"Junger Gottesdienst" in Bütow Samstag, den 19.8. um 18 Uhr

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Die Geschichte der Kirche zu Bütow

Am Ende des Dorfes Bütow steht – etwas abseits von der Straße – die Kirche.

Der quadratische, aus Feldsteinen gemauerte Turm der Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Dies ist der einzige erhaltene Teil des ersten Baues. Mit einem niedrigen vierseitigen Pyramidenhelm ist der Turm gedeckt. Alljährlich nisteten Störche darauf. Nachdem das Nest im Jahre 1990 heruntergeweht worden war, wurde es wieder aufgesetzt und im Jahr darauf von den Störchen wieder bezogen.

Alle anderen Teile der Kirche wurden später erneuert. Im 15./16. Jahrhundert entstand das rechteckige Kirchenschiff aus Backstein. Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Ost- und die Nordwand in Fachwerk hochgezogen. Die Südwand ist wahrscheinlich neugotisch (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.)

Der Haupteingang hatte sich ursprünglich im Turm befunden, wurde aber bei späteren Umbauten an die Südseite mit einem in Fachwerk ausgeführten Windfang verlegt. Von dort zog sich eine Lindenallee quer über die sogenannte Gänsekoppel bis zum Gutshaus hin. Erst durch den in den späteren Jahren notwendigen Bau eines Stallgebäudes musste der Weg zur Kirche verlegt werden. Seitdem führt er von der Dorfstraße über einen Wiesenweg zum Friedhof. Während der letzten Renovierungsarbeiten  im Jahr 2000 wurde der Haupteingang wieder in den Turm verlegt.

Im Innenraum der Kirche trägt der Altaraufsatz (2. Hälfte des 17. Jahrhunderts) den Spruch: „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“. Der Altar wurde 1734 dunkelbraun übermalt. Die Rückseite trug zwei Tafeln, auf denen die Pastoren, die in der Bütower Kirche von 1548 bis 1748 gewirkt haben, verzeichnet sind. Heute sind diese Tafeln im Innenraum der Kirche sichtbar angebracht. Wichtig dabei ist, dass Mecklenburg erst am 19. Juni 1549 der Reformation beitrat, der erste reformatorische Pastor aber schon 1548 in Bütow eingesetzt wurde.

Die Orgel wurde 1908 von Marcus Runge gebaut. Das Gutachten aus dem Jahre 2002 bescheinigt: „Das Instrument ist stark verschmutzt und es ist extremer Holzwurmbefall zu erkennen.“ Die Orgel ist nicht spielbar, da der Windkanal undicht ist. Noch vor Jahren wurde stets ein Bälgetreter benötigt. Heute ist die Orgel nach einer grundlegenden Sanierung wieder spielbar.

Bis zur Grundrenovierung (1996-2002) bot das Kircheninnere ein trauriges Bild. Die Kanzel (ca. 17. Jahrhundert) war zerstört, das Gestühl und die Westempore waren stark reparaturbedürftig. Nur der Taufstein war unbeschädigt. Zwischenzeitlich war in den 60-er Jahren eine Trennwand eingezogen worden, um im Chor einen kleinen heizbaren Raum zu erhalten. In diesem befand sich der Hauptaltar, so dass für den größeren Kirchenraum ein Behelfsaltar (ein einfacher Tisch, über dem ein Kreuz an der Wand hing) eingerichtet werden musste.

In alten Berichten sind zwei Glocken im Turm der Kirche erwähnt. Eine kleine Glocke kann noch heute geläutet werden, die vermutlich größere wurde wahrscheinlich zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.

Die Renovierung der maroden Kirche begann im Jahre 1996 und zog sich bis 2002 hin. Seitdem haben die Bütower wieder ein würdiges Gotteshaus.

 

Irmgard Goerlitz (aktualisiert von G. Zopf)

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