Kirchenkreises Mecklenburg Kirchenkreisrat setzt Schwerpunkte bei Klimaschutz, Verwaltungsreform und Ehrenamt

22.07.2026 · Güstrow/Rostock. Der Kirchenkreisrat des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg hat in einer der jüngsten Sitzungen wichtige Weichenstellungen für die künftige Arbeit des Kirchenkreises vorgenommen. Im Mittelpunkt standen der Zukunftsprozess der Nordkirche, die Weiterentwicklung des Klimaschutzes, die Kommunikationskampagne zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Würdigung ehrenamtlichen Engagements. 

„Die Kirche steht vor großen Veränderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Entwicklungen aktiv mitgestalten und dabei die Erfahrungen aus unseren Kirchengemeinden und Kirchenkreisen einbringen“, betonten die Pröpstinnen und der Propst im Blick auf die anstehenden Beratungen zur Verwaltungsreform der Nordkirche.

 

Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt der Klimaschutz. Zwar gab es zum Klimaschutzplan des Kirchenkreises keine neuen Beschlüsse, Pröpstin Britta Carstensen kündigte jedoch die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zum Thema E-Mobilität an. Sie soll Möglichkeiten erarbeiten, wie klimafreundliche Mobilität im Kirchenkreis künftig stärker gefördert werden kann. Darüber hinaus wurde eine Initiative der Mitarbeitervertretung der Propstei Rostock vorgestellt, die die Einführung von JobBikes anregt.

 

Kampagne der Nordkirche zur Landtagswahl vorgestellt

 

Intensiv setzte sich der Kirchenkreisrat mit der geplanten Kommunikationskampagne der Nordkirche zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auseinander. Kommunikationsdirektor Michael Birgden stellte das Konzept vor, das unter anderem rund 160 Plakatstandorte sowie eine landesweite Zeitungsbeilage umfasst. Ziel ist es, möglichst viele Menschen mit kirchlichen Botschaften zu Demokratie, Zusammenhalt und gesellschaftlicher Verantwortung zu erreichen.

 

In der anschließenden Diskussion formulierten die Mitglieder des Kirchenkreisrates zahlreiche Anregungen. Gewünscht wurden eine emotionalere Bildsprache, ein klarerer Bezug zur Landtagswahl sowie authentische Motive aus den Kirchengemeinden. Außerdem sprach sich das Gremium dafür aus, die Gemeinden vor Ort stärker einzubinden und die Kampagne nach der Wahl sorgfältig auszuwerten.

 

Die neue Kampagne der Nordkirche rundet das bereits im März von den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern gestartete Serviceangebot mit verschiedenen Plakaten, Bannern und weiteren Materialien zur Landtagswahl für jede Kirchengemeinde ab. Mehr: www.kirche-mv.de/service/landtagswahl-2026

 

Pröpstliche Verantwortungsbereiche festgelegt

 

Zum 1. Juli wurden außerdem die zusätzlichen Aufgabenbereiche innerhalb des pröpstlichen Teams neu geordnet. Pröpstin Britta Carstensen übernimmt künftig die Verantwortung für Stellenplanung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Zusammenarbeit mit der Diakonie und ihren Einrichtungen liegt künftig bei Pröpstin Antje Exner. Propst Dirk Fey verantwortet die Zusammenarbeit mit den Diensten und Werken. Ansprechpartnerin für die Verbindung zur Kirchenkreisverwaltung bleibt Pröpstin Sabine Schümann.

 

Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung setzte der Kirchenkreisrat mit der Verleihung des Ansgarkreuzes an 23 Frauen und Männer aus den Kirchengemeinden Mecklenburgs. Mit der höchsten Auszeichnung der Nordkirche für ehrenamtliches Engagement werden Menschen geehrt, die sich über viele Jahre mit außergewöhnlichem Einsatz für das kirchliche Leben engagiert haben. Die Ehrungen finden in den kommenden Monaten in den jeweiligen Kirchengemeinden statt.

 

Beschäftigt hat den Kirchenkreisrat außerdem ein Schreiben der Kirchenältesten aus Conow zum baulichen Zustand ihrer Kirche. Das Gremium nahm die geschilderten Sorgen ernst und verwies zugleich auf die begrenzten personellen Kapazitäten in der Bauverwaltung. Die Kirchengemeinde soll über die bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten informiert werden.

 

Bessere Verzahnung zwischen kirchlichen Ebenen geplant

 

Breiten Raum nahm schließlich der Zukunftsprozess der Nordkirche ein. Verwaltungsleiterin Elke Stoepker berichtete über den Stand des Eckpunktepapiers zur künftigen Organisation der kirchlichen Verwaltung. Vorgesehen ist eine engere Verzahnung von Landeskirche und Kirchenkreisen mit einer gemeinsamen Verwaltungsstruktur für zentrale Aufgaben. Gleichzeitig sollen regionale Besonderheiten und kurze Wege erhalten bleiben. Der Kirchenkreisrat kündigte an, sich nach Vorlage des endgültigen Eckpunktepapiers intensiv mit den Reformvorschlägen auseinanderzusetzen und sich aktiv in das Beteiligungsverfahren einzubringen.

Quelle: ELKM (cme)