"Grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen" Pommerscher Kirchenkreisrat entzieht Amtsleiter das Vertrauen

19.10.2022 · Weitenhagen/Greifswald. Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) hat dem Leiter des pommerschen Kirchenkreisamts, Hartmut Dobbe, einstimmig das Vertrauen entzogen. Der Kirchenkreisrat vertrete grundsätzlich andere Auffassungen hinsichtlich konzeptioneller Leitungsarbeit sowie in Bezug auf die Führung von Mitarbeitenden als Hartmut Dobbe.

Dies habe sich in den zurückliegenden Wochen und Monaten immer stärker herauskristallisiert, hieß es aus den Reihen des Gremiums zur Begründung. „Der Kirchenkreisrat hat Zweifel daran, dass die ordnungsgemäße Führung der Amtsgeschäfte durch Hartmut Dobbe noch gewährleistet ist“, so der Beschluss. Alle weiteren dienstrechtlichen Schritte obliegen nun dem Landeskirchenamt der Nordkirche.

 

Synode wurde umgehend informiert

 

Der Vorsitzende des Kirchenkreisrats, Propst Gerd Panknin, teilte Hartmut Dobbe die Entscheidung des KKR heute früh in Begleitung weiterer Mitglieder des Gremiums mit. Anschließend wurden noch am selben Tag die Mitarbeitenden des Kirchenkreisamts, die Mitglieder der Kirchenkreissynode sowie die pommerschen Kirchengemeinden informiert. Die Fortführung der Amtsgeschäfte wurde mit den Abteilungsleitenden verabredet.

 

Die pommersche Kirchenkreisverwaltung wird als „Pommersches Evangelisches Kirchenkreisamt“ bezeichnet. Das Kirchenkreisamt kümmert sich als Dienstleister um die Verwaltungsgeschäfte des Kirchenkreises und der 139 pommerschen Kirchengemeinden.

Quelle: PEK (sk)