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Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag

Bischof von Maltzahn predigt in Bützower Stiftskirche zum Antijudaismus

19.11.2018 ǀ Bützow.  Zu einem besonderen ökumenischen Gottesdienst wird kommenden Mittwoch (21. November) um 19.30 Uhr in die Stiftskirche Bützow eingeladen. Die Predigt am Buß- und Bettag hält der Schweriner Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn.

„Der Gottesdienst schließt die ökumenische Friedensdekade und zugleich unsere erste Veranstaltungsreihe zum antijüdischen Relief in unserer Kirche ab“, blickt Pastorin Johanna Levetzow voraus. Mitwirkende im Gottesdienst seien mit Pastorin Christine Oberlin und Pfarrer Tobias Sellenschlo ebenfalls Vertreter der Reformierten bzw. der Katholischen Kirche. „Wir freuen uns, dass Bischof v. Maltzahn den Umgang mit dem Erbe christlichen Antijudaismus‘ in der Geschichte sowie die Herausforderungen aktuellen Antisemitismus in unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt seiner Predigt stellen wird“, so Pastorin Levetzow.

Hintergrund: Renovierungsarbeiten an der Stiftskirche haben ein für jüdische Gläubige blasphemisches Relief aus dem Mittelalter wieder sichtbar gemacht. Seit Jahren setzen sich die evangelische und katholische Kirche in Deutschland mit der Geschichte des Antijudaismus im Christentum auseinander. Der Umgang mit den historischen Darstellungen aus der Vorreformation ist durchaus umstritten. „Spott, Kulturgut, Auftrag?“ – so heißt daher eine Veranstaltungsreihe der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Bützow, die seit August zum Diskurs über den Umgang mit dem in der Stiftskirche wiederentdeckten Relief einlud.

Im Gottesdienst am kommenden Mittwoch wird eine „spezielle Bußliturgie – gestaltet auch von Ehrenamtlichen und den anwesenden kirchlichen Vertretern – das Thema aufnehmen“, so Pastorin Levetzow. „Bereits in der Relief-Arbeitsgruppe, die die Veranstaltungsreihe vorbereitete, arbeiten mit Maria Göldenitz und Gottfried Hägele zwei Gemeindeglieder ehrenamtlich neben mir als Pastorin mit.“ In der Arbeitsgruppe hatten darüber hinaus auch Fachleute aus der gesamten Nordkirche mitgewirkt und die Kirchengemeinde beraten. So hatte beispielsweise Pastor Klaus-Dieter Kaiser von der Akademie der Nordkirche im September zu einem Informationsabend im Pfarrhaus eingeladen.

Ziel der Reihe ist es, mit Expertinnen und Experten in den Dialog zu treten, die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und mittels eines öffentlichen Dialogs zu einer gemeinsamen Lösung für den Umgang mit dem Relief zu kommen.
Quelle: ELKM (cme)

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