Partnerschaft Bayern-Mecklenburg Kirchenvertreter aus Bayern und der Nordkirche treffen sich in Rostock
12.01.2026 · Rostock/München. Die evangelische Militärseelsorge auf dem Marinestützpunkt in Rostock-Hohe Düne sowie die Rostocker Seemannsmission sind u.a. Gesprächsthemen bei der Begegnung von Vertretern der Nordkirche und ihres Kirchenkreises Mecklenburg mit der bayerischen Kirchenleitung vom 16. bis 18. Januar 2026 in der Hansestadt Rostock.
Zum diesjährigen „maritimen Austausch“ treffen sich die Delegationen, die auf bayerischer Seite von Landesbischof Christian Kopp und auf Gastgeberseite von MV-Bischof Tilman Jeremias geleitet werden, von Freitag bis Sonntag in der Hansestadt. Ebenfalls mit dabei sind Nordkirchen-Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und Vertreterinnen und Vertreter des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg.
Die dreitägige Begegnung endet mit einem öffentlichen Abschlussgottesdienst bei dem der bayerischen Landesbischof Christian Kopp predigen wird. Die Delegationen laden dazu am Sonntag, dem 18. Januar 2026, um 10 Uhr herzlich in die Warnemünder Kirche ein.
Hintergrund
Seit 1948 sind die evangelisch-lutherischen Christenmenschen in Bayern und Mecklenburg partnerschaftlich miteinander verbunden, erste Anfänge reichen bis in die 1930er-Jahre zurück – und es ist eine gelebte Partnerschaft bis heute, die seit 2012 durch die Nordkirche vertreten und in besonderer Weise vom Kirchenkreis Mecklenburg wahrgenommen wird.
Die Tradition hat die Zeit der zwei deutschen Staaten überdauert und den Weg für die Friedliche Revolution im Jahr 1989 bereitet. Sie hat Freundschaften zwischen Kirchengemeinden und Familien entstehen lassen, die bis heute lebendig sind. Im Jahr 2018 wurde das 70. Jubiläum der Partnerschaft mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen begangen.
Die Partnerschaft zeigt sich auch in den wechselseitigen Besuchen der Kirchenleitungen, die einander informieren und immer aufs Neue inspirieren. Dabei wird gemeinsam über den christlichen Glauben und die Zukunft der Kirche nachgedacht. Der Austausch und die Besuche vor Ort machen stets deutlich, was sich von der Situation her gleicht und wo es Unterschiede in der kirchlichen Arbeit zwischen Bayern und Mecklenburg gibt, wo man voneinander lernen oder auch helfen kann.
Derzeit halten immer noch Kirchengemeinden in Bayern und Mecklenburg Kontakt und gestalten Partnerschaften. Die Zahl lag vor dem Mauerfall deutlich höher. Nach 1961 hatte fast jede mecklenburgische Kirchengemeinde eine Partnergemeinde jenseits – im Freistaat Bayern. Es gab sogar damals verbotene Drittlandbegegnungen. So trafen sich junge Christenmenschen aus Bayern und Mecklenburg beispielsweise in der damalige Tschechoslowakei und erlebten gemeinsame Rüstzeiten. Bis heute gibt es zwischen Gemeinden noch Besuche, Kanzeltausch-Aktionen, gemeinsame Jugend-Freizeiten oder Familien und Gemeindeglieder besuchen sich wechselseitig.
Die mecklenburgischen Stiftungen „Kirchliches Bauen in Mecklenburg“ und „Kirche mit Anderen" in Mecklenburg sind 2012 gegründet worden. Zur Verteilung kommen jährlich zum einen die Kapitalerträgnisse aus dem je 5 Millionen Euro betragenden unangreifbaren Stiftungsvermögen, zum anderen Spenden und Kollektenmittel aus der bayerischen Landeskirche. Jährlich stehen so insgesamt mehrere Hunderttausend Euro zur Verfügung, mit denen kirchengemeindliche Projekte im Kirchenkreis Mecklenburg finanziell unterstützt werden können.
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Quelle: ELKM (cme)