11.10.2014 · Stralsund.

Mit einem Friedensgebet, einer Demonstration und anderen Veranstaltungen soll am Sonnabend (11. Oktober) in Stralsund Flagge gegen einen geplanten NPD-Fackelmarsch gezeigt werden. Die Stralsunder Kirchengemeinden laden gemeinsam mit Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) zu einem ökumenischen Friedensgebet unter dem Motto "Kein Extremismus in unserer Stadt!". Es beginnt um 17.30 Uhr in der St. Marienkirche, teilte der pommersche Kirchenkreis am Freitag mit. Ein Bündnis veranstaltet unter anderem ab 17 Uhr vor der Jakobikirche ein Demokratiefest. Nach Angaben des Landkreises wurde auch eine "Bunte Demo gegen Rechts" mit 150 Teilnehmern angemeldet.

Der NPD-Kreisverband plant am Sonnabend einen Fackelmarsch unter dem Motto "Gedenket der Opfer des angloamerikanischen Bombenterrors am 6. Oktober 1944 auf Stralsund" mit 120 Teilnehmern. Der Aufzug soll um 17.30 Uhr beginnen.

Im Zweiten Weltkrieg fielen am 6. Oktober 1944 etwa 800 Menschen einem Bombenangriff der US-amerikanischen Air Forces auf Stralsund zum Opfer. Weite Teile der vorpommerschen Hansestadt wurden zerstört oder beschädigt. Bereits am vergangenen Montag (6. Oktober) gab es aus diesem Anlass in der Stralsunder Jakobikirche einen Gedenkgottesdienst.

Quelle: epd