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Visitationswoche

Propst Panknin besuchte Kirchengemeinde Loitz

15.03.2016 ǀ Loitz.  Propst Gerd Panknin besuchte während einer Visitationswoche die Kirchengemeinde Loitz. Zu den Stationen zählten die Kinder- und Jugendhilfestation sowie der Kindergarten der Gemeinde.

Mit einem Gottesdienst in der Lutherkirche endete am Sonntag (13. März) die Visitationswoche in der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Loitz. Seit dem 6. März war Gerd Panknin, Propst der Propstei Demmin im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, zu der Loitz gehört, täglich in der Kirchengemeinde unterwegs. Unterstützt und begleitet wurde der Propst an mehreren Stationen der Visitation von den Kirchenkreisratsmitgliedern Sibylle Scheler, Ernst Wellmer und Raik Harder sowie von Mitarbeitenden des Kirchenkreisamts und des Regionalzentrums kirchlicher Dienste. Der Propst besuchte unter anderem Gottesdienste, die Christenlehre, die Konfirmandenstunde, den Chor, die Junge Gemeinde, die Hospitalstiftung Herzogin Sophia Hedwig, eine Demenz-WG der Diakonie Sozialstationen Peene GmbH sowie eine Sitzung des Kirchengemeinderats. Gerd Panknin traf sich mit zahlreichen Gemeindegliedern zu persönlichen Gesprächen und tauschte sich mit ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden aus. Zudem nahm er an der Dienstbesprechung der leitenden Mitarbeitenden teil.

Feste Größe im Leben der Stadt

„Eine Kirchengemeinde ganz unmittelbar zu erleben und an der Basis von ihrer Arbeit zu erfahren, ist einfach schön“, sagt Gerd Panknin über die zurückliegende Woche. „Während meiner Visitation in der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Loitz konnte ich mich von einem besonders gut verzahnten Miteinander aus Ehrenamt und Hauptamt überzeugen.“ Als einen Beleg von vielen dafür nennt Gerd Panknin die gesamte Jugendarbeit, vom Kindergarten über die Christenlehre bis hin zur Jungen Gemeinde, die aufeinander aufbaue und eng verknüpft sei. „Loitz ist ein wunderbares Beispiel für Gemeinde-Diakonie im ländlichen Raum. Die Kirchengemeinde versteht sich als eine große Familie und ist zudem eine feste Größe im gesellschaftlichen Leben der Stadt.“

Eine Brücke in die Normalität

Am 8. März besuchte Gerd Panknin, begleitet von Ernst Wellmer, unter anderem die Tagesgruppe sowie die Kinder- und Jugendhilfestation der Kirchengemeinde in der Marktstraße 166. In der Tagesgruppe kümmern sich ab der Mittagszeit zwei Erzieherinnen um sechs Kinder aus schwierigen Verhältnissen. „Unser Konzept der Intensivbetreuung ist sehr erfolgreich. Kinder, die eigentlich keine Chance haben, werden so betreut, dass Defizite ausgeglichen werden“, sagte Pastor Bernd-Ulrich Gienke. „Für die Kinder, die hier betreut werden, öffnen sich ganz andere Türen, sie bekommen vielfältige soziale Kontakte und Zugang zu Gruppen, den sie sonst nicht hätten. So ist die Einrichtung für diese Kinder eine Brücke in die Normalität.“ Petra Frenk, die seit fünf Jahren in der Tagesgruppe tätig ist, ergänzte die Einschätzung des Pastors: „Wir haben eine Erfolgsquote von 80 Prozent. Ein Erfolg, der auch der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Jugendamt zu verdanken ist. Das Feedback aus der Schule bestätigt unsere Arbeit. Wir hören von dort häufig, dass die Fortschritte der Kinder, die bei uns betreut werden, deutlich spürbar sind.“ Die Tagesgruppe sei selbstverständlich offen für Kinder jeglicher Konfession und auch für Konfessionslose. „Aber natürlich herrscht hier der gute christliche Geist“, so Petra Frenk.

Akzeptanz ist der Schlüssel zum Erfolg

Während der Schwerpunkt der Tagesgruppe die Kinder selbst sind, ist die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfestation auf das Eltern-Kind-Verhältnis ausgerichtet. „Ich arbeite eng mit den Eltern zusammen, unterstütze sie auch im Umgang mit den Ämtern“, so Erzieherin Kornelia Scharlau. „Ich besuche die Familien und pflege regelmäßig Kontakte, denn die Akzeptanz der Eltern ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg für unsere Arbeit. Vornehmliches Ziel ist es immer, dass die Kinder bei ihren Eltern bleiben können.“ Neben der pädagogischen Betreuung und Unterstützung im sozialen, persönlichen und schulischen Bereich werden die Kinder in der Tagesgruppe auch ausgewogen verpflegt. „Wir kochen jeden Tag aus frischen Zutaten ein gesundes Mittagessen für die Kinder“, so Petra Frenk. „Viele lernen erst bei uns, was es heißt, sich gesund zu ernähren.“ Darum kümmert sich Birgit Altschwager, die stundenweise in der Station arbeitet. „In den Ferien kochen wir gemeinsam. Die Kinder entwickeln mit mir zusammen den Speiseplan und dann helfen alle bei der Zubereitung mit“, sagte die Köchin der Tagesgruppe.  

Kindergarten bereitet Festwoche vor

Am 10. März war Gerd Panknin Gast im Evangelischen Kindergarten St. Marien Loitz in der Zarnekowstraße. Zusammen mit Barbara Schlicht, Referentin für die Arbeit mit Kindern im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, nahm er am Morgenkreis und an einer Führung durch die Kita teil, führte Gespräche mit den Mitarbeitenden und besuchte einen Kita-Gottesdienst in der Lutherkirche. Die Kirchengemeinde betreibt die Kita seit 1991. Nach einem Brand im Jahr 2010 wurde der Kindergarten umfassend renoviert und 2011 wiedereröffnet. Im Jahr 2012 kam ein Anbau für die Kinderkrippe dazu. Heute bietet die weitläufige, helle Einrichtung, die über ein großes Außengelände mit Blick auf die Peene verfügt, Plätze für 100 Kinder, um die sich zwölf Erzieherinnen kümmern. Zudem sind in der Kita drei Servicekräfte und derzeit eine Praktikantin sowie eine FSJlerin tätig. „Unser Betreuungszeitraum erstreckt sich von 5.30 bis 17 Uhr“, berichtete Leiterin Kornelia Gienke während der Führung durch die Räume der Kita, die hier „Peenezimmer“ oder „Gottesgarten“ heißen. „Wir sind sehr eng mit der Kirchengemeinde verbunden. Mit unseren Kindern gestalten wir drei bis vier Gottesdienste im Jahr mit, zum Beispiel zu Ostern, zum Muttertag oder zum Erntedankfest.“ Der Höhepunkt dieses Jahres werde die Festwoche zum 25-jährigen Jubiläum der Kita in der ersten Septemberwoche sein, die am 4. September mit einem Festgottesdienst beginnt, und deren Vorbereitungen bereits laufen.
Quelle: PEK (sk)