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LOCATION:Stiftskirche zu Bützow Kirchenstraße 18246 Bützow
SUMMARY:OrgelkonzertMecklenburger Romantik EINE MUSIKALISCHE
PILGERREISE zu Instrumenten der Orgelbauerfamilie Friese
DESCRIPTION:Domorganist Christian Skobowsky (Ratzeburg) spielt Werke von Felix
Mendelssohn Bartholdy (Sonate IV B-Dur), Johannes Brahms, Théodor
Dubois und César Franck (Choral II h-Moll), gespielt an der
Friedrich-Friese-Orgel von 1877 Eintritt frei – Spende erbeten
Christian Skobowsky Christian Skobowskys Begeisterung für das
Orgelspiel wurde in der Erlöserkirche seiner Heimatstadt Potsdam
geweckt. Folgerichtig studierte er in Dresden und Halle Kirchenmusik
u.a. bei Hansjürgen Scholze und Volker Bräutigam. Seine erste
Wirkungsstätte war die Schweriner St. Paulskirche mit ihrer
Friese-Orgel von 1869, deren Restaurierung er initiierte. Zusammen mit
der erneuerten Orgel entdeckte er die Musik des 19. Jahrhunderts für
sich, ohne das barocke und klassisch-moderne Repertoire zu
vernachlässigen. So enthält seine erste CD ein Orgelporträt aus der
Paulskirche mit Werken von J. S. Bach bis Olivier Messiaen.
Zwischenzeitig lebte Christian Skobowsky in Freiberg, wo er an den
Silbermann-Orgeln des Domes musizierte und seine Auseinandersetzung
mit der Musik von Froberger, Biber, Bach und norddeutschen Komponisten
in verschiedenen Aufnahmen dokumentierte. Die künstlerische Leitung
des 82. Bachfestes der Neuen Bachgesellschaft eröffnete ihm die
einmalige Gelegenheit, seine Affinität in einem klingenden Kompendium
zu entfalten und zu teilen. Seit 2007 bietet der Ratzeburger Dom mit
seinen drei Orgeln Christian Skobowsky die Möglichkeit, sich neben
liebgewonnenen Tätigkeiten im Bereich der Alten Musik neuen Aufgaben
zuzuwenden. 2023 spielte er englische Orgelmusik in zwei Konzerten des
Schleswig-Holstein Festivalchores, 2024 bestreitet er eine Pilgerreise
zu den Instrumenten der Orgelbauerfamilie Friese in Mecklenburg mit
den Mendelssohn-Sonaten und Hauptwerken César Francks. Christian
Skobowsky ist nicht nur Organist, sondern ebenso leidenschaftlich
Chorleiter. 1993 gründete er das Schweriner Vocalensemble, mit dem er
die 1764 entstandene Passsion »Der sterbende Heiland« des
mecklenburgischen Hofkapellmeisters J. W. Hertels
erstwiederaufgeführt hat. Mit dem Ratzeburger Domchor brachte er
Monteverdis Marienvesper, Cathedral Music von William Boyce, Haydns
Schöpfung, die Oratorien Mendelssohns, Puccinis Messa di Gloria, die
Requien von Mozart, Brahms, Fauré und Duruflé, Distlers
Weihnachtsgeschichte und De profundis von Marcel Dupré sowie Kantaten
und Oratorien J. S. Bachs, zuletzt die Messe h-Moll, zum Klingen. Am
liebsten konzertiert Christian Skobowsky an alten Orgeln und mit
jungen Musikerinnen und Musikern, aus denen auch das Barockorchester
der Ratzeburger Dom-Music besteht, und von denen er wertvolle
aufführungspraktische Anregungen erhält. Am höchsten schlägt sein
Herz, wenn er Menschen beim Singen begleiten kann. Die nordostdeutsche
Orgellandschaft ist mit klangschönen Instrumenten insbesondere des
19. Jahrhunderts – dem Zeitalter der Romantik (Caspar David
Friedrich) – ausgestattet. Hundert Jahre später entsprachen sie
nicht mehr dem Zeitgeschmack, man konnte sich jedoch oft keine
modernen Neubauten leisten. Welch ein Glück, denn so blieben die
alten Damen nicht nur erhalten, sondern konnten in den letzten
Jahrzehnten liebevoll restauriert werden oder rekonstruiert, wo sie
zuvor unvorteilhaften Veränderungen unterzogen wurden. So besitzen
wir heute nicht nur interessante Barock- und neue Orgeln, sondern auch
die Vertreterinnen des grundtönigen warmen Klangs der Romantik. Diese
Situation widerspiegelt sich auch im Orgelmuseum in der Klosterkirche
Malchow, das im vergangenen Jahr mit einer Sonderausstellung die
Erhaltungsgeschichte der Orgeln Mecklenburgs dokumentiert hat. Eine
besondere Rolle spielen die Orgeln der sich über vier Generationen
erstreckenden Orgelbauerfamilie Friese, deren letzter Vertreter uns
bis heute eine Fülle interessanter Orgeln hinterlassen hat. Vor etwa
25 Jahren wurde eine ganze Reihe größerer Friese-Orgeln restauriert
und rekonstruiert: etwa in der Schelfkirche Schwerin, in Bützow,
Ludwigslust, Malchin, St. Georgen Parchim und der Schweriner
Paulskirche. Was die Friese-Orgeln auszeichnet, ist ihre ausgewogene
Balance zwischen klanglicher und technischer Bodenständigkeit,
mecklenburgischer Klarheit und in der Intonation einem Hauch
weltoffenem Charme. Christian Skobowsky hat das Jubiläum der
Wiedereinweihung seiner damaligen Orgel 1999 in der St. Paulskirche
Schwerin zum Anlass genommen, sich nun im Jahr 2024 auf eine
musikalische Pilgerreise zu begeben, um Frieses Orgeln mit
romantischer Musik zum Klingen zu bringen. Dabei lässt sich der
Ratzeburger Domorganist nicht nur von den wertvollen Instrumenten und
ihren Kirchenräumen inspirieren, sondern ist auch in seiner
Musikauswahl fündig geworden. Friedrich Friese hat seine Lehrzeit
zwischen 1848 und 1854 bei Buchholz in Berlin und Cavaillé-Collin
Paris verbracht, Felix Mendelssohn Bartholdy war bis 1845 preußischer
Generalmusikdirektor in Berlin, der Pariser Organist und Komponist
César Franck ließ sich 1859 eine Cavaillé-Coll-Orgel bauen – und
so liegt es auf der Hand, Mendelssohns sechs Sonaten (1845) und die
großen Werke César Francks zu spielen. Die Pilgerreise findet –
und dafür gebührt allen Partnern Dank – als Veranstaltung der
jeweiligen ev.-luth. Kirchengemeinden, der Ratzeburger
Domkirchengemeinde in Kooperation mit dem Förderkreis der Kirche in
Kirch Mummendorf (Orgelfahrt) und dem Mecklenburgischen Orgelmuseum
(Matinee) in Zusammenarbeit mit dem Leiter des Orgelmuseums Friedrich
Drese statt
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DTSTART:20240818T170000Z
DTEND:20240818T180000Z
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URL:https://www.kirche-mv.de/veranstaltung/107271
ORGANIZER:Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bützow
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