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"Lebendig und bodenständig"

Vorbereitungen für 25. Landeserntedankfest sind in vollem Gange

28.03.2015 ǀ Semlow.  Zu einem ökumenischen Gottesdienst, zum Genießen kulinarischer Köstlichkeiten aus der Region zwischen Barther Bodden und Recknitztal sowie zu einem bunten Festumzug lädt Semlow am 4. Oktober ein. An diesem Tag erwartet das pommersche Dorf zwischen 8.000 und 10.000 Besucher zum 25. Landeserntedankfest Mecklenburg-Vorpommerns. Die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange. „Das ist für uns eine große Herausforderung, aber gemeinsam werden wir das gut schaffen“, ist sich Andrea Eichler sicher. „Schon jetzt gibt es ein großes Interesse und die ersten Anmeldungen für Festumzug und Catering erreichen uns im Gemeindebüro“, so die Semlower Bürgermeisterin. Während einer Planungsrunde mit Vertretern der Landesregierung, der Landeskirche, der Landwirte und der Kommunalgemeinde wurde das Motto für das 25. Landeserntedankfest vorgestellt: „Semlow – lebendig – bodenständig“.

Gottesdienst im landwirtschaftlichen Umfeld

Das Landeserntedankfest am 4. Oktober beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst. „Ganz bewusst wollen wir uns als Kirchengemeinde in das landwirtschaftliche Arbeitsumfeld begeben“, sagt Jens Haverland, Pastor der Kirchengemeinde Semlow-Eixen. „Dass der Ort des Eröffnungsgottesdienstes die ehemalige Maschinen- und Traktoren-Station der LPG ist, sehe ich als sinnträchtiges Symbol für das inzwischen gewachsene Verhältnis von Kommune und Kirchengemeinde.“ Musikalisch gestaltet werde der Erntedankgottesdienst unter anderem von Posaunenchorbläsern unter Leitung von Landesposaunenwart Martin Huß. „Die Predigt hält Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit“, so Jens Haverland.

Kirchengemeinde setzt kreative Energie frei

Auch Dorfkirche und Kapelle werden in das Landeserntedankfest einbezogen. „Dort gibt es ein buntes Programm für Besucher jedes Alters“, so der Pastor. „Das Landeserntedankfest wird ein bedeutsames Ereignis für die gesamte Region. Wir freuen uns, dass wir es gemeinsam auf die Beine stellen können.“ Jens Haverland konnte in seiner Kirchengemeinde feststellen, dass die Beschäftigung mit der Gestaltung des Landeserntedankfestes viel kreative Energie freisetzt. „Es wird spürbar, wie viele Menschen Lust haben, gemeinsam mit Kirche und Kommune dieses Fest zu gestalten“, so der 33-Jährige. „In einer Zeit, in der ländliche Strukturen am Rande der Urlaubsregionen große Herausforderungen bestehen müssen, finde ich es bemerkenswert, dass ein Fest zum Danke sagen hier ausgerichtet wird.“ Dieses Fest schaffe die Möglichkeit, zu zeigen, was hier in den letzten Jahren alles gewachsen sei, so Jens Haverland.

Recknitztal ist kein Geheimtipp mehr

„Semlow liegt mitten in der aufstrebenden Recknitztal-Vogelpark-Region“, sagt Jens Haverland. „Viele Tourismusangebote sind mittlerweile kein Geheimtipp mehr. Auch kunst- und kulturgeschichtlich gibt es in der Region viel zu entdecken. Nicht zuletzt die Semlower Dorfkirche, die mit ihrem nahezu vollständig erhaltenen Bildprogramm des Lübecker Künstlers Carl Julius Milde bereits den preußischen Kurfürsten und späteren Kaiser Friedrich III. nach Semlow lockte.“ Dieser sei von den Fensterbildern so angetan gewesen, dass er Milde damit beauftragte, die Westfenster des Kölner Doms zu gestalten, so Jens Haverland. „Aus dieser Zeit stammt auch die Semlower Friedhofskapelle, die einem italienischen Mausoleum nachempfunden wurde und ursprünglich den Marienkrönungsaltar der Stralsunder Marienkirche beheimatete.“
Quelle: PEK (sk)