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Zweites Konzertwochenende im "Garten Eden 2015"

Kunstvolle Klänge auf Gambe und Theorbe

Anja Engelberg und Přemek Hájek spielen als „Duo in RE“ Barockmusik auf Viola da gamba und Lauteninstrumenten
29.05.2015 ǀ Demmin.  „Ein Garten Eden 2015“, zu dem die Kirchengemeinde St. Bartholomaei in Demmin bis zum 14. Juni einlädt, ist am Pfingstwochenende erfolgreich gestartet. Mehrere hundert Gäste aus Demmin und der gesamten Region besuchten die Eröffnung der Pflanzeninstallation in der St.-Bartholomaei-Kirche. Nach dem Konzert von „Gregorianika“ am vergangenen Wochenende wird am morgigen Sonnabend (30. Mai) um 19.30 Uhr der Konzertreigen, der den „Garten Eden“ begleitet, mit einem Auftritt des „Duo in RE“ fortgesetzt.  

Musik aus der Barockzeit

Das „Duo in RE“ intoniert ein abwechslungsreiches Programm mit Kompositionen aus der französischen Barockzeit. „Das präzise, detailverliebte, meisterhafte Spiel der jungen Musiker Anja Engelberg und Přemek Hájek überträgt die Faszination für diese feine kunstvolle Musik auf die Zuhörer. Eine zauberhafte, farbige Welt aus obertonreichen Klängen eröffnet sich dem Publikum“, heißt es im Begleittext zu dem morgigen Konzert in Demmin. Die beiden Musiker verwenden für die Barockzeit typische Instrumente. Anja Engelberg spielt Viola da gamba, Přemek Hájek intoniert auf Barockgitarre und Theorbe. Die Gambe ist eine historische Form der Geige, die Theorbe zählt zu den Lauteninstrumenten.

„Garten Eden“ stößt auf breites Echo

Nach den Wochen der intensiven Vorbereitung freuen sich die Demminer Kirchengemeinde und ihre ehrenamtlichen Unterstützer über die zahlreichen Gäste. „Wir konnten schon Besucher aus vielfältigen Interessensbereichen im ‚Garten Eden‘ begrüßen, unter anderem eine aktive Teilnehmerin der Aktion ‚offene Gärten‘, einen Landschaftsarchitekten, spontan anhaltende Durchreisende und Reisegruppen“, erzählt Gundula Meyer vom Garten-Eden-Organisationsteam. Ein besonderes Erlebnis sei es gewesen, als eine Flötenbesuchergruppe die Mittagsandacht mit Frühlingsliedern begleitete. „Wenn wir die ‚Garten Eden‘-Besucher nach ihrem Wohnort fragen, hören wir neben Greifswald, Rostock oder Stralsund zum Beispiel auch Hamburg, Dortmund und München“, so Gundula Meyer. „Es macht Spaß, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre unterschiedlichen Auffassungen und Vorstellungen zu hören.“

Sehen – Hören – Fühlen

„Ein Garten Eden 2015“ verwandelt die St.-Bartholomaei-Kirche mittels lebender Bäume, Hecken und Kräuter für drei Wochen in ein grünes Paradies, das mit allen Sinnen erlebbar ist. Im vergangenen Sommer gestaltete Gartenarchitekt Gabriel Jilg unter dem Titel „Garten Eden 2014 - Jubeln sollen alle Bäume des Waldes“ die Heilig-Geist-Kirche am Münchener Viktualienmarkt in ähnlicher Weise. Rund 3.000 Besucher wurden damals im Ausstellungszeitraum täglich in der Kirche gezählt. Seit dem Pfingstwochenende ist diese außergewöhnliche Installation mit einer Melange aus Natur, Kunst und Kontemplation unter dem Motto „Sehen – Hören – Fühlen“ in Demmin in vielfältiger Weise erfahrbar.

Thematische Veranstaltungen und Konzerte

Gabriel Jilg hat sein Projekt für die St.-Bartholomaei-Kirche komplett neu entworfen und sich dabei von der pommerschen Natur, von der Landschaft und der hiesigen Identität inspirieren lassen. So ist ein einzigartiges Kunstwerk entstanden, das so bislang nicht zu sehen war. Die verschiedenen Pflanzen, ein Kräutergarten, Brunnen und Gebetsnischen verändern die Kirche auf ganz neue Art, wecken Emotionen und rühren die Besucher auf ungeahnte Weise an. Zahlreiche thematische Veranstaltungen und Konzerte begleiten den „Garten Eden“. Weitere Informationen sowie das gesamte Veranstaltungsprogramm für den Ausstellungszeitraum finden Sie hier
Quelle: PEK (sk)