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Bildnis von Karl von Scheven im Greifswalder Konsistorium. Foto: Neumann


Karl von Scheven bei einem Besuch eines Zeltlagers. Foto: pek


Titel der Biographie von Dr. Friedrich Winter. Foto: Wichernverlag

Mit Buch und Haustafel – Gedenken an den ersten pommerschen Bischof Karl von Scheven

 

Greifswald (rn). Mit der Vorstellung einer Biographie und der Enthüllung einer Gedenktafel in Greifswald erinnert die Pommersche Evangelische Kirche an ihren ersten Bischof D. theol. Karl von Scheven am Freitag, dem 16. Oktober 2009.

 

Im Greifswalder Dom St. Nikolai wird um 16.30 Uhr eine Biographie über von Scheven vorgestellt und im Anschluß daran erfolgt die Enthüllung einer Haustafel am Gebäude der Superintendentur Domstraße 13 in Greifswald.

 

Der ehemalige Präsident der Evangelischen Kirche der Union in der DDR, Friedrich Winter, hat eine Biographie über den Pfarrer von St. Nikolai, Greifswalder Stadtsuperintendenten und pommerschen Bischof Karl von Scheven verfaßt. Das Buch „Bischof Karl von Scheven (1882–1954). Ein pommersches Pfarrerleben in vier Zeiten“ ist im Berliner Wichern-Verlag erschienen und wird in dieser Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Verlag erstmals vorgestellt.

 

Im Anschluß wird um 17.30 Uhr an der früheren Wohn- und Arbeitsstätte von Sche-vens in der Domstraße 13 eine Gedenktafel enthüllt, die folgenden Text trägt:

 

Hier lebte von 1928 - 1954

D. theol. Karl von Scheven

 

Pastor der Nikolaigemeinde

Stadtsuperintendent

Bischof der Pommerschen

Evangelischen Kirche von 1947 - 1954

 

Der Karlsruher Landesbischof Dr. Ulrich Fischer schreibt zu diesem Buch: „Dies ist eine exemplarische Biographie. Sie beschreibt das Leben des pommerschen Kirchenmannes Karl von Scheven. Friedrich Winter schildert farbig und lebendig die Herausforderungen dieses besonderen Pfarrerlebens. Das Buch ist – weit über Pommern hinaus – allen kirchlich und historisch Interessierten zur Lektüre zu empfehlen.“

 

Karl von Scheven wurde 1882 im pommerschen Leopoldshagen geboren. Er studierte Theologie in Halle, Berlin und Greifswald. Von 1907 bis 1908 betreute er als Vikar und dann als Pastor die deutsche evangelische Gemeinde in Cannes in Südfrankreich und wurde danach Pastor und Inspektor der Berliner Stadtmission. 1924 wurde er Pastor in Neumark (Kreis Greifenhagen) und Superintendent des Kirchenkreises Kolbatz. 1928 wurde er als Pastor an St. Nikolai und als Stadtsuperintendent nach Greifswald berufen. 1934 schloß sich von Scheven der Bekennenden Kirche an.

Nach Kriegsende übernahm er das Geistliche Referat des nach Greifswald verlegten pommerschen Konsistoriums. 1946 erfolgte die Ernennung zum Vorsitzenden der Kirchenleitung und von Januar 1947 bis zu seinem Tod am 7. Oktober 1954 war er Generalsuperintendent mit dem Titel „Bischof“ der nun selbständigen Pommerschen Evangelischen Kirche.

 

 

Friedrich Winter

Bischof Karl von Scheven (1882–1954)

Ein pommersches Pfarrerleben in vier Zeiten

Geleitwort von Bischof Hans-Jürgen Abromeit

272 Seiten, 43 Abbildungen, kartoniert

19,80 Euro

ISBN 978-3-88981-281-0

(10.10.2009)


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