Doberaner Münstergemeinde weihte neues Gemeindezentrum ein Bischof von Maltzahn: Ein Ort, offen und einladend für alle Menschen der Stadt

Neues Gemeindezentrum Bad Doberan

Foto: C. Meyer

25.01.2015 · Bad Doberan.

„Als ein Zeichen voller Hoffnung auf ein noch vielfältigeres Gemeindeleben“, wie es der Schweriner Bischof Dr. Andreas von Maltzahn formulierte, fand am Sonntag die Einweihung des neuen Gemeindezentrums der evangelischen Münstergemeinde Bad Doberan statt. Das Gebäude im Klosterensemble steht künftig als „Haus der Begegnung, Bildung und Kultur" neben den knapp 2000 evangelischen Gemeindegliedern ebenso Vereinen und Gruppen aus der Stadt und der Region offen.

In 19 Monaten ist das mehr als 200 Jahre alte und aus Fachwerk bestehende Amtshaus jetzt saniert worden. Die Münstergemeinde hatte das seit 2001 leer stehende Gebäude Ende 2008 für einen symbolischen Preis vom Land MV erworben. In seiner heutigen Festpredigt erinnerte der Bischof an die langen Jahren der Vorbereitung, des Planens, Verwerfens und an nötig neue Entschlüsse bis der Bau endlich starten konnte. „Diese Sanierung ist ein Gewinn für das wunderbare Klosterensemble“, so Andreas v. Maltzahn, der allen dankte, die das ermöglicht haben.

Das neue Gemeindezentrum werde „offen und einladend nicht nur für Christinnen und Christen sein, sondern für alle Menschen dieser Stadt“, unterstrich der Bischof. Denn auch in unserer Zeit brauche es Orte, „wo Menschen ins Gespräch kommen können über die Fragen, die sie in ihrem Leben bewegen. In einer Zeit, die manche verunsichert, braucht es Orte der Vergewisserung – Orte, an denen uns deutlich wird, was unsere inneren Wurzeln sind, wohin wir gehören, wofür zu leben sich lohnt. Es braucht Orte, wo Menschen aufatmen können, neuen Mut finden und Aufgaben, die ihnen gut tun und an denen Barmherzigkeit und Gerechtigkeit gelebt werden“. Bischof v. Maltzahn zeigte sich überzeugt: „Dieses Gemeindehaus kann und wird solch ein guter Ort sein! Und ein Ort, an dem Menschen die Fähigkeiten wahrnehmen und gebrauchen lernen, die ihnen Gott schenkt!“

So ziehen neben „unserer Kirchengemeinde in das Haus ebenso eine Diakonie-Beratungsstelle und der ,Treffpunkt Suppenküche‘ ein“, sagt Gemeindepastor Albrecht Jax. Im Erdgeschoss befindet sich ein Saal für Gottesdienste und Veranstaltungen, der Platz für ca. 160 Personen bietet. Daneben gibt es Probenmöglichkeiten für die Kantorei, eine Küche und Räume für den „Treffpunkt Suppenküche", Dienstzimmer für den Pastor und den Kantor, ein Gemeindebüro und Platz für Begegnung, Gemeindearbeit und Beratung.

Das kirchliche Bauprojekt wurde mit Zuschüssen aus der Städtebauförderung, vom Bund sowie mit Klimaschutzmittel vom Land gefördert. „Im neuen Gemeindehaus sorgt ein eigenes Biogas-Kraftwerk für Wärme und Strom, zudem ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut“, so Gemeindepastor Albrecht Jax.

Im bisher genutzten Küsterhaus verbleibt übrigens die Münsterverwaltung. Die Rostocker Diakonieeinrichtung „Michaelshof“ und die Kröpeliner Werkstätten planen zudem dort im laufenden Jahr ein Café mit Rösterei einzurichten, in dem Menschen mit und ohne Handicap arbeiten.

Quelle: ELKM (cme)



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