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Wege protestantischer Kirchraumgestaltung

Evangelisch-Lutherische Kirche Kittendorf

 
Innerhalb der massiven frühgotischen Mauern der Dorfkirche (13. Jh.) findet sich ein Ensemble qualitätsvoller Renaissancekunst. Verantwortlich zeigte sich hier besonders die Patronatsfamilie v. Maltzahn. Beginnend mit der Kanzel (1596) und ihren Evangelistendarstellungen, setzt sich die Ausstattung mit dem Altar (1603) sowie einer Patronatsempore fort. Insbesondere der Altaraufbau wird durch eine plastische Architektursprache in Anlehnung an niederländische Vorlagen bestimmt. Hier fügen sich neben Szenen aus dem Leben Jesu auch allegorische Personifikationen (u. a. die „Fortitudo“ [Stärke/Tapferkeit] mit der Säule) ein. Wie diese verweisen auch die weiblichen Tugenddarstellungen an der Empore auf die ethisch-moralischen Ideale, denen sich der Adel verpflichtet fühlen sollte.