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Neues Leben im Alter

Andachten und Impulse

Liebe Leserinnen und Leser!


schaut auf das Ziel, dass Gott mit seinem Volk hat!, so könnte man die Botschaft des Propheten Sacharja überschreiben. Er führt den Menschen, die ihm zuhören, vor Augen, dass Gottes Gedanken viel mehr umfassen als den gegenwärtigen Augenblick. Es ist direkt eine Wohltat, dass er über die Gegenwart hinaus spricht.

Ich spüre ja selbst, wie sehr mich der gegenwärtige Augenblick gefangen nimmt, als ob es nichts anderes gäbe als Corona und den damit verbundenen Belastungen! Auch damals war das wohl so: Endlich waren die Menschen aus dem Exil nach Jerusalem heimgekehrt, endlich war nach langem Ringen die Erlaubnis da, den Tempel endgültig wieder aufzubauen. Doch kaum einer hatte Zeit dafür! Hatte man nicht mit dem eigenen Leben schon genug zu tun? Erst mal das auf die Reihe bringen, bevor man sich für das Gotteshaus engagiert!
Das ist der alte Streit, ob Kultur und Religion erst verwirklicht werden, wenn das leibliche Wohl gesichert ist?

Der Prophet Haggai, der zur selben Zeit wie Sacharja in Jerusalem wirkt, macht deutlich, dass dieser Tempel als Symbol des Glaubens in Wahrheit das Herz des Volkes ist. Und wenn das Herz fehlt, kann alles andere nicht gedeihen.
Sacharja aber schlägt den Bogen noch weiter in seinen Visionen über Gottes Zukunftsplan für Israel.

Was sah der Prophet? Es scheint uns ganz vertraut: „Tochter Zion freue Dich, juble laut Jerusalem!. Siehe, dein König kommt zu Dir.“

Bild: Friedbert Simon in Pfarrbriefservice.de
So singen wir im Advent und erinnern uns, wie Jesus vor seiner Kreuzigung in Jerusalem einzog (Matthäus 21,4-5). Schon damals wurden einige erinnert an das Wort des Propheten Sacharja, denn Jesus ritt auf einem Eselsfüllen und die Eselsmutter zog mit ihm. Was für ein Bild für den erwarteten von Gott gesalbten Königsnachfolger!

Der Friedenskönig übt seine Herrschaft ohne Druck und Machtmittel aus, er kommt nicht wie ein triumphierender Feldherr auf seinem Schlachtross. Und dennoch war der Weg Jesu für seine Nachfolger kaum zu verstehen, denn er führte ihn ans Kreuz. Erst nach Jesu Auferstehung konnten sie erkennen, dass es dem Sohn Gottes, dem von Gott gesalbten Herrn um viel mehr als um weltliche Macht geht.  
Ohne Druck- und Machtmittel regiert er und seine weltweite Herrschaft gründet auf seinem „Frieden gebietenden“ Wort  (Sacharja 9,10 b), beschreibt es der Prophet in seiner Schau.

„Jesus ist kommen, der König der Ehren; Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt! Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren; öffnet ihm Tore und Türen fein bald! Denkt doch, er will euch die Krone gewähren. Jesus ist kommen, der König der Ehren. (EG 66,5).

So wie damals der Tempel nur ein Symbol dafür sein sollte, wo das Herz des Volkes schlägt, wird ganz deutlich, dass Jesus Christus keine Druck- und Machtmittel braucht, weil Sein Wort in den Herzen der Menschen, die zu ihm gehören, wohnt. So haben später Jesu Nachfolger erkannt und bestätigt, dass das, was der Prophet über den Messias, den Christus, gesagt hatte, in Jesus erfüllt ist.
Der Prophet aber führt den Blick weiter in eine  noch kommende Zukunft, denn er spricht davon, dass Jesu  „Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde“ (Sacharja 9,10b) Dann wird Gottes geliebtes Volk endlich wieder zusammengeführt, Kriegswaffen werden nicht nötig mehr nötig sein, weil alle Nationen und Völker IHN, Jesus als den von Gott eingesetzten König erkennen und anerkennen werden. Ja, Sacharja spricht davon, dass Jesus doch auch für sein geliebtes Volk Israel am Kreuz gestorben ist und sein Blut vergossen hat, damit alle gerettet werden sollen.(Sacharja 9,11a)

Es ist eine Verheißung für Gottes geliebtes Volk, dass sich damals angesichts der großen Aufbauarbeit gerade so zerschlagen und unbedeutend vorkommt. Und es ist eine Erinnerung für uns, auf wen wir warten:

Bild: Friedbert Simon in Pfarrbriefservice.de
Gott spricht:
 „Siehe, dein König (Jesus) kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.
10 Denn ich will die Wagen vernichten in Ephraim und die Rosse in Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden.  
Er, dein König (Jesus), wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.
11 Auch lasse ich um des Blutes seines Bundes  willen deine Gefangenen frei.“ (Sacharja 9, 9b-11a)


Wenn Jesus kommt, darauf warten wir, daran erinnern wir uns in den Adventwochen, dann wird Jerusalem, Israel als das von Gott geliebte Volk und auch wir mit ihnen einstimmen in den immerwährenden Jubel: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze!“ (Sacharja 9,9a)
               

Herzlich  Ihre Katharina Seuffert

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