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"Open Space"

Zukunftskongress der Kirche in Lübeck

06.02.2019 ǀ Lübeck.  Der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg veranstaltet am Sonnabend (9. Februar) in der Lübecker Musik- und Kongresshalle seinen ersten Zukunftskongress. Diskutiert werden soll die Frage, wie die Kirche angesichts sinkender Einnahmen die notwendigen Aufgaben bewältigen kann. Die Sinnangebote der Kirche seien für die Gesellschaft immer wichtiger, betonte Pröpstin Frauke Eiben (Ratzeburg) bei der Vorstellung des Programms. "Viele Menschen sind vom Wandel in der Gesellschaft verunsichert, sie suchen nach Antworten." So gebe es etwa bei der Telefonseelsorge oder der Seniorenberatung steigende Beratungsanfragen.

Gleichzeitig verlieren die Kirchen kontinuierlich Mitglieder. "Vor zehn Jahren hatte der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg noch 200.000 Mitglieder, Ende 2018 waren es 166.000", beklagte Pröpstin Petra Kallies. Zudem würden nur etwa 30 Prozent Kirchensteuer zahlen. Dieser Anteil werde sich weiter erhöhen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand treten. Dazu komme der Fachkräftemangel: Viele Pastoren, Diakone und Erzieherinnen würden in den Ruhestand treten, ohne dass Nachfolger gefunden werden können.

Mit dem Zukunftskongress will der Kirchenkreis aktiv Ideen und Konzepte entwickeln, wie auch zukünftig christlicher Glauben gelebt und weitergetragen werden kann. Vorgestellt werden funktionierende Beispiele und kreative Impulse. Experten stellen ihre Ideen vor und entwickeln einen Austausch mit Gleichgesinnten. Angekündigt haben sich mehr als 400 Gäste aus den Kirchengemeinden, den überregionalen Diensten und der Verwaltung zu einem "open space". Auswärtige können den Zukunftskongress über Twitter (#0sLL19) oder auf Facebook verfolgen.
Quelle: epd

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