Auferstehungskirche - Jugendkirche Stralsund

Am Palmsonntag 1991 ist die jüngste Stralsunder Kirche eingeweiht worden: die Auferstehungskirche im Neubaugebiet Grünhufe. Ein schöner und funktionaler Kirchenbau, der inmitten von Plattenbauten eine Art Oase darstellt und sich deutlich mit seinen gelben Klinkern und dem vielen Grün an Büschen und Bäumen von seiner Umgebung abhebt. Ein Glockenturm mit Kreuz signalisiert nach außen die Kirche. Im Kircheninnern ist das Atrium bestimmend, um das herum sich Foyer, Jugendraum, Eingang zum Gottesdienstraum und Gemeinderaum gliedern.
Der Gottesdienstraum hat zwei bestimmende Elemente. Das erste Element ist der von Friedrich Press gestaltete Altarbereich. Ausgeführt ist die Arbeit in Betonguß mit Edelstahl und im Zentrum steht der Auferstandene im Kreise seiner Jünger. Dieser Auferstandene ist deutlich auch der Gekreuzigte und seine Anwesenheit lässt die Menschen erschrecken. Sie brauchen nun nicht mehr verschlossen, verängstigt, gleichgültig oder gleichmütig zu bleiben. Der so gestaltete Beton will einladen, die Lebensumwelt neu zu erfassen und vom Glauben an den lebendigen Herrn zu gestalten. Das zweite bestimmende Element im Gottesdienstraum ist das aus Kiefernholz gefertigte und offen sichtbare Dachgestühl. Die sich gegenseitig stützenden und somit sich tragenden Holzelemente laden immer wieder zur Meditation ein und bilden ein Gegenüber zu dem Beton der Altargruppe.
 
Die Auferstehungskirche wurde zur Jugendkirche Stralsund umgewandelt.