St. Michael

Die Kapelle St. Michael. Eine „Bartning-Kapelle“
1951 wurde unsere Bartning-Kapelle aus vorgefertigten Holzbauteilen, Betonstücken, zertrümmerten Panzersperren und Trümmern der zerstörten Marienkirche unter Hilfe von Gemeindemitgliedern errichtet.
Ein Kirchenbautyp, Diasporakapelle, aus dem Notkirchenprogramm des Hilfswerks der Evangelischen Kirche Deutschlands.
Ideengeber und Architekt dieses Programms war Otto Bartning (1883–1959).
Otto Bartning zählt zu den namhaften und prägenden Architekten einer „sozialen Moderne“, also eines Baustils, der sowohl einfach als auch „menschenfreundlich“ ist.
Am 21. September 1950 erfolgte der erste Spatenstich. Am 16. September 1951 die Kirchweihe.
Bis zur politischen Wende 1989/90 war die Kapelle der einzige kirchliche Raum in der ganzen Nordstadt Neubrandenburgs. Hier wurden Gottesdienste gefeiert, Christenlehre und Kindergottesdienst fanden statt, Bibelstunde und Sitzungen. Der damalige Friedenskreis traf sich dort.
Nach 1990 kam eine ehemalige Postbaracke zur Raumnutzung der Gemeinde auf dem Grundstück hinzu. Aus diesem Grunde bestand schon lange der Wunsch nach einem größeren Raum. Dieser Wunsch und diese Notwendigkeit konnten dann 2004 im Bau des Begegnungszentrums realisiert werden.
In den Jahren 2017/18 konnte die Kapelle denkmalgerecht vollständig saniert werden. Durch wärmetechnische Verbesserungen nutzen wir sie ganzjährig. Eine vollständig befahrbare Rampe konnte angebaut werden. Mobilitätseingeschränkte Personen können nun ohne Probleme in die Kirche kommen.
Es war unser großes Anliegen, die Kapelle innen wie außen liebevoll in Bartnings Stil und Sinn nicht nur zu erhalten, sondern zu sanieren und den heutigen Erfordernissen anzupassen.
Ein Blick hinein lohnt sich.
Am 1. Advent 2018 erhielt unsere Kapelle zum Abschluss der umfassenden Sanierung eine neue Innengestaltung. Das Altarmobiliar ist von Uwe Maroske im Sinne Otto Bartnings entworfen. Die Bronzestatue „Segnender Christus“ stammt von Dorothea Maroske. Beide Künstler lebten in Lichtenberg b. Feldberg.
Ein Blick hinein lohnt sich.

Begegnungszentrum
Am 19. September wird das Begegnungszentrum der damaligen Kirchengemeinde St. Michael im Vogelviertel eingeweiht. Der erste Spatenstich erfolgte am 29.2.2024, das Richtfest fand am 4.4. statt.
Seit 2002 war Pastor Jörg Albrecht in der Gemeinde und arbeitete intensiv am Konzept und dessen Umsetzung für ein zeitgemäßes Haus für die Gemeinde und im Wohngebiet.
Seither nutzt die Gemeinde das Begegnungszentrum für Gottesdienste. Es ist jedoch ein Ort vielfältiger Begegnungen und Veranstaltungen in der Stadt. Konzerte, Diskussionsveranstaltungen, Chorproben und Musikauftritte, Feiern anderer Vereine, Wahllokal, usw.
An der Finanzierung beteiligten sich neben den Eigenmitteln der Gemeinde die Stadt Neubrandenburg, das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Mecklenburgische und die Bayrische Landeskirche. In Bayern wurde u. a. im ganzen Land an einem Sonntag eine Kollekte für dieses Projekt der Partnerlandeskirche gesammelt.
Die Umsetzung der Idee des offenen Kreuzes der Altar- und Wandgestaltung stammt vom Neubrandenburger Künstler Gerd Frick. Die Tischlerarbeiten wurden in den Diakoniewerkstätten ausgeführt.
Seit 20024 ist dieses Haus mit allen Möglichkeiten und Ressourcen aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken.
2025 konnte ein kleines Gemeindecafé noch dazu eingerichtet werden. Es ist kein öffentliches Café, aber es ist gut, in dieser Atmosphäre beieinander zu sein.
Wir wollen Begegnung ermöglichen.