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Exposition im Güstrower Schloss:

Cranachs Luther! Werke der bekannten Malerfamilie

Das Staatliche Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow veranstaltet im Reformationsjahr 2017 unter dem Titel Cranachs Luther! eine Ausstellung in Güstrow zu Lucas Cranach dem Älteren und Lucas Cranach dem Jüngeren. Die Wittenberger Malerdynastie stand in engem Kontakt zu namhaften Reformatoren wie Martin Luther oder Philipp Melanchthon und begleitete mit ihren Gemälden und Grafiken die Zeitgeschehnisse. Beide Künstler galten als die „Maler der Reformation“ und prägten im Wortsinn bis heute unser Lutherbild.

Erstmals präsentiert das Staatliche Museum die eigenen Bestände der Werke von Lucas Cranach dem Älteren, Lucas Cranach dem Jüngeren und ihrer Werkstatt in einer Sonderausstellung im Schloss Güstrow vom 20. Mai bis 24. September 2017.  Zu sehen sind die Zeichnungen zum Altar in der Wittenberger Stadtkirche sowie 16 Druckgrafiken, die für die Verbreitung der Gedanken der Reformation von zentraler Bedeutung waren. Im Zentrum der Ausstellung stehen 12 Gemälde der Cranachs, die einen guten Einblick in das Schaffen der Maler ermöglichen.

Die Schau ist als Kabinettausstellung in zwei Räumen von Schloss Güstrow konzipiert. Wichtige Werke wie das Jugendbildnis Martin Luthers und seiner Frau Katharina von Bora befinden sich im Besitz des Staatlichen Museums. Mit dem ganzfigurigen Luther-Porträt zeigt die Ausstellung ein Werk, das von zentraler kultur- und kunstgeschichtlicher Bedeutung ist. Es stammt aus der Schweriner Schlosskirche, dem ersten protestantischen Kirchenbau Norddeutschlands, und steht im Blickpunkt der Schau.

Die Kabinettausstellung wird begleitet von dem Vermittlungsprogramm „Pop up Cranach“, einem Bereich für Kinder und Schüler, der 2015 im Rahmen der Cranach-Ausstellung in der Gemäldegalerie Berlin entstand. Aufgrund des großen Erfolgs war „Pop up Cranach“ bisher in mehreren Städten Deutschlands zu sehen. Kinder und Schüler können hier das Motivrepertoire der Cranachs auf spielerische Weise erkunden und selbständig eigene und neue Bildideen kreieren.

200 Taler in 999 Feinsilber

Nachprägung des Reformationstalers von 1549

Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 erschien eine Nachprägung des Reformationstalers von Mecklenburg aus dem Jahre 1549. Im selbigen Jahr wird auf dem Sternberger Landtag das offizielle Bekenntnis Mecklenburgs zur Reformation durch die beiden Herzöge, Johann Albrecht I. und seinem Onkel Heinrich V. mit Rückendeckung der Stände verkündet. Auf einem Monumentalbild in der Sternberger Turmkapelle ist dieser Moment festgehalten. Das war ein Affront gegen den Kaiser Karl V., der eine Rückkehr zum katholischen Glauben forderte. Damit reiht sich Herzog Johann Albrecht I. in das Bündnis der protestantischen Fürsten ein, die 1555 den Augsburger Religionsfrieden erzwangen.

Noch im gleichen Jahr der Verkündung ließ der Herzog zwei Taler in seiner Münzstätte in Gadebusch vom Münzmeister Bernhard Junkelingk prägen. Der so genannte Reformationstaler zeigt auf der Vorderseite das Brustbild des Herzog Johann Albrecht mit hohem Hut und einer Umschrift „ DOMINE NE DA INIMICIS VERBI TVI LETITIAM“, das soviel wie „Herr, gib den Feinden deines Wortes keine Freude“ bedeutet. Solch ein Wahlspruch ist reformatorisches Gedankengut. Mit dieser Münze hat der mecklenburgische Herzog 32 Jahre nach Luthers Thesenanschlag in Wittenberg das Bekenntnis von 1549 zur lutherischen Lehre erklärt und propagandiert. Im oberen Teil des Talers ist ein Eichenblatt, das Zeichen des Münzmeisters, zu erkennen.

Die Rückseite der Münze zeigt das fünffeldige mecklenburgische Landeswappen, über das drei Herrschaftshelme prangen. Die fünf Wappenbilder stehen für das Herzogtum Mecklenburg, die Herrschaft Rostock, Werle, Stargard und die Grafschaft Schwerin. Die Umschrift lautet: JOHAN(nes) ALBER(tus)(  D(ei)  1 5 4 9  G(radial) DVX  MEGAPO(ensis). (Johann Albrecht von Gottes Gnaden Herzog von Mecklenburg).

Eine limitierte Nachprägung von 200 Talern erfolgte in 999 Feinsilber. Neben der Silberprägung gibt eine Auflage in eisenversilberten Form in gleicher Größe und Aussehen angeboten. Beide Taler sind in einem mahagonifarbenen Holzetui verpackt. Der Originaltaler von 1549 wurde bereits 1999 in der Ausstellung „Kunst in der Reformation“ im Staatlichen Museum Schwerin zum Anlass 450 Jahre Reformation in  Mecklenburg gezeigt. Jetzt erschien der Taler als Nachprägung in einer hochwertigen Ausführung auf dem Markt.

Preise:      
Silbertaler (999 Silber) im Holzetui  | 50 €  (Auflage 200 limitiert)
altsilberfarbend  beschichteter Taler im Holzetui | 20 €
Altsilbenfarbend beschichteter Taler im Pappetui | 15 €

Die Nachprägung ist ein Beitrag des Kirchenfördervereins der Stadtkirche zu Gadebusch mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg Nord –West. Der Erlös  des Verkaufs dient   einem gemeinnützigen Zweck, der Restaurierung eines Öltafelbildes aus dem 16. Jahrhundert. Das Bild zeigt den mecklenburgischen Herzog und schwedischen König Albrecht III. (gest. 1412) mit seinem Sohn Albrecht V.

Kontakt:  
Förderverein der Stadtkirche zu Gadebusch
E-Mail: infokirche-gadebusch-fv.de

www.kirche-gadebusch-fv.de