Fundraising – wozu?
1. Erfolgreiches Fundraising bemüht sich um ein organisiertes und strukturiertes Vorgehen, um Ressourcen zu erschließen. Gelingt es in Deutschland, lediglich 3% der Einnahmen aus Spenden zu bestreiten, liegt der Anteil etwa in den USA bei 13%,
in Spanien gar bei 19%. Auch das Erschließen von Zuwendungen aus Stiftungen, Firmenspenden, Sponsoring oder neuen Quellen öffentlicher Zuschüsse (z. B. EU-Mittel) gehören zu den Tätigkeitsfeldern von Fundraising.
2. Kirch(en)gemeinden und kirchliche Einrichtungen erleben, dass ihre finanziellen Möglichkeiten immer geringer werden. Rückläufige Kirchensteuereinnahmen und öffentliche Zuschüsse führen dazu, dass für die Finanzierung kirchlicher Arbeit andere
Ressourcen stärker an Bedeutung gewinnen.
3. Bei Fundraising geht es nicht allein um finanzielle Mittel. Fundraising nimmt die Beziehung zwischen den Spendenden und der empfangenden Einrichtung in den Blick. Fundraiser analysieren die Einrichtung mit ihren Stärken, Schwächen, Visionen – kurz das, wofür sie steht.
Andererseits werden Spendende und deren Motivationen für Zeit- und Sachspenden ergründet. Ziel ist es, die eigene Arbeitsweise so zu schärfen, dass Spendende wirklich erreicht und neue gewonnen werden. Zu ihnen soll eine langfristige Beziehung aufgebaut werden. „Beziehung“ heißt, Zielgruppen mit ihren Bedürfnissen und Motivationen ernst nehmen. Kurz: „Aus Spenderinnen und Spendern sollen Freunde werden.“
4. Fundraising – also die Intensivierung von Beziehungen und Bindungen – führt zu einer Profilierung der eigenen Arbeit.
Es bietet die Chance, eigenes Engagement zu schärfen, dadurch Spendende zu binden und neue Freunde zu gewinnen. 
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