Pommersche Kirchenkreissynode Pastor Wiesenberg: "Das Thema Taufe muss wach gehalten werden“

In kurzen Interviews mit Beteiligten aus den vier Arbeitsfeldern des Projekts „JAhr zur Taufe“ stellte Pastor Martin Wiesenberg (Mitte) – hier im Gespräch mit Ingo Schwabe, Leiter der Jona-Schule in Stralsund (links), und Jörg Hartmann, Leiter der Nikolaischule in Pasewalk – den Synodalen die Arbeit der zurückliegenden sechs Jahre vor.

Foto: S. Kühl

14.03.2015 · Züssow. Der Abschluss des Projekts „JAhr zur Taufe“ stand am Freitag im Mittelpunkt der Pommerschen Kirchenkreissynode. Die damalige Synode der Pommerschen Evangelischen Kirche hatte im Herbst des Jahres 2008 das Jahr 2009 zum „Jahr der Taufe“ erklärt und eine Projektpfarrstelle zur Koordination sowie mit dem übergeordneten Auftrag der Gemeindeberatung eingerichtet.

Pastor Martin Wiesenberg berichtete über Verlauf und Ergebnisse des Projekts, das er in der Pommerschen Kirche bzw. im Pommerschen Kirchenkreis koordinierte. „Wir haben uns sechs Jahre lang intensiv mit dem Thema Taufe auseinandergesetzt“, so Martin Wiesenberg zu Beginn seines Berichts. Die Frage: „Welche Begründung für unser kirchliches Handeln finden wir in der Taufe und in unserem Glauben?“ habe sich das Projekt „JAhr zur Taufe – Tauforientierte Gemeindeentwicklung“ dabei zur Zielstellung gemacht. Dabei sei es nicht vorrangig darum gegangen, die Taufzahlen erhöhen zu wollen, sondern um die Auseinandersetzung mit Tauf- und Glaubensfragen sowie mit der Frage: Wozu sind wir Kirche?

Sakrale Taufgegenstände wurden restauriert

Einen Teil der vielzähligen Erfahrungen die durch das Projekt in den Kirchengemeinden, in evangelischen Kitas, in evangelischen Schulen und in diakonischen Einrichtungen gemacht wurden, stellte Martin Wiesenberg den Synodalen vor. Dazu hatte er für jedes dieser vier genannten Arbeitsfelder Gesprächspartner mitgebracht, die er in Form kurzer Interviews befragte. Neben den zahlreichen Projekten in den vier Arbeitsfeldern wurden in den sechs Jahren viele Tauferinnerungsgottesdienste und Tauffeste gefeiert. Ebenfalls entstanden im Rahmen des Projekts „Jahr zur Taufe“ sakrale Taufgegenstände entweder neu oder wurden restauriert. Als Beispiele nannte Martin Wiesenberg den Taufengel in Wismar bei Strasburg, den Taufengel in Glewitz, die Neugestaltung der Taufsteine in Franzburg sowie die Restaurierungen der Taufsteine in Vorland und Ducherow.

Im Rahmen des Projekts entstand außerdem das „Handbuch für Tauforientierte Gemeindeentwicklung“. Dabei handelt es sich um ein Arbeitsbuch, das grundlegende Themen zum Thema Taufe sowie Praxisbeispiele zur Durchführung beispielsweise von Seminaren, Tauffesten oder Taufgottesdiensten enthält. Unter anderem sind darin ein Mustereinladungstext, der Eltern ermutigt über das Thema Taufe nachzudenken und möglicherweise ihr Kind taufen zu lassen, sowie ein Kurs, der Eltern mit ihren Kindern über die Taufe informiert, zu finden.

Taufe ist Schlüsselthema

Es sei ein Austausch über die Kernfragen des Lebens und des Glaubens geführt worden, der sich in den Gemeinden und den anderen Arbeitsfeldern vervielfältigt und zahlreiche Multiplikatoren gefunden habe, so dass er das Projekt zufrieden abschließen könne, sagte Martin Wiesenberg. Zudem werde es vielfältig in anderer Weise weitergeführt, zum Beispiel in Form der zahlreichen Impulse in den Gemeinden oder der Mitarbeiterweiterbildung in den diakonischen Einrichtungen. „Das Taufthema ist das Schlüsselthema für die Gemeindeentwicklung und den Gemeindeaufbau, denn es begründet die Gemeinschaft von Christinnen und Christen und unser Handeln auf Jesus Christus“, sagte Martin Wiesenberg. „Das Thema Taufe muss wach gehalten werden.“ Am Sonntag, 12. April, findet um 14 Uhr ein Abschlussgottesdienst für das Projekt „JAhr zur Taufe“ in der Klosterkirche in Verchen statt.

Quelle: PEK/kmv



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