Nordkirche Mehr Hilfe für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit gefordert

09.11.2013 · Kühlungsborn.

Die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, Pastorin Fanny Dethloff, hat mehr hauptamtliche Unterstützung für Kirchengemeinden bei der Arbeit mit Flüchtlingen gefordert. Immer mehr Kirchengemeinden engagierten sich mit ehrenamtlichen Angeboten. Für sie sei es entscheidend, dass dies auch durch hauptamtliche Strukturen etwa im Gemeindedienst oder in Beratungsstellen unterstützt wird, sagte Dethloff am Freitag in Kühlungsborn im Vorfeld der dreitägigen Tagung "Deutschland ist ein Einwanderungsland!" der Evangelischen Akademie.

Deutschland sei ein Einwanderungsland, auch wenn einige Menschen damit Probleme hätten, sagte die Theologin. Auf Ängste müsse seelsorgerlich eingegangen werden. Angesichts der vielen neuankommenden Flüchtlinge sei es gerade jetzt wichtig, dass die Kirche "eine Willkommenskultur für neue Nachbarn" schaffe. "Ganz gleich, wie lange die Menschen hier sich bei uns direkt aufhalten."

Einwanderung müsse gestaltet werden, brauche Angebote und aktive Mitarbeit, sagte die Pastorin. Dazu gehörten Willkommensfeste, Begrüßungsteams, Integrationslotsen sowie Aufklärung darüber, "wie unsere Kultur tickt". Kirchengemeinden könnten dafür Runde Tische gründen, Ehrenamtliche unterstützen und sich aktiv beteiligen, wenn Unterkünfte für Flüchtlinge eröffnet werden.

Quelle: epd