Gesellschaft soll Grundstücke für Energie-Projekte vorrangig angeboten bekommen Kirchenkreis Mecklenburg stärkt Kirchliches EnergieWerk

07.11.2026 · Güstrow. Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg möchte die Kirchliche EnergieWerk GmbH (KEW) beim Ausbau erneuerbarer Energien stärken. Die Kirchenkreissynode hat dazu heute beschlossen: Kirchengemeinden sollen geeignete Grundstücke vorrangig der KEW für Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie Speicheranlagen und die dazugehörige Infrastruktur anbieten sollen.

Ziel ist es, die Klimaschutzziele der Nordkirche und des Kirchenkreises gemeinsam voranzubringen und kirchliche Flächen sinnvoll für die Energiewende zu nutzen, so die Begründung. Die KEW entwickelt und betreibt entsprechende Anlagen und arbeitet dabei mit Kirchengemeinden und weiteren Partnern wie der Wemag AG zusammen.

 

Neben dem Klimaschutz geht es auch um die wirtschaftliche Verantwortung: „Einnahmen aus der Nutzung kirchlicher Grundstücke können dazu beitragen, die Haushalte und die kirchlichen Aufgaben langfristig zu sichern“, so der Synodale Christoph de Boor.  Erklärtes Ziel sei, die Entwicklung erneuerbarer Energien auf kirchlichen Flächen noch besser zu bündeln.

 

Berichtet: erste Windenergieanlagen erfolgreich übergeben

 

In der Nähe der Gemeinde Passow im Landkreis Ludwigslust-Parchim hatte die vom Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und der WEMAG gegründete Kirchliches EnergieWerk GmbH (KEW) am 4. September 2026 ihr erstes gemeinsames Windkraftprojekt eröffnet. „Damit setzt das Kirchliche Energiewerk ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz und die konsequente Umstellung auf erneuerbare Energien im Kirchenkreis Mecklenburg“, heißt es im Bericht von KEW-Geschäftsführer Wolfgang v. Rechenberg.

 

Die Windenergieanlagen leisten künftig einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Stromerzeugung. Nach Angaben der KEW ist der CO₂-Ausstoß aus Herstellung und Errichtung bereits nach rund sechs Monaten ausgeglichen. Anschließend ermöglichen die Anlagen über Jahrzehnte eine emissionsarme Stromproduktion.

 

Konkret werden im Windpark je zwei Anlagen im Windpark werden von der Kirchliches Energiewerk GmbH und der mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH betrieben.Die Anlagen haben eine Gesamthöhe von rund 245 Metern. Der Rotordurchmesser liegt bei 163 Metern und die Nennleistung beträgt jeweils 7 Megawatt. Im Vergleich zu fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas werden pro Jahr 58.821 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die Gesamtinvestitionssumme für den Windpark liegt bei 42,5 Millionen Euro.

 

Parallel treibt die KEW weitere Wind- und Solarenergieprojekte voran. Trotz anspruchsvoller Genehmigungsverfahren und planerischer Herausforderungen sollen in den kommenden Jahren schrittweise weitere Anlagen entstehen. Dabei stehen Natur- und Landschaftsschutz, Sicherheit, Anwohnerschutz und die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Vorgaben im Mittelpunkt.

 

„Ein wichtiger Impuls für die kirchliche Klimaschutzarbeit war zudem der Fachtag ,Kirche-Klima-Handeln‘ am 7. März 2026 in Güstrow mit rund 150 Teilnehmenden“, heißt es im Bericht. Gemeinsam mit dem Kirchenkreis Mecklenburg, der WEMAG und weiteren Partnern setze sich die KEW dafür ein, „Klimaschutz praktisch umzusetzen und nachhaltige Energiegewinnung voranzubringen. Auch die Entwicklung von Bürgerenergiegenossenschaften soll künftig stärker unterstützt werden“. 

 

Mehr:

www.kirche-mv.de/kirchliches-energiewerk

 

Weitere Informationen und Bilder: 7. Tagung der III. Kirchenkreissynode

Quelle: ELKM (cme)