Kirchenkreisräte trafen sich zur gemeinsamen Sitzung in Züssow "Miteinander unterwegs zu sein, ist ein Segen"

Die Kirchenkreisräte des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises und des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg während ihres gemeinsamen Treffens in Züssow.

Foto: PEK/S. Kühl

21.11.2017 · Züssow. Die Kirchenkreisräte des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) und des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg (ELKM) trafen sich am vergangenen Sonnabend zu einer gemeinsamen Sitzung in Züssow. Dabei stand vor allem das Thema Arbeitsrecht im Fokus. 

Es war bereits das vierte Treffen und das letzte vor der Wahl der beiden neuen Kirchenkreisräte im kommenden Frühjahr nach der Konstituierung der ebenfalls neuen Kirchenkreissynoden. Die sechsjährige Amtszeit der bisherigen Synoden endet mit den diesjährigen Herbstsynoden, die Wahlen für die neuen Synoden fanden im September statt. Nach einer Andacht in der Züssower Kirche stand neben dem allgemeinen Austausch das Thema Arbeitsrecht in der Nordkirche bezogen auf den Sprengel Mecklenburg und Pommern auf der Tagesordnung. Dazu referierte die Juristin und Oberkirchenrätin Susanne Böhland vom Dezernat Dienst- und Arbeitsrecht der Nordkirche, die in der folgenden Diskussion auch Fragen beantwortete. Gemeinsam trugen die Kirchenkreisräte aus pommerscher und mecklenburgischer Sicht wichtige Punkte als Bestandteile eines gemeinsamen Arbeitsrechts der Nordkirche zusammen.

Sylvia Giesecke, Mitglied des pommerschen Kirchenkreisrats und Vertreterin des Ausschusses für die Arbeit mit Frauen in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern, stellte die neue Ordnung für die Arbeit mit Frauen im Sprengel Mecklenburg und Pommern vor. Ebenfalls zur Sprache kamen während der Sitzung die ab 2018 im PEK neu eingeführten Pfarramtsassistenzstellen, die vom Demminer Propst Gerd Panknin erläutert wurden. Die Einrichtung der Pfarramtsassistenz stoße in den pommerschen Kirchengemeinden bereits auf große Zustimmung, berichtete der Vorsitzende des Pommerschen Kirchenkreisrats.

"Spürbare Annäherung der Kirchenkreise"

„Dass wir hier miteinander auf dem Weg sein können, ist ein Segen“, sagte Gerd Panknin im Rahmen des Treffens. Die Begegnungen hätten bereits für eine spürbare Annäherung der Kirchenkreise gesorgt sowie für zunehmendes Verständnis für die jeweiligen Besonderheiten, die unter anderem in der unterschiedlichen historischen Entwicklung der ehemaligen pommerschen und mecklenburgischen Landeskirchen begründet sind, so der Propst. Zudem stünden die Kirchenkreise vor ähnlichen Herausforderungen, zum Beispiel in Fragen des demografischen Wandels, bezüglich des Nachwuchsmangels oder auch hinsichtlich des Erhalts historischer Kirchen.

Insgesamt gibt es rund 1.150 Kirchen in den beiden Kirchenkreisen, die seit 2012 gemeinsam den Sprengel Mecklenburg und Pommern in der Nordkirche bilden. Zum Abschluss der Sitzung äußerten die Mitglieder der Kirchenkreisräte die Gewissheit, dass die begonnene Tradition der gemeinsamen Treffen auch von den künftigen KKR fortgesetzt wird. Das nächste Treffen wird voraussichtlich am 26. Mai 2018 stattfinden.



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