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Ev.-Luth. Kirchengemeinde Alt Meteln-Cramon-Groß Trebbow

Wir über uns


Pastor Markus Seefeld







"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!"  Markus 9,24.


 




Liebe Gemeinde und Freunde, liebe Leserinnen und Leser!
Wer hätte gedacht, dass die Jahreslosung für dieses Jahr so treffend sein würde: Ich glaube; hilf meinem Unglauben. In wenigen Wochen hat sich weltweit eine Krankheit ausgebreitet, die enorm viel Verunsicherungen bei uns auslöst und unser ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellt. Und dann hören wir die Worte, die wie ein Gebet klingen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Mk 9, 24). Wie sehr brauchen wir gerade ein bisschen Glauben und Vertrauen.

Ein Vater bringt seinen kranken Jungen zu Jesus. So viel hatte er schon versucht. Auch zu seinen Jüngern hatte er ihn schon gebracht. Aber vergebens. Die Symptome deuten auf Epilepsie. Bei Matthäus ist in derselben Geschichte von einem »mondsüchtigen Knaben« die Rede. Epilepsie ist oft mit dem Mond in Verbindung gebracht worden. Ob bestimmte Mondphasen die Auslösung eines Anfalls befördern, ist umstritten. Ein »stummer Geist« sei es, von dem sein Sohn besessen sei. Auch das passt zur Epilepsie, bei der manchmal das Sprachzentrum zeitweise gelähmt ist. Der Vater setzt nun alles auf Jesus, auch wenn sein Vertrauen durch die vielen vergeblichen Erfahrungen erschüttert ist. „Wenn du es vermagst“, fügt der Vater hinzu. Jesus nimmt diesen Zweifel auf und sagt: Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!

Wie soll er denn glauben, wo er schon so viel versucht hat. Wie soll er denn hoffen, wo nicht mal die Jünger helfen können. Ich kann mir vorstellen, dass der Vater innerlich zerrissen ist, als er den Satz ausruft, der uns das Jahr über begleiten soll: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Ich denke, wir kennen alle solche Situationen des Hin – und Hergerissenseins zwischen Verzweiflung und Hoffnung, Vertrauen und Skepsis, Glauben und Unglauben. Theologen haben sich seit jeher mit dieser Seite des Glaubens beschäftigt. Manche Geistliche haben von der dunklen Nacht gesprochen. Auch Martin Luther kannte diesen wechselhaften Zustand sehr gut und hat sogar von der dunklen Seite Gottes gesprochen.

Dem Glauben und dem Unglauben ist die Sehnsucht nach Gott gemeinsam. Sie gehört unserem Leben, zu dem Gott uns geschaffen hat. Darum ist dieser Satz wohl auch zur Losung gewählt worden, weil es eben erlaubt ist, zu zweifeln, weil es zu unserem Menschsein gehört, verzweifelt sein zu dürfen und dass wir von dieser dunklen Seite auch als gläubige Christen erschreckt sein dürfen. Wir dürfen unseren Unglauben auch mal zulassen.

Und dann, finde ich, wirken die Worte des Vaters wie ein Gebet: Ich glaube; hilf meinem Unglauben. Er vertraut sich Jesus an mit seinem Glauben, mit seiner Hoffnung, mit seinem Unglauben, mit seiner Verzweiflung. Und Jesus verurteilt nicht, dass er seinen Zweifel äußert und zugibt. Jesus nimmt ihn an mit seiner Stärke und mit seiner Schwäche, einfach so wie er ist und vollbringt das Wunder und heilt den Jungen.

Aber der Kern ist vielleicht, dass uns diese Worte, mit denen der Vater sich an Jesus gewandt hat, als Gebet begleiten könnten, gerade in dieser unwirklichen Zeit.

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Es kann unser Gebet sein, wenn wir oder Menschen in unserer Nähe krank sind.

Oder wenn wir Hoffnung schöpfen.

Ich glaube; hilf meinem Unglauben, das können wir beten, wenn wir die Welt, so wie sie jetzt ist nicht aufgeben wollen und manchmal schon gegen alle Vernunft an ihre Rettung glauben möchten.

„Ich glaube; hilft meinem Unglauben“ sind Worte, die wir immer sagen können und trotzdem darauf vertrauen, dass Jesus da ist.

Amen.  
Ihr Pastor Markus Seefeld

 


Stefan Sieler
Liebe Leserinnen und Leser,

mit der Jahreslosung und unseren Gedanken dazu begrüßen wir Sie auf unserer Internetseite. Wir – das sind rund 1.300 Christen unserer Kirchengemeinde Alt Meteln–Cramon–Groß Trebbow. Am 1. Januar 2014 haben wir uns aus den bislang drei selbständigen Kirchengemeinden zusammen geschlossen. Zuvor gab es bereits zwei Zusammenschlüsse. So gehörten die Kirchengemeinden Zickhusen und Alt Meteln schon zusammen und die Kirchengemeinden Groß Trebbow und Kirch Stück. Sie sehen, unsere heutige Kirchengemeinde ist über viele Dörfer nördlich von Schwerin verteilt und besitzt fünf Kirchen. In Zickhusen, an der Bundesstraße 105 zwischen Schwerin und Wismar, steht die jüngste, 1827 fertig gestellt. An derselben Straße,  nur deutlich näher an Schwerin, die älteste Kirche: bereits Ende des 13. Jahrhunderts wurde der Bau in Kirch Stück bewerkstelligt. Cramon bekam im 14. Jahrhundert seine Johanniter-Kirche, Alt Meteln vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, Groß Trebbow baute sein Gotteshaus im 15. Jahrhundert. Unsere vier Fördervereine haben also alle Hände voll zu tun und unterstützen uns sehr gut beim Erhalt der Gotteshäuser und historischen Pfarranlagen, wie der in Cramon. Ganz besonders am Herzen liegt uns derzeit unser ältestes Gotteshaus in Kirch Stück. Es soll in den kommenden Jahren wieder in alter Schönheit entstehen und zugleich der Pflege der plattdeutschen Sprache dienen. Schon jetzt gibt es dort Gottesdienste „up platt“. Darum bemüht sich unser Kirchenältester Jürgen Hansen sehr – auch mit einem Förderverein.  Die Hörer von NDR 1- Radio MV kennen Jürgen Hansen mit seinen plattdeutschen Morgenandachten.
Im Zusammenhang mit der Dokumentation unserer Kirchen und der Gestaltung dieser Seiten danken wir besonders dem Schweriner Kameramann Dirk Bethage, Mitglied des Fördervereins "Kirche und Pfarrhofensemble Cramon e.V., für die vielen professionellen Fotos, die er uns unentgeldlich zur Verfügung gestellt hat. Die Luftaufnahmen stammen von dem Dalberger Hobby-Piloten Wolfgang Voß. Auch ihm vielen Dank.

Ihr Stefan Sieler, Vorsitzender des Kirchengemeinderates

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