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35 Studierende aus 18 Ländern besuchen die Nordkirche

Weltweite Ökumene zu Gast im pommerschen Kirchenkreis

Stipendiaten vor dem Greifswalder Dom
09.03.2016 ǀ Greifswald/Rostock/Hamburg.  35 Studierende aus 18 Ländern bereisen vom 9. bis 14. März die Nordkirche. Sie alle sind Stipendiatinnen und Stipendiaten vom Hilfswerk „Brot für die Welt“ beziehungsweise vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes. Sie befinden sich für einen ein- bis dreijährigen Studienaufenthalt im kirchlich-theologischen Bereich in Deutschland und studieren an verschiedenen Hochschulen, beispielsweise in Hamburg, München, Tübingen und Hermannsburg. Unter ihnen sind protestantische und orthodoxe Theologiestudierende aus mehreren Ländern, Kirchenmusiker aus Myanmar und Brasilien sowie eine Journalistin aus Äthiopien. Auch zwei Stipendiaten aus dem Flüchtlingsprogramm sind in diesem Jahr dabei.

Mehrere Stationen im Kirchenkreis

In der Zeit vom 9. bis 11. März halten sich die Studierenden, die in einem Alter zwischen 25 und 40 Jahren sind, im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis auf. Während dieser Zeit wohnen sie im „Haus der Stille“ in Weitenhagen bei Greifswald. Das Programm startet mit einer Nordkirchenpräsentation durch Pastor Matthias Bartels (Leiter des Regionalzentrums kirchlicher Dienste in Greifswald und Mitglied der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche). Weiter geht es am morgigen Donnerstag beim Greifswalder Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit: Er hält einen Vortrag mit dem Titel „Kirche für und mit den Menschen in Vorpommern - Gerechtigkeitslücken erkennen und überwinden“. Danach steht ein Besuch des Bibelzentrums in Barth auf dem Programm. Am morgigen Nachmittag ist die Gruppe zu Gast in der Kirchengemeinde Velgast-Starkow.

Landeskirchenreise findet jährlich statt

Ab Freitag fährt die Gruppe dann an den weiteren Tagen der Reise über Rostock nach Hamburg. Stationen sind dabei anderem diakonische Projekte, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, das Ökumenische Forum Hafencity sowie Kirchengemeinden. Die Landeskirchenreise ist ein fester Termin in der Stipendienbegleitarbeit und wird seit 1959 jährlich in einer anderen Landeskirche angeboten. Die Landeskirchen präsentieren sich den internationalen Stipendiatinnen und Stipendiaten – davon viele Theologinnen und Theologen unterschiedlicher Konfession – mit ihren Strukturen und Institutionen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden dadurch mit den lokalen Spezifika und Problemen deutscher Landeskirchen vertraut, knüpfen zwischenkirchliche Kontakte und nehmen Anregungen für ihr eigenes Engagement mit. Die letzte Reise in die – damals noch – Pommersche Landeskirche fand im Jahr 2005 statt.

Förderung des interkulturellen Austausches

Die Studienstipendien im kirchlich-theologischen Bereich dienen dem Ziel, den weltweiten theologischen und interkulturellen Austausch zu fördern, Netzwerke zu bilden sowie kirchliche und akademische Mitarbeitende zu qualifizieren. Teil des Stipendiums ist daher neben der finanziellen Förderung auch eine intensive Stipendienbegleitarbeit. Die Finanzierung erfolgt über das Auswärtige Amt, das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes, „Kirchen helfen Kirchen“, die Evangelische Mission in Solidarität und die Landeskirchen in Deutschland.
Quelle: PEK (sk/ak)