Pommersche Synode für zügige Verhandlungen mit Mecklenburger Nachbarkirche
Züssow (epd/ran). Die Pommersche Evangelische Kirche hat den Weg für weitere Verhandlungen über eine gemeinsame Kirchengestalt mit der evangelischen Kirche Mecklenburgs frei gemacht. Die Synode der Landeskirche erteilte der Kirchenleitung am Sonntag in einem Beschluss den Auftrag, die Gespräche im Rahmen des von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe erarbeiteten Zeitplans fortzuführen.
Bis zum Januar 2006 soll sich die Arbeitsgruppe der beiden Kirchen nun zuerst um eine Angleichung von Löhnen und Gehältern bemühen. Außerdem soll sie überprüfen, welche Arbeitsbereiche künftig zusätzlich gemeinsam wahrgenommen werden sollten. Nach dem Zeitplan, den die zehnköpfige Arbeitsgruppe der beiden Landeskirchen erarbeitet hat, soll bis 2008 eine gemeinsame Verfassung verabschiedet und eine gemeinsame Synode - mit eigenständigen Vertretungen - gebildet werden.
Dagegen schuf die Synode mit dem Beschluss eines neuen Diakoniegesetzes bereits die Voraussetzung zur Fusion der beiden Diakonischen Werke in Mecklenburg und Pommern zum 1. Januar 2005. Das Gesetz muss den Angaben zufolge Ende Oktober auch noch von der Synode der mecklenburgischen Kirche verabschiedet werden. Notwendig für den Zusammenschluss ist aber auch die Zustimmung der Mitgliederversammlungen zu beiden Werke.
Die Pommersche Evangelische Kirche gehört mit knapp 115.000 Mitgliedern zu den kleinsten Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Durch Abwanderung und Überalterung verliert sie seit Jahren an Mitgliedern. In seinem Bericht hatte Bischof Hans-Jürgen Abromeit zu Beginn der Synode zu tiefgreifenden Strukturveränderungen aufgerufen. Vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und Finanzmittel seien die Gespräche mit der mecklenburgischen Kirche über einen Zusammenschluss alternativlos, sagte er. (10.10.2004) 
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