Bundespräsident Joachim Gauck wird Ehrenbürger Berlins. Die Ehrenbürgerwürde soll ihm am 19. November im Roten Rathaus übertragen werden, teilte die Senatskanzlei in der Bundeshauptstadt mit. Gauck ist der insgesamt 117. Ehrenbürger Berlins. Darunter sind lediglich fünf Frauen.
Der scheidende Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) begründete die Ehrung mit Gaucks Wirken als Staatsoberhaupt. Es gelinge ihm, die Menschen des Landes zusammenzuführen. "Auch nach außen wirkt der Bundespräsident nicht zuletzt aufgrund seines Werdegangs als glaubwürdiger und engagierter Repräsentant eines freiheitsorientierten, weltoffenen und demokratischen Deutschlands", fügte Wowereit hinzu. Auch für die Hauptstadt Berlin, der er sich stets eng verbunden fühle, setze er damit immer wieder positive Akzente.
Zuletzt erhielt 2009 der Ende 2011 verstorbene Unternehmer Werner Otto die Berliner Ehrenbürgerwürde. Bei den fünf Frauen handelt es sich um die Schauspielerin Marlene Dietrich (Verleihung posthum 2002), die Schriftstellerinnen Anna Seghers (1975) und Nelly Sachs (1967) sowie die frühere Alterspräsidentin des Bundestages, Marie Elisabeth Lüders (1958), und die frühere Oberbürgermeisterin Louise Schroeder (1957).
Quelle: epd