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Weitendorf bei Güstrow

Außenansicht

Innenraum

Altar


2013 wurden die Innenraumsanierung der Kirche Weitendorf mit 17.660 € bei einer Gesamtsumme von 38.000 € unterstützt.

2013 wurde der Innenraum der Kirche Weitendorf restauriert.

Die Kirche zu Weitendorf (bei Güstrow) befand sich nach dem 2. Weltkrieg in einem sehr schlechten Zustand.
1948 musste sie wegen Einsturzgefahr gesperrt werden. Dachstuhl und Gewölbe des Chores wiesen größere Schäden auf. Durch das auseinander gehende Außenmauerwerk waren Risse in den Rippen und im Bogen von Schiff und Chor entstanden.
Nach der notdürftigen Reparatur der Dachschäden und Schließung der Risse musste die Kirche im Januar 1950 erneut gesperrt werden. Ein Teil der Decke an der Südseite des Kirchenschiffes stürzte infolge der alten Leckstellen bzw. Feuchteschäden in den Kirchenraum und zertrümmerte die darunter befindlichen Bänke. Erst im April 1950 konnte das Dach von einem Dachdeckermeister notdürftig regendicht gemacht werden.
Eine am 29. Juni 1950 durchgeführte Besichtigung durch Fachleute ergab die Notwendigkeit der Einziehung eines Spannankers im Triumphbogen zur Sicherung des Chorgewölbes, denn die seinerzeit notdürftig geschlossenen Risse hatten sich erneut geöffnet.
Im Dezember 1950 wurden sämtliche Bleiglasfenster der Weitendorfer Kirche mutwillig durch Würfe mit Kastanien zertrümmert. Wegen des entstandenen Windzuges im Kirchenraum musste der Gottesdienst eingestellt werden. Ende 1961 befand sich die Kirche erneut in einem trostlosen Zustand.
Infolge der fortwährenden Undichtigkeit des Daches hatte sich im Gebälk, Dachwerk und im Deckenputz des Kirchenschiffes und am Mauerwerk des Turmes der Echte Hausschwamm ausgebreitet.
1962 konnte das Dach des Kirchenschiffes mit neuen Dachziegeln erneuert werden. Turm-, Chor- und Rotundendeckung wurden nur ausgebessert.
Wegen fehlender Kapazitäten konnten jedoch erst 1966 zwei verfaulte Deckenbalken des Schiffes durch einen Überzug notgesichert werden. Der Schwamm wurde nur teilweise bekämpft.
1973 weist die Kirche zu Weitendorf erhebliche Schäden im Außen- und Innenbereich auf. Die gesamte Dachhaut des Turmes ist schadhaft. Es wird vorgeschlagen, den Turm abzutragen oder zu verkürzen und neues Eindeckmaterial zu beschaffen. Die Dachdeckung des Schiffes wies erneut große Undichtigkeiten auf. Teile der Kirchendecke drohten abzustürzen.
Am 11. April 1976 wurde die Kirche nach vollendeter Innenrenovierung wieder feierlich eingeweiht. An der Außenhülle der Kirche wurden nur die allernotwendigsten Notsicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Am 19.11.1986 stellte der Baubeauftragte erneuten Schwammbefall an der Kirche fest und bittet die PGH Schädlingsbekämpfung um kurzfristige Bekämpfung des Schwammes.
Am 11.06.1988 kam es zu einem tragischen Unfall mit einem Todesfall an der Kirche. Zwei Handwerker brachen beim Reparieren durch die verfaulte Lehmwickeldecke durch und stürzten in den Kirchenraum. Man stellte fest, dass fast alle Balkenköpfe der Deckenkonstruktion durch die jahrelangen Durchfeuchtungseinwirkungen derartig verfault waren, dass die Standsicherheit der gesamten Dachkonstruktion nicht mehr gegeben war. Daraufhin wurde die Kirche von der staatlichen Bauaufsichtsbehörde gesperrt.
Im Jahr 1989 wurden Sicherungsarbeiten mit dem Ziel der Erhaltung der Kirche durchgeführt. Um die auseinanderstrebenden Fußpunkte zu sichern, wurden 5 Zuganker an den Stuhlgebinden des Dachwerkes eingebaut. Sämtliche Lehmwickeldecken wurden ausgebaut, um das Schadensausmaß der Balkendecke besser zu beurteilen. Die schadhaften Deckenbalken wurden mit Stahllaschen gesichert. Die Dachdeckung wurde mit Betondoppelrömer erneuert. Das demontierte Inventar stellte man im gewölbten Chorraum ab.
Anfang 1992 wurde die Turmhaube durch Sturmschäden stark geschädigt.
Noch im selben Jahr wurden mit Mitteln des Kultusministeriums und des Bundes die Dächer des Chores, der Rotunde und die Turmhaube instand gesetzt. Das Chorgewölbe wurde mit sehr hohem Aufwand gesichert. Das mittelalterliche Dachwerk wurde dafür geopfert.
Die Schwammsanierung im Langhaus und im Turm konnten erst im Jahr 2001 im Rahmen des Notsicherungsprogrammes in Angriff genommen werden.
Der Außenputz, sämtliche Abdeckungen und Schalluken im oberen Teil des Turmes sind erneuert worden. Die Sanierung des Turmes gestaltete sich besonders schwierig zumal eine eingemauerte Fachwerkkonstruktion einer früheren Bauphase vollständig vom Echten Hausschwamm überwuchert und zerstört war und nur mühsam durch sukzessives Öffnen des Mauerwerks entfernt werden konnte. Das Dachwerk des Kirchenschiffes wurde durchgehend saniert. Das Schiff erhielt eine neue Dachdeckung. Der Altar konnte wieder aufgestellt werden.
Im Jahre 2009 erfolgten die Sockelsanierung sowie der Einbau des Traufpflasters.
2010 erfolgte die Sanierung der gesamten Putzfassade des Turmes. 2013 erfolgte die Innenraumsanierung.
Als weiterer Bauabschnitt ist die Putzsanierung vom Schiff geplant.