Mecklenburgische Synode debattierte über künftige Zusammenarbeit der Gemeinden
Plau am See (rn). Die mecklenburgische Landessynode befaßte sich zu Beginn es zweiten Sitzungstages am Freitagvormittag mit der künftigen Gliederung im Kirchenkreis Mecklenburg innerhalb der ab Pfingsten 2012 geplanten gemeinsamen Kirche im Norden.
Der vorliegende Entwurf, der nach einem Eckpunktepapier der letzten Herbstsynode den 57 Synodalen vorgelegt wurde, regelt die innere Struktur des Kirchenkreises und sieht u.a. die baldige Errichtung von ca. 20 Propsteien vor, die mit Fusionsbeginn als Regionalverbände weiterarbeiten sollen.
Der Synodale Tom Ogilvie (Pinnow) sagte, daß die Regionalverbände die Fortführung der bewährten Propsteien seien. „Die Einzelgemeinden sind kaum noch in der Lage alle einzelnen Dinge zu erledigen,“ sagt er und schlug daher die Gründung von Gemeindeverbänden nur bei Notwendigkeit von übergemeindlichen Anstellungen vor.
Der Synodale Dr. Daniel Havemann ((Jördenstorf) wandte sich gegen zu große Verbände, da allein die Fahrtzeiten bei zehn Gemeinden in einem Verband zu lang würden. „Die Probleme verschärfen sich dadurch nur. Indirekt werden den Kirchgemeinden Möglichkeiten und Rechte genommen.“ Außerdem kritisierte er den technischen Begriff des Regionalverbandes und schlug dafür das „Dekanat“ vor.
In der Aussprache ging auch um das Verständnis eines Regionalverbandes und ob er nicht doch eine in der neuen Kirche nicht vorgesehene vierte Ebene sein würde. Der Synodale Christoph de Boor (Hohenzieritz) stellte klar, daß ein Regionalverband „im Prinzip ein leerer Topf“ sei. „Es kommt nur etwas hinein, wenn die Gemeinden das wollen. Da wird nicht etwas von oben in den Topf gefüllt sondern nur durch eine Umlage von unten - also den Gemeinden - wenn man etwas gemeinsam machen will.“
Die Synodale Änne Lange (Rostock) erhielt Zustimmung der Synodalen, als sie sagte, „die Regionalverbände sind der Versuch, etwas von mecklenburgischer Identität mit in die Nordkirche zu nehmen.“
Die Aussprache wird am Sonnabend fortgeführt. (19.3.2010)

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