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Pommersche Kirchenkreissynode

Pröpstin und Pröpste berichteten über vielfältiges Geschehen im Kirchenkreis

20.10.2018 ǀ Züssow.  Über das umfangreiche und vielfältige Geschehen im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) berichtete Pröpstin Helga Ruch, Propst Gerd Panknin und Propst Andreas Haerter während der in Züssow tagenden Kirchenkreissynode. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Pommerschen Kirchenkreisrats (KKR) berichtete Gerd Panknin zugleich über die Arbeit des KKR innerhalb der zurückliegenden Monate.


Propst Gerd Panknin
„Neben uns drei Pröpsten haben Sie, liebe Synodale, die zehn Mitglieder des KKR aus Ihrer Mitte gewählt. So ist der KKR ein Teil dieser Synode und ist mit ihr gemeinsam unterwegs“, sagte Gerd Panknin in seinem Bericht über die Arbeit des KKR. Er nutzte seinen Bericht, um sich für das gute Miteinander mit der Synode und dem Präsidium zu bedanken. Zudem dankte der Propst dem Finanzausschuss, dem Diakonieausschuss und dem Bauausschuss für ihre unverzichtbare Arbeit. Den Mitarbeitenden des Kirchenkreisamts sprach Gerd Panknin seinen Dank ebenso aus wie Pastorin Kathrin Kühl und Oberkirchenrat Sebastian Kriedel als Kontaktpersonen des Kirchenkreises im Landeskirchenamt. In seinem Bericht beschrieb Gerd Panknin den Synodalen die vielseitige und verantwortungsvolle Arbeit des Kirchenkreisrats. Besonders erwähnte der Propst drei Wiederbesetzungsverfahren, die in den Berichtszeitraum fielen: Das Jugendpfarramt des PEK wurde mit Pastorin Tabea Bartels für weitere acht Jahre, die Ökumenischen Arbeitsstelle des PEK mit Pastor Matthias Tuve bis März 2023 und die Pfarrstelle für die Arbeit mit Konfirmanden im PEK mit Pastor Mathias Thieme für weitere sechs Jahre besetzt.
 
Unterstützung für Landwirte
 
„Ihnen lag heute zur Beschlussfassung im Stellenplan die Neueinrichtung einer gemeinsamen Präventionsstelle im Sprengel Mecklenburg und Pommern vor. Nicht nur wegen des Präventionsgesetzes der Nordkirche, sondern aus der Praxis unserer Gemeinden bestand hier dringender Handlungsbedarf. Wir sind dem Kirchenkreis Mecklenburg dankbar, dass wir in dieser wichtigen Frage personell und strategisch miteinander unterwegs sein können“, so Gerd Panknin über den Beschluss der Synode, die Präventionsarbeit im Sprengel Mecklenburg und Pommern zukünftig gemeinsam durch die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern zu verantworten und zu finanzieren. Unter anderem sprach Gerd Panknin auch die Unterstützung der Landwirte seitens des Kirchenkreises an. „Nach dem schwierigen Erntejahr für unsere Bauern gab es mehrere Anträge unserer Pächter auf Pachtminderung. Auch in Abstimmung mit dem mecklenburgischen Kirchenkreis beschloss der KKR eine mögliche  Stundung von Pachten als Empfehlung an unsere Kirchengemeinden.“
 
DDR-Aufarbeitung wird fortgesetzt
 
Zum Ende seines Berichtes aus dem Kirchenkreisrat lenkte Gerd Panknin die Aufmerksamkeit auf das Thema Bearbeitung der DDR-Vergangenheit. Der Bischofsrat der Nordkirche habe Anfang 2016 eine Arbeitsgruppe beauftragt, um Vorschläge für weitere Schritte zu entwickeln. „Die Erste Kirchenleitung hat das Landeskirchenamt gebeten, auf dieser Basis einen detaillierten Umsetzungsplan zur weiteren Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit zu erarbeiten“, sagte der Propst. Die Aufarbeitung werde sich nicht nur auf die pommersche und mecklenburgische Landeskirche, sondern auch auf die nordelbische Landeskirche - und damit auf die drei Vorgängerkirchen der Nordkirche - beziehen. „Derzeit gibt es Überlegungen und Gespräche über die Gründung eines Forschungsverbundes mit den Theologischen Fakultäten der Universitäten Kiel, Hamburg, Greifswald und Rostock.“ Noch in diesem Jahr werde die Aufarbeitung der Vergangenheit erneut Thema im KKR und im kommenden Jahr auf der Frühjahrssynode werden, kündigte der Propst an.
 
Rückblicke über das Baugeschehen

In seinem Bericht aus der Propstei Demmin blickte Propst Gerd Panknin unter dem Monatsspruch: „Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.“ unter anderem auf die Visitation in der Kirchengemeinde Kemnitz-Hanshagen zurück und gab Rückblicke über das Baugeschehen. „Der Greifswalder Dom konnte in diesem Jahr die große Sanierung im Umfang von fünf Millionen abschließen. Ein besonderer Dank gilt hier Dombaukoordinator Stefan Scholz. Die ‚Dicke Marie‘, die Greifswalder Marienkirche, trägt in sich die Sehnsucht, von außen und innen fertig zu werden. Das könnte auch irgendwann für Jakobi in Greifswald so sein, genauso wie für Altentreptow und Wolgast. Und dennoch bleibt der Blick immer auf die vielen kleinen Dorfkirchen gerichtet.“ Gern denke er in diesem Zusammenhang an die Wiedereinweihung der Görminer Kirche im vergangenen Sommer zurück, so der Propst. „Besondere ‚Baustellen‘ waren und sind unsere Pfarrstellen. Bei allem Dank und aller Freude in diesem Jahr bleibt die Sehnsucht unserer Gemeinden nach Kirchenmusik, die Sehnsucht nach der Arbeit mit Familien und in besonderer Weise mit Kindern und Jugendlichen. Möge der liebe Gott in uns genau diese Sehnsucht wach halten.“
 
Gute ökumenische Zusammenarbeit

Pröpstin Helga Ruch
Pröpstin Helga Ruch setzte in ihrem Bericht aus der Propstei Stralsund einen Schwerpunkt auf das Thema Taufe. „Da die Propstei auch die Funktion einer Wiedereintrittsstelle in die evangelische Kirche hat, erlebe ich oft Menschen, deren Beziehung zu ihrer eigenen Taufe oft sehr verschüttet ist und behutsam wieder ‚ausgegraben‘ werden muss“, so die Pröpstin. Helga Ruch berichtete den Synodalen von zahlreichen Konzerten, von der guten ökumenischen Zusammenarbeit sowie der sich intensivierenden Kooperation vieler Kirchengemeinden mit Städte und Kommunen in der Propstei Stralsund. „Unser Kreisdiakonisches Werk hat mittlerweile mehr als 200 Mitarbeitende, die in den verschiedenen Bereichen beeindruckende Arbeit leisten“, so Helga Ruch. „Der neue Kindergarten auf der Insel Hiddensee wird gerade wieder von den Kindern in Besitz genommen, die während der Bauzeit im Rüstzeitenheim und in der Schlussphase in Räumen der Kommune Obdach gefunden haben.“ Zudem erhielten zahlreiche Mitarbeitende das silberne Kronenkreuz, das Dankzeichen der Diakonie.
 
Treffen mit schwedischen Partnergemeinden
 
„Es gab viele kleine und große Glanzpunkte im Gemeindealltag“, sagte Pröpstin Helga Ruch in ihrem Bericht und nannte zahlreiche Beispiele. „Gern erinnere ich mich an den Tag der Schöpfung im Pfarrgarten Starkow der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland mit einem bunten Publikum und Programm, einer beeindruckenden Predigt und orthodoxem Gesang im Gottesdienst unterm Zeltdach.“ Die Pastorinnen und Pastoren und Mitarbeitenden der Propstei Stralsund treffen sich bei regelmäßigen Zusammenkünften, einmal im Jahr findet eine Klausur statt. Helga Ruch gab der Synode auch einen Einblick in die Partnerschaftsarbeit der Propstei Stralsund. „Als ‚bekennende Südschweden‘ haben wir einen guten Draht in unsere Partnerdiözese Växjö in Småland. Wir treffen uns mit der Partnerschaftsgruppe jedes Jahr abwechselnd in Deutschland oder in Schweden. Dieses Jahr durfte ich unsere Kirche außerdem in der großen Konferenz der Pastoren und Diakone in Växjö vertreten.“ Helga Ruch berichtete der Synode außerdem ausführlich von der aktuellen Pfarrstellensituation in der Propstei Stralsund.
 
Ehrenamt kann nicht hoch genug geschätzt werden

Propst Andreas Haerter
In seinem Bericht aus der Propstei Pasewalk betonte Propst Andreas Haerter die Bedeutung des Küsterdienstes für ein funktionierendes Gemeindeleben. Im Mai fand in Anklam ein Küstertag statt, zu dem Küsterpastor Bernd-Ulrich Gienke eingeladen hatte. „Das Treffen auf dem Küstertag in Anklam und die Gespräche haben uns darin bestärkt: Wir sind gemeinsam in unserer Kirche gemeinsam auf dem Weg. Und der Küsterdienst ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die nicht hoch genug geschätzt werden kann“, sagte Andreas Haerter, der in seinem Bericht zahlreiche Gemeindefeste, Einweihungen und Gottesdienste schilderte und dabei immer wieder die Bedeutung des Ehrenamts betonte. Mit Blick auf die Pastorinnen und Pastoren warb der Propst für die Teilnahme an den Konventen. Diese seien die Orte, an denen sich Hauptamtliche gegenseitig stärken können. „Unser Konventsleben vollzieht sich einerseits in den monatlich zusammenkommenden fünf Regionalkonventen. Unter dem Stichwort Propsteikonvent treffen wir uns zweimal im Jahr zu einer Plenartagung, einmal jährlich zur mehrtägigen Klausurtagung im Pastoralkolleg Ratzeburg. Einmal im Jahr unternehmen wir einen Konventsausflug“, berichtete Andreas Haerter.
 
Ökumenischer Kirchentag Vorpommern in Pasewalk
 
„Bereits jetzt laufen in der Propstei Pasewalk die intensiven Vorbereitungen für den Ökumenischen Kirchentag, der am 6. Juni 2020 in Pasewalk stattfindet“, so der Propst weiter. „Die ökumenisch zusammengesetzte Steuerungsgruppe trifft sich regelmäßig in Pasewalk und Sie können auf die Ergebnisse gespannt sein!“ Des Weiteren berichtete Andreas Haerter von der Einladung des in der Uecker-Randow Region tätigen „Schloss Bröllin e.V.“ an die kirchlichen Träger, TRAFO 2-Projektpartner zu werden. TRAFO 2 ist ein Programm der Kulturstiftung des Bundes zur Stärkung ländlicher Räume. „Die Idee vor Ort ist, dass die Stadt Pasewalk und der Altkreis Uecker-Randow unter Federführung des Schloss Bröllin e.V. zusammen mit Partnern wie unseren Gemeinden ein tragfähiges Netzwerk für kulturelle Teilhabe bilden. Wir sind als Kirche Bestandteil der Kulturlandschaft. Daher habe ich als Propst die Bewerbung mit einem Schreiben unterstützt und es ausdrücklich befürwortet, wenn Kirchengemeinden der Region sich an der Vernetzung der Kulturarbeit im Uecker-Randow-Raum beteiligen“, so Andreas Haerter. Zum Abschluss seines Berichts gab der Propst den Synodalen einen Überblick über die Pfarrstellensituation in der Propstei Pasewalk.

Quelle: PEK (sk)


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