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Sonderseite

Corona-Virus: Empfehlungen, Maßnahmen, Aktuelles

© pixabay
Als Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern sehen wir uns in der Verantwortung, alles daran zu setzen, um die Infektionskette des Coronavirus zu unterbrechen und damit die Ausbreitung des Virus zumindest zeitlich zu verzögern.

Auf dieser Seite informieren wir über dringende Handlungsempfehlungen für Veranstaltungen in Kirchengemeinden und Einrichtungen sowie über Online Angebote aus dem kirchlichen Leben in MV.

Für uns als Kirche gilt in dieser Situation:
  • wir tragen Verantwortung für die Menschen, die uns anvertraut sind,
  • wir sind aufgerufen zur Fürbitte, besonders für die Kranken und alle, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Dienst tun,
  • wir tun das uns Mögliche, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
Gegenwärtig verändert sich die Risikoeinschätzung angesichts des sich weiter ausbreitenden Coronavirus täglich. Deshalb können die Nordkirche und wir als Kirchenkreise nur Handlungsempfehlungen (siehe nachstehend) aussprechen, die sich auf den jetzigen Stand beziehen. Grundsätzlich gelten für alle Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern die aktuellsten Vorgaben des Landes und die Verlautbarungen und Vorgaben der Landkreise.

Stand 13. August | 15 Uhr (Update 11)

Aktuelle Empfehlungen für Kirchengemeinden in Mecklenburg und Pommern

Die Landesregierung hat am 12. August 2020 eine geänderte Verordnung zur schrittweisen Erweiterung des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie erlassen.
Das Kontaktverbot wird generell bis zum 10. September weiter empfohlen,
Die Regelungen für die Gottesdienste sind weiter als Ausnahmen zu verstehen. Zudem gelten weiterhin die Abstandsregeln (1,5 besser 2 Meter) sowie Hygienevorschriften und die Vorschrift zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz in bestimmten Bereichen und Situationen gemäß des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Wichtige Punkte, die unser kirchliches Leben betreffen, haben wir kurz zusammengestellt:

Die Auflagen für Zusammenkünfte jedweder Glaubensgemeinschaften in Kirchen, Moscheen, Synagogen, Kapellen und in ähnlichen Räumlichkeiten und unter freiem Himmel sind aktualisiert worden.

Entscheidende neue Änderungen:
  • Das bislang nur für die sonstigen Veranstaltungen geforderte einrichtungsbezogene Hygiene- und Sicherheitskonzept ist jetzt auch in Bezug auf Zusammenkünfte (Gottesdienste etc.) auf Anforderung der zuständigen Gesundheitsbehörde vorzulegen. (Vorlage siehe unten unter 1)
  • Es ist ein ergänzendes Konzept zur Verringerung der Aerosole-Belastung in den Innenräumen unter Berücksichtigung wesentlicher Faktoren wie Raumgröße und Besucherdichte zu entwickeln und umzusetzen. (Vorlage siehe unten unter 2)
  • Zusammenkünfte (Gottesdienste etc.) unter freiem Himmel mit mehr als 500 Teilnehmenden sind der zuständigen Gesundheitsbehörde im Sinne des § 2 Absatz 1 Infektionsschutzausführungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern anzuzeigen.
1. Gottesdienste unter freiem Himmel
  • Zusammenkünfte unter freiem Himmel mit mehr als 500 Teilnehmenden sind der zuständigen Gesundheitsbehörde im Sinne des § 2 Absatz 1 Infektionsschutzausführungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern anzuzeigen.
  • Es ist ein Hygiene- und Sicherheitskonzept zu erstellen, welches umzusetzen und auf Anforderung der zuständigen Gesundheitsbehörde im Sinne des § 2 Absatz 1 Infektionsschutzausführungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern vorzulegen ist.
    Hinweis: Die Vorlage für ein bereits bewährtes Hygienekonzept, das Sie angepasst an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten beim zuständigen Gesundheitsamt zur Genehmigung einreichen können, finden Sie hier (docx)
  • Aufnahme der Kontaktdaten, und zwar Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer aller Menschen, die am Gottesdienst teilnehmen – Diese Informationen dienen ausschließlich dazu, mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Hier gibt es eine Blanko-Liste mit Datenschutzerklärung (xlsx). (Hinweis: Die Kontaktdaten sind von einer Person aus der Gemeinde aufzunehmen, so das der Datenschutz gesichert ist)
  • Es wird seitens der Kirchenkreise geraten, beim Singen im Freien einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.
2. Gottesdienste in Kirchen 
Gottesdienste können wieder in Kirchen gefeiert werden, wenn folgende Punkte beachtet werden
  • Es ist ein einrichtungsbezogenes Hygiene- und Sicherheitskonzept zu erstellen, welches umzusetzen und auf Anforderung der zuständigen Gesundheitsbehörde im Sinne des § 2 Absatz 1 Infektionsschutzausführungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern vorzulegen ist.
    Hinweis: Die Vorlage für ein bereits bewährtes Hygienekonzept, das Sie angepasst an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten beim zuständigen Gesundheitsamt zur Genehmigung einreichen können, finden Sie hier (docx)
  • Es ist ein ergänzendes Konzept zur Verringerung der Aerosole-Belastung in den Innenräumen unter Berücksichtigung wesentlicher Faktoren wie Raumgröße und Besucherdichte zu entwickeln und umzusetzen.
    Hinweis: Die Vorlage für ein Konzept zur Verringerung der Aerosole-Belastung in Innenräumen, das Sie angepasst an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten auf Anforderung beim zuständigen Gesundheitsamt einreichen können, finden Sie hier
  • Einhaltung von Abstandsregelungen von mindestens 1,5 Metern besser 2 Metern Abstand zu anderen Personen und dringende Empfehlung für alle Anwesenden, eine Mund - Nase-Bedeckung (zum Beispiel Alltagsmaske, Schal, Tuch) zu tragen, wobei Kinder bis zum Schuleintritt und Menschen, die aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder wegen einer Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können und dies durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen können, ausgenommen sind.
  • Aufnahme der Kontaktdaten, und zwar Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer aller Menschen, die am Gottesdienst teilnehmen – diese Informationen dienen ausschließlich dazu, mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Hier gibt es eine Blanko-Liste mit Datenschutzerklärung (xlsx). (Hinweis: Die Kontaktdaten sind von einer Person aus der Gemeinde aufzunehmen, so das der Datenschutz gesichert ist)
  • Information der Teilnehmenden an der Zusammenkunft über gut sichtbare Aushänge und gegebenen falls Ansprache über die Verpflichtung zur Abstandsregelung und zur Einhaltung der Schutzmaßnahme finden Sie im Muster-Aushang Gottesdienst.
Nordkirche und Kirchenkreise empfehlen:
  • Es wird geraten, auf das Singen im Gottesdienst in Kirchen zu verzichten.
  • Falls für die Umsetzung der Schutz- und Hygienemaßnahmen bauliche Veränderungen notwendig sind, müssen die dafür vorgesehenen Verfahrenswege beachtet werden.
  • Emporen sollten aufgrund der meist engen Zugänge und schlechten Belüftungsmöglichkeiten möglichst nicht genutzt werden.
Weitere praktische Hinweise in den aktualisierten Handlungsempfehlungen der Nordkirche 

Bitte beachten sie zudem die Empfehlungen zum Umgang mit Kirchengebäuden und ihrer Ausstattung.

3. Feier des Abendmahls
Derzeit ist Zurückhaltung bei der Feier des Abendmahls empfehlenswert, weil hier die Gefahr der Infektion besonders groß ist. In diesem Zusammenhang hilft die Erinnerung daran, dass ein Wortgottesdienst keine Minderform von Gottesdienst ist, sondern ebenfalls die vollständige Gegenwart Jesu Christi eröffnet.
Soll im Gottesdienst trotzdem Abendmahl gefeiert werden, gelten folgende Hinweise:
  • Ein Abendmahl ist auch dann ein volles Abendmahl, wenn entweder nur das Brot oder nur der Kelch genommen werden.
  • Die Feier des Abendmahls kann als Wandelabendmahl mit Einhaltung des Abstandsgebots geschehen.
  • Es müssen Einzelkelche und Oblaten verwendet werden. Beides kann für jeweils jede teilnehmende Person einzeln auf dem Altar stehen und von den Teilnehmenden selbst genommen werden. Oblate und Kelch, die bei der Einsetzung verwendet werden, werden nicht ausgeteilt.
  • Auf symbolische Akte mit besonderem Körperkontakt (z. B. Friedensgruß) muss verzichtet werden.
4. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Angebote in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind unter strengen Auflagen gestattet. Darüber, ob und in welcher Form Veranstaltungen stattfinden, entscheidet der jeweilige Kirchengemeinderat bzw. die Dienstaufsicht. Ebenso obliegt dem KGR die Gefährdungsbeurteilung für die Mitarbeitenden. Die Hygieneanweisungen des Sozialministeriums (u.a. Räume einmal täglich desinfizieren etc.) sowie des Robert-Koch-Instituts sind bei allen Veranstaltungen zu beachten.

Nicht erlaubt sind internationale Begegnungen. Angebote der Kinder- und Jugenderholung mit Übernachtungen sind staatlicherseits wieder gestattet, ebenso wie Tagesangebote der Kinder- und Jugendarbeit (Empfehlung unten bitte beachten!). Die anfängliche Begrenzung auf maximal zehn Kinder oder Jugendliche ist aufgehoben. Außerdem ist nun die Verwendung von pädagogischem Material wieder erlaubt.

Auch das allgemeine Kontaktverbot wird in diesem Zusammenhang aufgehoben und es gelten gesonderte Regelungen. Das heißt, dass sich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen junge Menschen aus unterschiedlichen Familien treffen können. Zudem gibt es keine feste Beschränkung der Gruppengrößen. Von der grundsätzlichen Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern kann abgesehen werden, wenn sonst die pädagogische Zielrichtung des Angebots oder der Maßnahme nicht adäquat erreicht werden können. Die Unterschreitung des Mindestabstandes soll auf ein notwendiges Maß begrenzt werden. Es ist sicherzustellen, dass die gestiegenen Hygieneanforderungen beachtet und wirksame Schutzmaßnahmen  für  alle  Anwesenden  umgesetzt werden.

Aktivitäten für die Kinder und Jugendlichen sollten möglichst im Freien angeboten und  die Kinder und Jugendlichen von einer ausreichenden Zahl an geeigneten Personen betreut werden.
Bei Angeboten in Räumen sind nur solche Gebäude zu nutzen, die über ausreichend sanitäre Anlagen sowie über die Ausstattung zur Einhaltung der grundlegenden Hygienevorgaben verfügen. Die Betreuungspersonen müssen die Teilnehmenden in einer Anwesenheitsliste erfassen, die folgende Angaben enthalten muss: Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer. Die Anwesenheitsliste ist für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und der zuständigen Gesundheitsbehörde auf Verlangen vollständig herauszugeben.

Auch bei Jugendreisen, Rüstzeiten, Freizeiten etc. kann von der grundsätzlichen Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern abgesehen werden, wenn die Teilnehmenden und die Betreuenden für die Dauer des Angebots eine feste Bezugsgruppe bilden, die vom Beginn bis zum Ende des Angebots in dieser Zusammensetzung bleibt. Dabei sollte die Bezugsgruppe auf 30 Personen begrenzt bleiben. Die Bezugsgruppe soll sich aus  Personen  zusammensetzen, die ihren Wohnsitz in einem Bundesland oder in regionaler Nähe zueinander haben.

Unterschiedliche Bezugsgruppen müssen zueinander den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und sind nach Möglichkeit räumlich voneinander zu trennen.

Die Einrichtung hat außerdem ein einrichtungsbezogenes Hygiene-und Sicherheitskonzept zu erstellen, das auf Anforderung der zuständigen Gesundheitsbehörde vorzulegen ist. Dieses muss insbesondere Regelungen enthalten, wie im Fall der Erkrankung oder des Krankheitsverdachtes verfahren werden muss.

Der Landesjugendring hat eine Übersicht mit den wichtigsten Informationen zu Ferienfreizeiten erstellt, die komprimiert und übersichtlich anzeigt, was für Ferienfreizeiten möglich, und was noch nicht erlaubt ist. Hier ist diese Verordnung zu finden: https://www.ljrmv.de/ljrmv/aktuelles/meldungen/20200608_ferienfreizeiten.php

Nordkirche und Kirchenkreise empfehlen:

Übernachtungen bergen bezüglich einer möglichen Ansteckung besondere Risiken, es sollte daher genau abgewogen werden, was stattfindet und was nicht.
Bei jeglichen Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen sollten deren Eltern im Vorfeld eingehend schriftlich informiert und aufgeklärt werden. Offensiv auch darüber, dass nach einem möglichen Corona-Fall in einer Gruppe alle Teilnehmenden in Quarantäne kommen etc.
Lassen Sie sich gern im Vorfeld durch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Kirchenkreisen beraten, die auch Formulare und Info-Schreiben als Muster zur Verfügung stellen können.

Kontakte:

Referent Johannes Beykirch
Tel.: 0381- 377987-33 | Mobil: 0174-631 9270
E-Mail: johannes.beykirchelkm.de

Referat für die Arbeit mit Kindern
Barbara Schlicht
Tel.: 03834 - 8963114
E-Mail: referat-kinderpek.de 

Jugendpfarramt PEK
Pastorin Tabea Bartels
Tel.: 03834 - 8963113
Mobil: 0170 - 5320314
E-Mail: jugendpfarramtpek.de

Verordnung zur Durchführung von Angeboten und Maßnahmen der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit

Muster-Hygieneplanentwurf 

Musteranschreiben

Nordkirche und Kirchenkreise empfehlen:
Erst wenn Kitas und Grundschulen regulär wieder geöffnet sind, sollte Kindergottesdienst in kleinem Kreis stattfinden. Dies gilt auch für die Christenlehre und Kindergruppen.
 
Der reguläre Konfirmandenunterricht sollte erst nach den Sommerferien 2020 beginnen.

5. Empfehlungen für Kasualgottesdienste
In Analogie zu den oben dargestellten neuen rechtlichen Möglichkeiten und Regeln für Gottesdienste in Kirchen und im Freien können entsprechend ebenso Gottesdienste zu Kasualien, wie Bestattungen und Trauungen stattfinden.

Für Vorgespräche zu Kasualien sollten die medialen Möglichkeiten genutzt werden. Ist das nicht möglich, gelten die staatlichen Vorschriften für Besuche in fremden Familien aus beruflichen Gründen: Abstand halten, Mund- und Nasenmaske verwenden, zeitlich auf das Nötige begrenzen. Davor und danach gründliche Hygienemaßnahmen durchführen.

Bei Vorgesprächen sollen die besonderen Bedingungen des Gottesdienstes aufgrund der Corona-Pandemie angesprochen werden, etwa das Abstandsgebot für Menschen, die nicht in häuslicher Gemeinschaft leben. Es soll darum gebeten werden, Namen und Kontaktdaten der Teilnehmenden im Vorweg zusammenzustellen.

Wichtig ist der Hinweis, dass auch die Familien selbst Verantwortung für einen sicheren Ablauf des Kasualgottesdienstes tragen. Die Kirchengemeinde kann nur für angemessene Rahmenbedingungen sorgen und an die Einhaltung der Regeln appellieren. Die Regelungen für Gottesdienste und Kasualien gelten auch dann, wenn die Kasualie nicht in der Kirche, sondern z. B. im heimischen Garten der Familie stattfindet.

5.1 Gottesdienst zur Taufe
Taufen sollen während der Pandemie in der Regel als Gottesdienst außerhalb des normalen Gemeindegottesdienstes stattfinden. Der Hinweis auf einen Taufgedächtnisgottesdienst ohne coronabedingte Beschränkungen in zwei Jahren o. ä. ist sinnvoll und eröffnet Chancen in Kontakt zu bleiben.
Bei der Taufe kann auf die Mitverantwortung von Eltern und ggf. Paten und Patinnen zurückgegriffen werden.
  • Versammeln ums Taufbecken: Hier ist der Abstand zu halten und die Zahl der Personen auf ein Minimum zu beschränken.
  • Tauffamilie und Pastor*in tragen Mundschutz, wenn dieser Abstand unterschritten werden muss.
  • Taufwasser und -handlung: Das Taufwasser vorher abkochen, abkühlen lassen, in ein vorher desinfiziertes Becken geben und bis zur konkreten Handlung abdecken. Die Tauffamilie bringt das Handtuch mit.
  • Taufkerze: Am besten bringt die Familie ihre eigene Taufkerze mit.
  • Nur Familienangehörige aus dem Haushalt halten das Kind.
Weitere Hinweise in den aktualisierten Handlungsempfehlungen der Nordkirche

5.2 Gottesdienst zur Konfirmation
  • Generell sollten sämtliche Konfirmationen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Konkrete Aussagen zu Ausweichterminen können derzeit nicht getroffen werden. Es ist unabsehbar, wann die Einschränkungen für die Gestaltung von Gottesdiensten weiter gelockert werden.
  • Sofern alle zuvor genannten Regeln für Gottesdienste in Kirchen bzw. im Freien eingehalten werden können, sind in den Handlungsempfehlungen allerdings unterschiedliche Möglichkeiten aufgezeigt, um mit dieser Situation umzugehen. Das heißt: Konfirmationsgottesdienste in kleinerem Rahmen sind möglich.
  • Gottesdienste anlässlich einer Konfirmation können zudem gefilmt und weiteren Angehörigen bzw. Freunden zur Verfügung gestellt werden
5.3 Gottesdienst zur Trauung/Eheschließung
Können Trauungen nicht verschoben werden und können alle zuvor genannten Regeln für Gottesdienste in Kirchen bzw. im Freien eingehalten werden, sind Traugottesdienste bzw. Gottesdienste zur Eheschließung im kleinen Rahmen möglich.

Hierbei sind besonders zu bedenken:

  • Einzug: Es ist im Mittelgang auf genügend Abstand zur versammelten Gemeinde zu achten. Gäste des Brautpaares – Gäste der Kirche: Mit dem Brautpaar ist vorher abzuklären, wie die Zahl der Gottesdienstbesucher*innen beschränkt bleiben kann. Es gilt in jedem Fall die Obergrenze für die Zahl der Teilnehmenden, die für den Kirchenraum errechnet wurde.
  • Segen: Der Segen des Brautpaares sollte ohne Handauflegung erfolgen.
  • Rituale vor der Kirchentür: Bei geplanten Hochzeitsritualen vor der Kirche sollen die Abstandsregeln besprochen und beachtet werden.
  • Gottesdienste anlässlich einer Eheschließung können gefilmt und weiteren Angehörigen bzw. Freunden zur Verfügung gestellt werden
5.4 Gottesdienst anlässlich von Bestattungen
Gottesdienste anlässlich von Bestattungen können in Kirchen und Kapellen bzw. im Freien stattfinden, sofern alle zuvor genannten Regeln für Gottesdienste in Kirchen bzw. im Freien eingehalten werden.
  • Grundsätzlich sollen bei den im Freien stattfindenden Teilen der Trauerfeier möglichst viele Personen teilnehmen können Hinweis: Bis 150 Personen bei Einhalten aller Vorschriften im Freien erlaubnisfrei. In der Kirche/Kapelle sind der Mindestabstand von 1,5 (besser 2) Metern und die Hygienevorschriften einzuhalten.
  • Es ist zudem zu überlegen, ob den Angehörigen ein Gottesdienst oder eine andere Art des Gedenkens zum Jahrestag des Todes angeboten werden kann.
  • Gottesdienste anlässlich von Bestattungen können auf Wunsch gefilmt und weiteren Angehörigen bzw. Freunden zur Verfügung gestellt werden. Die Texte des Gottesdienstes einschließlich der Trauerpredigt können in schriftlicher Form der Familie oder den Freunden mitgegeben werden.
    Hinweis: Weltliche Bestattungen sind keine Gottesdienste.
Weitere praktische Hinweise in den aktualisierten Handlungsempfehlungen der Nordkirche

5.5 Gottesdienste in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen
Derzeit finden in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen keine Gottesdienste statt. Wenn dieses in Zukunft wieder möglich sein wird, sind neben den Handlungsempfehlungen zusätzlich die Regelungen, die für die Einrichtungen in Geltung sind, zu berücksichtigen. Möglichkeiten, über Distanzen hinweg, z. B. in einem Innenhof oder vor den Fenstern, dennoch zu feiern, sollten genutzt werden.

6. Öffnung der Kirchen
Wir empfehlen weiterhin, alle Kirchen offen zu halten. Wo möglich und sinnvoll, sollte die Außentür offenstehen, um Kontaktflächen beim Öffnen zu vermeiden.
  • Besucherinnen und Besucher, die sich nach den derzeit gültigen Regeln alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands im öffentlichen Raum bewegen dürfen, werden gebeten, sich vor dem Betreten der Kirche wenn möglich die Hände zu waschen.
  • Wenn möglich, stellen Sie ein Desinfektionsmittel am Eingang zur Verfügung. In der Kirche sollte die Möglichkeit bestehen, eine Kerze anzuzünden und sich hinzusetzen zur Stille und zum Gebet - aber bitte mit dem nötigen Abstand von zwei Metern zwischen einzelnen Personen. Ehepartner und Angehörige des eigenen Hausstands können auch zusammensitzen.
  • In den offenen Kirchen sollte möglichst nichts berührt werden.
  • Bitte weisen Sie in den Kirchen auch darauf hin, wie seelsorgerliche Begleitung möglich bzw. zu vereinbaren ist. Bitte weisen Sie dort auch auf konkrete Angebote in den Medien und auf unsere Portalseite www.kirche-mv.de hin.
7. Leitungsgremien / KGR-Sitzungen
Das Selbstorganisationsrecht des Landtags und der kommunalen Vertretungskörperschaften und sonstiger Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie die Tätigkeit der Gerichte bleiben in der neuen Verordnung des Landes (§ 8 (7) vom 08. Mai 2020) unberührt.
In Auslegung dieser Regelung ist auch das Zusammentreten der Kirchengemeinderäte in den Kirchengemeinden als möglich zu erachten, natürlich unter Einhaltung von Abstandsregelungen von mindestens 1,5 Metern besser 2,0 Metern Abstand zu anderen Personen etc.

Zudem lassen die geltenden kirchlichen Regelungen für die Kirchengemeinderäte bzw. Leitungsgremien Beschlüsse im schriftlichen Verfahren zu. Es ist auch möglich, Telefonkonferenzen oder Videokonferenzen durchzuführen. Die Beschlussfassung sollte dann jedoch per Mailabfrage dokumentiert und in das nächste Protokoll aufgenommen werden. Die Führung der laufenden Geschäfte ist nicht beeinträchtigt, da sie nach wie vor in den Händen der jeweiligen Vorsitzenden oder den vom Kirchengemeinderat beauftragten Mitgliedern liegt (§ 24 Kirchengemeindeordnung).

Bitte nutzen Sie auch bei weiteren Dienstbesprechungen und Konferenzen nach Möglichkeit vor allem Telefon- und Videokonferenzen.

Merkblatt zur Beschlussfähigkeit der Kirchengemeinderäte in Krisenzeiten

KGR Beschluss in Videokonferenz (.doc)

KGR Beschluss über Videokonferenz (.doc)

KGR Muster schriftlicher Beschluss (.doc)

Lizenzen für Videokonferenzen
Der Kirchenkreis Mecklenburg hat Lizenzen für das System Zoom vereinbart, so dass Gremien und Kirchengemeinden diese technische Möglichkeit bei Einhaltung aller Datenschutzvorgaben nutzen können.

Mehr Infos im Merkblatt Videokonferenz mit zoom

8. Großveranstaltungen weiter untersagt
Alle Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres untersagt. Großveranstaltungen bleiben bis einschließlich 31.08.2020 untersagt.

9. Freizeiten und Ausflüge verschieben
Bei Gemeindereisen, Freizeiten und Tagesausflügen sind die Teilnehmenden über einen längeren Zeitraum in einem Verkehrsmittel auf engem Raum zusammen. Das erhöht das Übertragungsrisiko. Deshalb müssen Gemeindereisen und Tagesausflüge vorerst unterbleiben.
Für Sommerfreizeiten in der Kinder- und Jugendarbeit siehe Empfehlungen unter Punkt 4.

10. Kleinere Veranstaltungen unter Vorgaben erlaubt
Veranstaltungen – damit sind nicht Gottesdienste gemeint, sondern beispielsweise kleinere Konzerte, Filmvorführungen oder Bildungsveranstaltungen (Fort- und Weiterbildungen), sind in geschlossenen Räumen (Kirchen, Gemeindehäuser) unter Beachtung bestimmter Regeln gestattet. Daran dürfen derzeit maximal 200 Personen teilnehmen. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel dürfen maximal 500 Personen teilnehmen.

Vor der Durchführung der Veranstaltung ist die Veranstaltung der zuständigen Gesundheitsbehörde anzuzeigen.
Das heißt: Die bisherige Genehmigungspflicht ist durch eine Anzeigepflicht ersetzt worden. Die einfache Mitteilung über die Durchführung ist ausreichend.

Für die Durchführung muss einmalig ein Hygienekonzept für die jeweilige Kirche vom Gesundheitsamt genehmigt werden. Sie finden hier eine Vorlage für ein bereits bewährtes Hygienekonzept (Word), das Sie angepasst an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten beim zuständigen Gesundheitsamt genehmigen lassen können.

Bei der Durchführung der Veranstaltung ist lt. Verordnung sicherzustellen, dass
  1. die Einhaltung des erforderlichen Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen den Personen (außer bei Angehörigen desselben Hausstandes) durchgängig gesichert ist – dies ergibt dann auch die maximale Platzanzahl in der jeweiligen Kirche)
  2. für jeden Teilnehmenden entsprechend ein Sitzplatz vorhanden ist,
  3. die gestiegenen hygienischen Anforderungen beachtet werden,
  4. allen teilnehmenden Personen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (zum Beispiel Alltagsmaske, Schal, Tuch) dringend empfohlen wird,
  5. die Kontaktdaten - und zwar Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer aller Menschen, die an der Veranstaltung teilnehmen – aufgenommen werden (Diese Informationen dienen ausschließlich dazu, mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Hinweis: Die Kontaktdaten sind von einer Person aus der Kirchengemeinde aufzunehmen, so dass der Datenschutz gesichert ist.) und
  6. keine Speisen und Getränke ausgegeben werden.
Handlungsempfehlung Kirchenmusik der Nordkirche

Hinweise Durchführung von Bildungsveranstaltungen

11. Besuchsrecht für Krankenhäuser und Einrichtungen
Die Betretung und der Besuch von Personen in Krankenhäusern und Einrichtungen nach dem SGB V sind untersagt. Ab dem 11. Mai 2020 sind Besuche in Krankenhäusern durch eine feste Kontaktperson oder durch die Kernfamilie (eine Person pro Tag) sowie ab dem 15. Mai 2020 in Einrichtungen nach SGB V durch eine feste Kontaktperson zulässig. In besonders gelagerten Einzelfällen (Härtefällen) können durch die Leitung der Einrichtung Ausnahmen zugelassen werden. Die Leitung der Einrichtung muss die Beachtung der gestiegenen Hygieneanforderungen und die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Meter anordnen.

Mehr zu weiteren Lockerungen in Pflegeeinrichtungen und besonderen Wohnformen unter: www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=160908&processor=processor.sa.pressemitteilung

Seelsorge
Zugang zur Seelsorge ist in diesen Tagen besonders wichtig. Ein Angebot dazu kann auch für Menschen, die unsere Kirchen aufsuchen, gemacht werden. In den Kirchenregionen/Unterregionen sollte gewährleistet sein, dass immer mindestens ein Pastor oder eine Pastorin direkt per Telefon erreichbar ist. Diese Telefonnummer sollte in der lokalen Presse, in den Gemeindebriefen und auf den Internetseiten bekannt gemacht werden.

Ökumenische Telefonseelsorge:
Beratung und Kontakt am Telefon: 08001110111 und 08001110222
Weitere Informationen sowie zur Chat- und Mailberatung: www.telefonseelsorge.de

Seelsorge-Hotline der Nordkirche
Bis auf weiteres sind täglich von 14 bis 18 Uhr ausgebildete Seelsorger unter: 0800/4540106 erreichbar.

Es kann Situationen geben, in denen ein Haus- oder Krankenbesuch dringend geboten ist. Es gibt Menschen, die nicht mehr telefonieren können. Unter Berücksichtigung aller hygienischen Schutzmaßnahmen sollte dieser Besuch wenn irgend möglich stattfinden. In Notsituationen ist menschliche Zuwendung ein Akt der Barmherzigkeit.

Beratungen und Dienste der Diakonie MV
Die Beratungsstellen der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern sind weiterhin telefonisch und elektronisch erreichbar

Verkündigung und Begleitung der Gemeindeglieder
Die Gottesdienste in ZDF, ARD und NDR sind so organisiert, dass jeden Sonntag ein evangelischer Gottesdienst oder eine Morgenfeier mitgefeiert werden kann. Dazu und zu anderen Angeboten in den Medien finden Sie auf unserer Sonderseite Online Angebote aus dem kirchlichen Leben in MV Hinweise, die Sie in den Kirchen, in Schaukästen, Gemeindebriefe etc. weiter veröffentlichen können.

Vor dem Hintergrund, dass Gottesdienste und andere Veranstaltungen unter Einschränkungen stattfinden, überlegen Sie bitte, wie Sie auch auf anderen Wegen Kontakt zu den Gemeindegliedern halten könnten, z.B. durch einen regelmäßigen (digitalen oder analogen) Versand von Andachten, Predigten, Texten zur Besinnung und zum Gebet etc.

Streaming von Gottesdiensten und Andachten
Gegenwärtig werden in den Kirchengemeinden viele digitale Angebote für Gottesdienste, Andachten etc. erstellt. Bitte beachten Sie die GEMA und VG Musik-Richtlinien

Wenn Sie selbst solche Angebote erstellen und diese gern veröffentlicht haben möchten, bitten wir Sie um eine Information/Link etc. an Daniel Vogel, E-Mail: redaktionkirche-mv.de, damit wir diese Angebote einem breiteren Kreis über unser Internetportal zur Verfügung stellen können.

Gegenseitige Hilfe und diakonische Angebote
Wir bitten Sie, Ideen zu entwickeln – freilich auch hier unter Beachtung der staatlichen Vorgabe, dass Sozialkontakte grundsätzlich zu vermeiden sind –, was an organisierter Nachbarschaftshilfe und Unterstützung gerade für ältere Gemeindeglieder oder Menschen in Quarantäne möglich ist wie bspw. Einkäufe.

Kindertagesstätten und Schulen
Für die Kindertagesstätten und Schulen gelten die staatlichen Regelungen in Mecklenburg-Vorpommern.

Kirchenchöre und Posaunenchöre
Chöre und Musikensembles, sowohl Profis als auch Amateure und Laien, können ab sofort wieder ihren Probenbetrieb aufnehmen. Dabei ist darauf zu achten, dass sich in den Probenräumen höchstens eine Person pro 10 m2 aufhalten darf. Ebenso ist ein Mindestabstand von drei Metern einzuhalten. Personen mit akuten Atemwegserkrankungen dürfen an den Proben nicht teilnehmen.
Ebenso soll die Probenzeit nicht länger als eine Stunde dauern und für Lüftungspausen unterbrochen werden. Weitere Details zu den Möglichkeiten, unter denen Chorproben stattfinden können, finden Sie hier

Geburtstagsbesuche
Wir empfehlen Geburtstagsbesuche durch Anrufe oder den Versand von Geburtstagskarten zu ersetzen, um Ansteckung zu vermeiden.

Für haupt- und ehrenamtlich Beschäftigte von Kirche und Diakonie
Auch in Einrichtungen der evangelischen Kirche und Diakonie werden allgemeine Schutzmaßnahmen getroffen. Haupt- und ehrenamtlich Beschäftigte sind angehalten, die vorbeugenden Hygiene-Maßnahmen umzusetzen. Zudem sollen Beschäftigte, die den Verdacht haben am Corona-Virus erkrankt zu sein, sich zunächst telefonisch an einen Arzt oder eine Ärztin zu wenden. Mit dem Mediziner sollen die nächsten Schritte geklärt werden, um die Infektionskette zu unterbrechen. Auf Dienstreisen, die nicht zwingend notwendig sind, sollte zunächst verzichtet werden. Die Entscheidung treffen die jeweiligen Dienstvorgesetzten.

Extra: Derzeit werden und müssen Veranstaltungen abgesagt werden. Eine Absage stellt die Veranstalter vor viele Fragen. Das Merkblatt Vertragsrecht und Coronavirus behandelt einige davon.

Rückfragen
Rückfragen zu diesen Empfehlungen richten Sie bitte an die zuständige Pröpstin oder den zuständigen Propst.

Pröpstinnen und Pröpste im Kirchenkreis Mecklenburg

Pröpstinnen und Pröpste im Kirchenkreis Pommern

Kirchenkreisverwaltung

Erreichbarkeit und Arbeitsfähigkeit der Kirchenkreisverwaltung Mecklenburg

Verlautbarungen und Vorgaben der Landkreise

Die Landkreise, in denen sich die Kirchengemeinden der Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern befinden, haben Verlautbarungen und Vorgaben veröffentlicht, die hier zu finden und zu beachten sind:

Landeshauptstadt Schwerin

Hansestadt Rostock

Landkreis Rostock

Landkreis Nordwestmecklenburg

Landkreis Ludwiglust-Parchim

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Landkreis Vorpommern-Greifswald

Landkreis Vorpommern-Rügen

Landkreis Uckermark

Bitte informieren Sie sich bei Unsicherheiten bei den örtlichen kommunalen Gesundheitsämtern und den Landkreisen.

Dokumentation der Vorgaben des Landes MV und der Handlungsempfehlungen der Nordkirche

Nachstehend sind die Vorgaben des Landes MV und die Handlungsempfehlungen der Nordkirche dukumentiert. (Bitte beachten Sie nur die aktuellsten Dokumente) Weiter oben unter "Aktuelle Empfehlungen für Kirchengemeinden in Mecklenburg und Pommern" finden Sie eine Zusammenfassung aller momentan gültigen Vorgaben und Empfehlungen.

Beschlüsse und Verordnungen der Landesregierung:
Handlungsempfehlungen der Nordkirche:



Andacht

Von Pröpstin Britta Carstensen
Kennen Sie Hanna?

Ihre Geschichte wird im 1. Samuelbuch im Alten Testament erzählt. Diese Hanna bekam keine Kinder. Für eine verheiratete Frau war das damals ein Makel, ein Versagen. Hanna selbst zerbricht beinahe an der „Warum-Frage“. Doch in der größten Verzweiflung trifft sie auf einen Menschen mit einem wachen Sinn und einem offenen Ohr. Ein Priester erkennt ihre Not und wird ihr zum Seelsorger. Er spricht lösende Worte. „Gott wird Deine Gebete erhören,“ viel mehr sagt er gar nicht. Und doch weist er ihr so einen Weg aus dem ewigen Kreisen um Schuld und Versagen. Er weitet ihren Blick auf Gottes unbekannte Möglichkeiten. An dieser Erwartung richtet sich Hannas Seele auf. Und ja, ein Jahr später wird sie Mutter. Ihren Sohn nennt sie Samuel, d.h. „den von Gott Erbetenen“.

Zu dieser Geschichte gibt es eine moderne Skulptur von Thomas Jastram. Sie steht im kleinen Ort Rosenow direkt vor der Kirche auf dem Friedhof. Diese Figur ist mir ans Herz gewachsen. Eine Frau, in stolzer Haltung. In schwingender Bewegung, zugleich die Hand wie zum Stillen an die Brust gelegt. Von erhöhter Position schaut sie über die Friedhofsmauer hinaus ins Dorf. Jeder, der zur Kirche will, geht auf sie zu bzw. muss an ihr vorbei. Nach einem ersten Befremden – eine ziemlich leicht bekleidete Frau in dieser Pose an so einem Ort – habe ich gemerkt, dass es Menschen gibt, die in dieser Figur etwas sehen, was anderen verborgen bleibt. Denn hin und wieder liegen vor ihr Blumen. Oder ein kleines Steinherz mit dem Aufdruck: „Unvergessen“ oder „Für Mutti“.  Die Frauenstatue ist  - völlig ungeplant - zu einem ganz eigenen Erinnerungs- und Andachtsort geworden. Für Mütter und Väter, Kinder, vielleicht schon lange verstorben, aber immer noch präsent. Schmerz, Dankbarkeit, Hoffnung auf Trost -  all das spricht aus diesem ungewöhnlichen Gedenkort. Mich berührt das.

Die biblische Hanna erlebt am eigenen Leibe, dass nichts so bleiben muss, wie es ist. Gott kann Kummer und Erniedrigung wenden. Er schafft in der Wüste Leben und kehrt bedrängende Verhältnisse um. Hoffnung gewinnen, das Leben auskosten, Lebendigkeit weitergeben – dass das wider Erwarten möglich ist, dass Gott das geben kann – von diesem Geschenk erzählt uns die biblische Hanna. Lebendigkeit spüren, den Kopf erheben, sich selbst wiederfinden - davon erzählt auch die Steinfigur auf dem Rosenower Kirchhof all den Trauernden, Nachdenklichen, Angefassten, Sehnsüchtigen.

Hanna – das ist eine meiner kleinen Mutmach-Lieblingsgeschichten. Ich jedenfalls trage sie im Herzen. Sowohl die Hanna aus der Bibel – als auch die aus Stein. 

Gebet

Guter Gott, ich bitte dich darum,
dass mich keine Furcht überkommt.
Guter Gott, lass mich besonnen
und mit klarem Blick erkennen,
was ich hier und heute tun kann.
Guter Gott, lass mich gut für mich
und meine Lieben sorgen.
Guter Gott, zeige mir, wie ich
anderen Menschen helfen kann.
Amen

Grundsätzliche Infos für alle

Infektionen vorbeugen - 10 wichtige Hygienetipps (PDF)

Hygienemaßnahmen des Robert Koch Instituts (PDF)

Checkliste für die Versorgung im Nofall (PDF)

Hotline des Bundesgesundheits-Ministeriums: 030 346 465 100

Hotline der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: 116 117

Hotline Sozialministerium MV:
Für Fragen rund um Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen: 0385/588 19997, 0385/588 19998 und 0385/588 19999.
Für Fragen zu Pflege und sozialen Einrichtungen: 0385/588 19995.
Alle Hotlines sind wochentags bis 18 Uhr besetzt.

Sie erreichen die Telefonseelsorge bundesweit unter: 08001110111 und 08001110222

www.telefonseelsorge.de


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