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Ev. Kirchengemeinde Jarmen-Tutow

Kirchen


Jarmen
Tutow
Zemmin
Groß Toitin
Die Ev. Kirchengemeinde Jarmen-Tutow ist seit 1998 ein Zusammenschluss der Kirchengemeinde Jarmen und der Kirchengemeinde Tutow mit jeweils einer Pfarrstelle in beiden Orten.

Von den insgesamt sieben Kirchen und Kapellen der Kirchengemeinde sind drei besonders erwähnenswert. Die St.-Marien-Kirche in Jarmen wurde im Jahre 1863/1864 erbaut. An ihr hat der berühmte Architekt Stühler mitgewirkt. Die drei Fenster im Chorraum der Kirche aus dem Anfang des 20. Jh. zeigen die "Ankündigung der Geburt Jesu", die "Geburt" und die "Auferstehung". Im "Weihnachtsfenster" ist neben der Geburtsszene auch eine Darstellung der Weisen aus dem Morgenland aufgenommen. Die Jarmener Kirche besitzt eine der ältesten Glocken der Pommerschen Ev. Kirche aus dem Jahre 1409.
 
Die Kirche in Tutow ist ein moderner zwölfeckiger Bau, der 1991 eingeweiht wurde. Die äußere Form erinnert an ein Zelt. Die zwölf Ecken symbolisieren die zwölf Apostel. Ihre Namen und Attribute sind im Altarraum eingraviert. Da die Kirche eine flexible Raumgestaltung ermöglicht, lassen sich die unterschiedlichsten Veranstaltungen in ihr realisieren. Neben einem Raum für die Kinderarbeit befinden sich in der Kirche ein Büro und eine Teeküche.
 
Die älteste Kirche der Gemeinde steht in Zemmin. Ihr Alter ist nicht mehr genau zu bestimmen (ungefähr 15. Jhd.) In der Zemminer Dorfkirche steht ein wertvoller Marienaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert. In der Mitte dieses Flügelaltars ist Maria im Strahlenkranz und in den Seitenfeldern die zwölf Apostel zu sehen.

Alt Plestlin
Bentzin
Leussin
Der Chor der Alt Plestliner Kirche wurde vermutlich im 14. oder 15. Jahrhunderterrichtet. Der nur wenig breitere Saal und der Unterbau des Westturms wurden wahrscheinlich nachträglich angefügt. Im 17. Jahrhundert wurde die aus Feldstein gebaute Kirche grundlegend erneuert. Dabei erhielt sie die segmentbogigen Fenster und Portale mit Gewänden aus Backstein und ein im Osten gewalmtes Ziegeldach. Aus dieser Zeit stammt auch der quadratische Fachwerkaufsatz des Turmes mit oktogonalem schiefergedecktem Spitzhelm. 1989 erfolgte eine Erneuerung des Fachwerks. Der Unterbau des Turmes ist verputzt und ist mit einem goldenen Kreuz auf einer Kugel bekrönt. Er besitzt ein breites Westportal. Eine der beiden Glockenwurde um 1500 gegossen, die andere 1603.

An den Ecken des Ostgiebels des Chores befinden sich Stützpfeiler. Die Chorfenster sind innen in großen Nischen eingelassen. Bei einer Renovierung wurde 1842 die hölzerne Flachdecke eingezogen. Die Westempore stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert und wurde bei der Renovierung vergrößert.

Der Kanzelaltar wurde um 1800 gebaut. Der Corpus eines Kruzifixes aus der Zeit um 1300 wurde mit den in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts geschnitzten Figuren der Maria und des Apostels Johannes zu einer Kreuzigungsgruppezusammengestellt. Eine Figur der Maria mit dem Kind wurde im 15. Jahrhundertgeschnitzt.

Die Orgel von 1890 stammt aus der Werkstatt des Stralsunder Orgelbauers Paul Mehmel. Ihr dreiteiliger Prospekt ist in Neurenaissanceformen mit Rundbögen und kannelierten Pilastern gestaltet.