den nächsten Schritt.
Ein solcher Schritt beginnt auch in unserer Gemeinde neu. Seit einigen Monaten ist unsere neue Pastorin bei uns im Dienst – zunächst bis zum Juli aufgrund Ihrer Elternzeit verkürzt. Viele haben bereits erste Begegnungen und gemeinsame Gottesdienste erlebt. Einige davon waren besonders schön und berührend. Sie zeigen, wie lebendig Gemeinde sein kann, wenn Menschen zusammen kommen, Glauben teilen und emeinschaft erleben. Zugleich stehen wir vor Herausforderungen. Offen zu sein für Veränderungen gehört zu unserem Weg. Das zeigt sich aktuell
deutlich beim Gemeindehaus: Die alte Heizung ist defekt, eine Renovierung dringend notwendig. Die Planungen sind langwierig und brauchen Geduld, Zeit und gute Entscheidungen. Auch das gehört zu unserem Gemeindeleben – Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Pfingsten erinnert uns daran, dass wir diesen Weg nicht allein gehen. Gottes Geist schenkt Kraft, verbindet und ermutigt uns, miteinander unterwegs zu bleiben. So blicken wir dankbar zurück auf das, was bereits gewachsen ist, und hoffnungsvoll nach vorn auf das, was kommt. Möge diese Zeit zwischen Ostern und Pfingsten uns stärken im Glauben, im Miteinander und im Vertrauen darauf, dass Gott unsere Gemeinde begleitet.
Eine gesegnete Frühlingszeit, frohe Ostern und ein erfülltes Pfingstfest wünscht Ihnen
Ihr Kirchengemeinderat
Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5)
Ostern in unserer Gemeinde - wenn das Leben neu beginnt
Ostern ist mehr als ein Feiertag. Es ist das Herz unseres Glaubens: Christus ist auferstanden. Gott hat dem Tod das letzte Wort genommen und dem Leben eine Zukunft eröffnet. Diese Hoffnung feiern wir nicht nur mit Worten, sondern seit Jahrhunderten auch mit Bräuchen, die den Osterglauben mit allen Sinnen erfahrbar machen.
Ein alter Brauch ist das Osterfeuer. Es vertreibt die Nacht und steht für die Kraft Gottes, die alles Alte hinter sich lässt. So wird früh am Ostermorgen im Turmraum unserer Kirche mit Reisig ein kleines Feuer entfacht. Traditionell kommt Besuch aus der Gudower Kirchengemeinde und wir tauschen unsere Osterkerzen aus. Am Osterfeuer wird das neue Licht entzündet und unter dem Gesang von bekannten und leicht mitzusingenden Taizé- und Osterliedern in den Kirchenraum gebracht - ein starkes Zeichen dafür, dass Hoffnung weitergegeben werden kann.
Die Osterkerze erinnert daran: Christus ist das Licht der Welt. Wo sie brennt, da weicht die Dunkelheit - nicht nur im Kirchenraum, sondern auch in unserem Leben. Besonders in der Osternacht oder bei einer Frühandacht wird spürbar, wie aus der Stille neues Leben wächst. Unsere Frühandacht ist immer wieder sehr gut besucht, denn viele schätzen die ganz besondere und eigene Atmosphäre an diesem frühen Ostermorgen.
Das Osterlamm steht für Christus selbst, der sich hingibt und zugleich neues Leben schenkt. In vielen Familien findet es sich auf dem Tisch, manchmal auch als Gebäck - ein stiller Hinweis auf die biblische Geschichte, die Ostern trägt.
Auch das Osterei gehört seit Jahrhunderten zu Oster. Das Ei, äußerlich hart ind verschlossen, birgt neues Leben in sich. Es erinnert daran, dass Got! selbst dort Leben schafft, wo wir nur Endgültigkeit vermuten. Das Färben und Verschenken von Eiern ist deshalb mehr als ein fröhlicher Brauch - es ist ein kleines Glaubensbekenntnis.
Und schließlich gehören auch die Osterlieder dazu: alte Choräle, neue Gesänge, meditative Taizé-Lieder. Sie geben der Freude eine Stimme und tragen die Osterbotschaft weiter: Der Herr ist auferstanden - er ist wahrhaftig auferstanden.
So verbinden sich an Ostern Glaube, Tradition und Gemeinschaft. Die Bräuche erzählen davon, dass Gottes Liebe stärker ist als der Tod und dass jeder neue Morgen ein Zeichen seiner Hoffnung sein kann.
Frohe und gesegnete Ostern!
Vision Gemeindezentrum
Liebe Leserin, lieber Leser,
Im letzten Gemeindebrief haben wir nach Ihren Träumen und Wünschen für die Gemeinde gefragt, nun möchte wir als Kirchengemeinderat und Mitarbeitende unsere Vision vorstellen. Auf der Klausur haben wir von einem Gemeindezentrum geträumt, welches Räume für die verschiedensten Gruppen und Möglichkeiten hat und wo Jung und Alt zusammenkommen und sich gegenseitig starken.
Da wird der Sonntag zum gemeinsamen Treffen im Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen und Beisammensein mit Themen oder einfach nur Unterhalten. Da unterstützen die Jüngeren die Älteren und die Älteren lesen Kinder eine Geschichte vor, während Elter sich untereinander austauschen können.
Da wird im Winter die Feuerschale angemacht und im Sommer auf dem Spielplatz oder an der Tischtennisplatte beim Gemeindezentrum gespielt. Es findet liebevolle Begegnung statt, die für die Woche stärkt und hinauswirken kann. Wir wünschen uns dafür ein lichtdurchflutetes Gemeindezentrum mit schöner Küche zum gemeinsamen Kochen, einladenden Räumen für gemeinsame Begegnung und Büroräumen, in denen die Mitarbeitenden sich entfalten können. Wir wissen, es ist erst einmal ein Traum.
Aber wir wissen auch: Hinter jedem verwirklichten großen Projekt stand am Anfang ein Traum, eine Vision. Und je mehr diesen Traum haben und ihn verwirklichen wollen, desto realistischer wird er.
Daher freuen wir uns, wenn Sie Lust am Mitträumen und Mitwirken haben.
Ihr Kirchengemeinderat
mit Mitarbeitenden

Es sind noch Plätze in der Krabbelgruppe frei!
Einige Kinder haben wir nun mittlerweile in die Kitas verabschiedet, einigen steht der Schritt noch bevor.
Es ist immer wieder wunderbar zu erleben, welche Entwicklungen die Kleinsten Woche um Woche machen und diese gemeinsam zu erleben und zu ent-decken. In dieser Stunde wird vor allen Dingen gespielt und erforscht, gesungen und geklatscht und die
Erwachsenen haben die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.


Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt
Liebe Gemeinde,
vor uns liegt eine herausfordernde Zeit! Der Glaube ist für viele Menschen im Alltag weniger präsent als früher. Wenn die Kirche aus dem alltäglichen Leben verdrängt wird, wer hört dann noch zu? Welche Angebote bleiben? Wer übernimmt das breite Engagement der kirchlichen Institutionen im Bereich der Altenpflege, der Krankenhäuser und der Einrichtungen für körperlich und geistig beeinträchtigte Menschen? Wie stark der gesamtgesellschaftliche Zusammenhalt durch die Kirche geprägt ist, ist vielen Menschen heute gar nicht mehr bewusst. Ein Grund dafür ist, dass zunehmend Jene Gehör finden, die laut sind und sich brüsk aufführen.
Leider hat auch Kirche dazu beigetragen, dass uns Menschen verlassen. Zurecht gibt es Einiges zu kritisieren. Denken wir an sexualisierte Gewalt, die sich auch innerhalb des Schutzraumes Kirche verheerend auf Menschen ausgewirkt hat. Es passiert viel zum Schutz von Menschen, aber man sieht davon zu wenig im öffentlichen Raum. Es wird aufgearbeitet und Betroffenen soll eine Stimme gegeben werden. Zu langsam - meinen Einige - und auchdiese Kritik hat ihre Berechtigung. Unsere Kirchengemeinde hat sich ein wirksames Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt gegeben. Wir haben uns Standards gesetzt, die diesen Taten wirksam vorzubeugen. Auch wenn uns glücklicherweise in unserer Gemeinde keine Fälle bekannt sind, ist es dennoch wichtig, das Vertrauen der Menschen in den Schutzraum Kirche wiederherzustellen und für eine gute Prävention Sorge zu tragen. Betroffene haben jedes Recht dazu, dass man ihre Stimme hört! Der Kirchengemeinderat bittet Sie alle darum, Vertrauen neu zu wagen.
Gerne informieren wir jeden, der Bedenken mit sich trägt, wie wir unsere Kleinsten und auch die Großen schützen. Null Toleranz gegenüber sexualisierter Gewalt und Transparenz sind der Leitfaden. Unser Schutzkonzept wird auch im Jahr 2025 fortentwickelt.
Kirchliche Ansprechstellen sind u.a.:
- der/die Meldebeauftragte in der Fachstelle Prävention der Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern (St. Marien-Kirchhof 3, 23966 Wismar, Tel.: 01743267628, praevention@kirche-mv.de)
- die fach- und dienstaufsichtführenden Institutionen (Ev. Kinder- und Jugendwerk-Propstei Parchim, 03871/6069841, Propst-Parchim 03871/212336)
- die Unabhängige Ansprechstelle der Nordkirche (UNA) 0800/0220099, una@wendepunkt-ev.de, www.wendepunkt-ev.de
Der Kirchengemeinderat