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Morgenandacht

Von Katharina Gralla, Timmendorf

Gönnen

„Keiner ist schlimmer als einer, der sich selbst nichts gönnt.“ Das steht in der Bibel. Es ist also kein neues Phänomen, wenn Menschen recht streng und angespannt wirken und wenig lachen. Schon gar nicht über sich selbst.

Im Inneren quälen dann Sätze, die eng und ängstlich machen: Du bist nicht gut genug, du bist schuld, du bist nicht zum Vergnügen auf der Welt.

Keiner ist schlimmer als einer, der sich selbst nichts gönnen kann. Denn er gönnt auch anderen nichts. Ihre Freude, ihre Leichtigkeit, ihr Glück, ihr Urlaub, ihr Spaß, ihre Gesundheit, alles wird zum Grund, sich zu ärgern und wütend zu sein.

Was tun? Andere Sätze hören und ins Herz sickern lassen. Zum Beispiel von Bernhard von Clairvaux, der vor 900 Jahren Mönch war. Er lebte in dem Vertrauen, dass die unbedingte Liebe Gottes zu jedem Menschen die Grundlage dafür ist, sich selbst zu lieben. Deshalb schreibt er: Gönne Dich Dir selbst.

Ich sage nicht: Tu das immer; ich sage nicht: Tu das oft, aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für Dich selbst da. Gönne Dich Dir selbst.


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Evangelische Kirche im NDR, Redaktion Schwerin
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