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Wege protestantischer Kirchraumgestaltung

Evangelisch-Lutherische Kirche Dorf Mecklenburg

 
Für Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg- Schwerin (1588-1658) war es als Renaissancefürst von großer Bedeutung, an das Alter seiner Dynastie zu erinnern. Mit dem Ausbau der mittelalterlichen Dorfkirche unweit des alten Stammsitzes brachte er gleichzeitig sein lutherisches Bekenntnis gegenüber seinem zum Calvinismus konvertierten Bruder Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) zum Ausdruck. Beginnend mit der Kanzel (1618) und einer fürstlichen Empore, kulminiert dies im komplexen und künstlerisch äußerst hochwertigen Altaraufbau (1622). Der bewusste Einsatz figürlicher Darstellungen zur Unterstreichung der lutherischen Konzentration auf das Wirken Jesu Christi erfasst hier nicht nur Szenen des Neuen Testaments. Er setzt dem auch entsprechende alttestamentarische Geschehnisse und Allegorien gegenüber.