Kirchenkreises Mecklenburg: Finanzreform und weltweite Zusammenarbeit im Mittelpunkt der Juli-Sitzung

30.07.2026 · Rostock/Güstrow. Der Kirchenkreisrat des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg hat in seiner Juli-Sitzung wichtige Entscheidungen getroffen. Im Mittelpunkt standen die überarbeitete Kampagne der Nordkirche zur Landtagswahl in MV, die internationale Partnerschaftsarbeit sowie grundlegende Veränderungen in der Finanz- und Verwaltungsorganisation.

Ein Schwerpunkt war die internationale Partnerschaftsarbeit. Im September werden Gäste aus mehreren Partnerkirchen, unter anderem aus Tansania, im Sprengel Mecklenburg erwartet, berichtete Referentin Änne Lange aus der Ökumenischen Arbeitsstelle Mecklenburg. Im Mittelpunkt der Konsultation sollen Begegnungen sowie der Austausch über Klimagerechtigkeit stehen. Ergänzt würde das Programm durch das Ökumenefest am 13. September in Boltenhagen und Besuche in Kirchengemeinden des Kirchenkreises.

 

Kampagnen zur Landtagswahl

 

Kommunikationsdirektor Michael Birgden stellte die überarbeitete Kampagne der Nordkirche zur Landtagswahl vor. Sie soll Kirchengemeinden dabei unterstützen, sich für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen. Positiv hervorgehoben wurden insbesondere die umfangreichen Informations- und Schulungsangebote. Das erste Online-Seminar zum Umgang mit ausgrenzenden Äußerungen erreichte rund 120 Teilnehmende, davon etwa 100 aus Mecklenburg.

 

Propst Dirk Fey dankte den Mitarbeiteten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern für die bereits im März 2026 gestartete Banner-Aktion mit dem Hauptmotiv „Unser starkes Kreuz für Demokratie … weil Demokratie nicht vom Himmel fällt“ und die Serviceseite zur Landtagswahl https://www.kirche-mv.de/service/landtagswahl-2026 im Internet. Eine gemeinsame Auswertung der gesamten Kampagnen zur Landtagswahl in MV ist für die Sitzung des Kirchenkreisrates am 13. Oktober 2026 vorgesehen.

 

Reform der Personalkostenabrechnung diskutiert

 

Intensiv beschäftigte sich der Kirchenkreisrat außerdem mit einer grundlegenden Reform der Personalkostenabrechnung. „Ziel ist es, die bislang aufwendigen und fehleranfälligen Verfahren durch ein transparenteres und gerechteres Modell zu ersetzen“, so Kathrin Thim, Fachbereichsleiterin Finanzverwaltung in der Kirchenkreisverwaltung. Künftig sollen sämtliche Personalkosten zentral über den Kirchenkreis abgewickelt und gleichzeitig vollständig in den Haushalten der Kirchengemeinden dargestellt werden. Offene Fragen sollen bis zur nächsten Beratung im September geklärt werden.

 

Deutliche Kritik äußerte der Kirchenkreisrat an der Finanzsoftware Business Central. Wiederholte Systemausfälle und fehlende Funktionen erschwerten die Arbeit der Kirchenkreisverwaltung erheblich und führten zu zusätzlichem Aufwand. Der Kirchenkreisrat will deshalb die Kirchenleitung um konkrete Verbesserungen und einen verlässlichen technischen Support bitten.

 

Darüber hinaus fasste das Gremium zahlreiche Personal- und Strukturentscheidungen. Pröpstin Antje Exner wurde in den Aufsichtsrat und die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern entsandt. Neu besetzt wurden außerdem das Kuratorium des Zentrums Kirchlicher Dienste sowie der Kinder- und Jugendausschuss des Kirchenkreisrates.

 

Zuschüsse für Freiwilligendienst und Chor-Musical

 

Zur Förderung der Arbeit mit jungen Menschen finanziert der Kirchenkreis ab September 2026 eine Freiwilligendienststelle im Evangelischen Kinder- und Jugendwerk Mecklenburg der Propstei Rostock. Zudem beteiligt sich der Kirchenkreis mit 10.000 Euro an der Aufführung des Chor-Musicals „Bethlehem“ im Jahr 2027.

 

Weitere Beschlüsse betrafen Bau- und Grundstücksangelegenheiten, die Weiterentwicklung kirchlicher Gebäude sowie die Unterstützung von Tourismusprojekten. Zudem sprach sich der Kirchenkreisrat dafür aus, geeignete kirchliche Flächen vorrangig für Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energien bereitzustellen und damit den kirchlichen Beitrag zur Energiewende weiter auszubauen.

Quelle: ELKM (cme)