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In Salem fand die Mitarbeitertagung der Jugendarbeit statt

Zwischen Stern und Kreuz

Von Janett Harnack

Die MAT-Band besteht aus Mitarbeitenden in der Jugendarbeit und spielt nur zur MAT. Geleitet wird die Band von Andreas Braun aus Rostock (2.v.l.).
19.01.2020 ǀ Salem.  Die Mitarbeitertagung der Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern (MAT) ist auch in diesem Jahr dem Anspruch gerecht geworden, vielfältig neue Impulse über die Mitarbeitenden in der Jugendarbeit in die Gemeinden zu bringen, die eigene Spiritualität zu stärken oder vielleicht auch wieder neu zu entdecken.

„Die MAT ist das schönste Fest des Jahres mit sehr ernsthaftem Arbeiten an den Themen.“ Mit diesem Satz outete sich Bischof Tilman Jeremias gleich zu Beginn der dreitägigen Tagung für Mitarbeitende in der Jugendarbeit vom 7. bis 9. Januar in Salem in seinem Grußwort als Fan. Dann ging er zurück zu seiner Geige in die MAT-Band.

Inzwischen zu einer gemeinsamen Sprengelveranstaltung geworden, stand die MAT in diesem Jahr unter dem Thema: „Aus tiefer Not – jauchzet, frohlocket“ und nahm damit die Spannungsfelder unseres Lebens und unserer Arbeit in den Blick. Spiritualität zog sich wie ein roter Faden durch die drei Tage. 189 Mitarbeiter hatten sich einladen lassen.

In der Bibelarbeit zur Jahreslosung und deren Kontext folgte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt der Spur der „Unmöglichkeit der Möglichkeit des Glaubens“ mit Beispielen von Luther bis Bonhoeffer. Sich selbst verlassen und glauben, die Möglichkeit des Gebetes, sich immer wieder in diese Lebenshaltung einzuüben und sich von Jesus mit dieser Lebenshaltung an die Hand nehmen zu lassen, waren unter anderem ihre Themen.

In 14 verschiedenen Workshops von Gebetshocker bauen über die Konzeption spritzig-witziger Andachten oder fröhlichpoppige Musik war das Haus in Salem vom „Spirit“ der Teilnehmer erfüllt. Abgerundet am Abend von der Breakdance-Crew Typhon aus Rostock, die extra zum Tagungsthema atemberaubenden Tanz-Geist-Schwung in die Turnhalle brachte.

Wege zur Stille einüben

Die Hamburger Pastorin Kirstin Faupel-Drevs führte in ihrem Hauptreferat auf einen begeisternden Gang zwischen „Stern und Kreuz“. Über die große Kraft der Stille, die Erfahrung einer „Nicht-Andacht“ und das Geschenk der „Not-to-do-Liste“ führte sie die Teilnehmenden zu der Frage: Wie erfahren Menschen Spiritualität? Da wird kirchliche Arbeit konkret.

Pilgerwege führten durchs ganze Tagungshaus, es wurden Wege zur Stille eingeübt oder im Bewegungsworkshop Glauben als Resonanz entdeckt. Nach einem Abendmahlsgottesdienst mit Hoffnungsautomaten rundete das legendäre MAT-Fest mit Buffet und Tanz diesen intensiven Tag ab.

Die diesjährige MAT ist wieder dem Anspruch gerecht geworden, vielfältig neue Impulse über die Mitarbeitenden in der Jugendarbeit in die Kirchengemeinden zu bringen. Die eigene Spiritualität zu stärken oder vielleicht auch wieder neu zu entdecken. Ein guter Start in das neue Jahr mit vielfältigen Ideen und Anregungen, von denen nicht nur Christenmenschen profitieren werden.

Die immer wieder tolle MAT-Band aus Mitarbeitenden unter der Leitung von Andreas Braun trug mit ihrer frischen Musik und der Einladung zum gemeinsamen Singen durch die Tage. In einem der Lieder heißt es: „Danke für das Leben, danke für die Liebe und diesen Augenblick. Danke für die Freiheit, danke für die Freude und für die Musik.“
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 03/2020

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