Kranzniederlegungen und Andacht Gedenken an Opfer der "Werwolf-Tragödie"
04.07.2015 · Malchow.An die zumeist jugendlichen Opfer der sogenannten Werwolf-Tragödie vor 70 Jahren ist am Freitag in Malchow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) erinnert worden. Zu der Veranstaltung am Gedenkstein vor der Villa Blanck gehörten auch Kranzniederlegungen und eine Andacht. Schüler der Fleesensee-Schule Malchow verlasen die Namen der Opfer.
In Malchow waren 1945 und 1946 insgesamt 33 Jungen und Mädchen vom sowjetischen Geheimdienst NKWD verhaftet worden, weil sie angeblich der Organisation "Werwolf" angehörten. 13 von ihnen kamen bereits in der U-Haft ums Leben. Die Organisation soll angeblich Jugendliche für einen Partisanenkrieg gegen die sowjetischen Besatzer rekrutiert haben. Alle Malchower Opfer wurden nach der politischen Wende 1989 strafrechtlich rehabilitiert. Heute erinnert in dem Ort unter anderem ein Gedenkstein an die "Werwolf-Tragödie".
In der sowjetischen Besatzungszone sollen damals über 20.000 junge Menschen verhaftet worden sein. Sie verschwanden in sowjetischen Lagern oder wurden zum Tode verurteilt. Über 12.000 von ihnen sind damals gestorben.
Quelle: epd