"Wir werden ihn vermissen" Kuder hofft auf "ebenso begeisternden Nachfolger" von Woelki
12.07.2014 · Schwerin.Die Berufung von Kardinal Rainer Maria Woelki (57) zum neuen Erzbischof von Köln ist in Mecklenburg-Vorpommern etwas zurückhaltend aufgenommen worden. Die für Kirchenangelegenheiten zuständige Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) gratulierte am Freitag in Schwerin zur Berufung und erklärte, dass die Berufung nicht überraschend sei. Woelki sei für die katholische Kirche "ein unschätzbarer Gewinn". Er habe die Herzen der Katholiken in MV und "auch derer außerhalb der Kirche" gewonnen. "Wir werden ihn vermissen", sagte die Ministerin.
Der bisherige Berliner Erzbischof folgt auf Kardinal Joachim Meisner (80), der im Februar in den Ruhestand gegangen war. Das Erzbistum Köln ist mit 2,1 Millionen Gläubigen die größte und eine der wichtigsten deutschen Diözesen.
Kuder äußerte die Hoffnung auf einen "ebenso begeisternden Nachfolger" in Berlin. Die katholische Kirche sollte zügig sowohl für Vorpommern im Erzbistum Berlin als auch für Mecklenburg im Erzbistum Hamburg die Nachfolge regeln. Papst Franziskus hatte im März das Rücktrittsgesuch des Hamburger Erzbischofs Werner Thissen (75) aus Altersgründen angenommen.
Auch die Leiterin des Katholischen Büros Schwerin, Claudia Schophuis, gratulierte Kardinal Woelki zu seiner neuen Aufgabe. Woelki habe sich in seiner relativ kurzen Zeit im Erzbistum Berlin als kompetenter und profilierter Bischof einen Namen gemacht. "Besonderer Dank gilt dem Erzbischof für seinen Einsatz für die rund 14.000 Katholiken in Vorpommern, die zum Erzbistum Berlin gehören“, sagte Schophuis.
Das Katholische Büro Schwerin ist die gemeinsame Kontaktstelle der Erzbischöfe von Berlin und Hamburg zur Landesregierung, zum Landtag sowie zu gesellschaftlichen Einrichtungen und Gruppierungen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.
Quelle: epd/kmv