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„Unsere Kirchen in Mecklenburg sind ein bewahrenswerter Schatz“

Vertreter der Kirchbaufördervereine und Einzelspender treffen sich in Neustrelitz

06.06.2010 | Schwerin/Neustrelitz (cme). Rund 580 Dorfkirchen und 84 Stadtkirchen prägen den Landesteil Mecklenburg. Sie sind nicht allein Ort des kirchgemeindlichen Lebens und des Gottesdienstes, sondern ebenso ein touristischer Anziehungspunkt. „Unsere Kirchen in Mecklenburg sind ein bewahrenswerter Schatz. Allein 126 Vereine kümmern sich mittlerweile um den Erhalt der Zeugnisse aus Fels und Backstein. Deren Vertreter, Einzelspender und ebenso Interessierte sind am 26. Juni 2010 herzlich nach Neustrelitz zum ,Tag der Fördervereine’ eingeladen“, sagt Kirchenbaurat Karl-Heinz Schwarz aus dem Oberkirchenrat. Zum zwölften Mal findet der Austausch zwischen Ehrenamtlichen, Kirchbaufachleuten, Gemeindegliedern und Pastorinnen und Pastoren in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs statt. Tagungsort ist das frisch renovierte Borwinheim in Neustrelitz (Bruchstraße 15).

Nach einer Andacht um 10 Uhr mit Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn, werden die erwarteten 150 Teilnehmer mit dem Kirchenkreis Stargard näher bekannt gemacht. Vertreter der Landeskirche, der Landesregierung und des Landkreises wollen sich ebenso zu Wort melden. Der Vormittag steht darüber hinaus im Zeichen von zwei Vorträgen: Professor Thomas Erne vom Kirchbauinstitut in Marburg spricht zum Thema „Orientierung im weiten Raum – Chance der Kirche und Hoffnung“. Die Kirchbauten im Stargarder Land, die eine eigenständige Geschichte vorzuweisen haben, nimmt Kunsthistoriker Horst Ende in den Focus, bevor einige Fördervereine wie aus Roggenhagen, Dammwolde, Zirzow und Gessin ihre Arbeit vorstellen.

„Am Nachmittag sind Exkursionen per Bus nach Hohenzieritz mit einer Besichtigung des Schlossmuseums und zur Kirche in Rödlin vorgesehen“, sagt Kirchenbaurat Schwarz und ergänzt: „Der Tag soll den Erfahrungsaustausch fördern und zugleich ein Dank an die zahlreichen engagierten Damen und Herren in den Fördervereinen und an Einzelspender sein, die sehr viel zum Erhalt der Kirchen beitragen.“ Wer sich noch zum Tag der Fördervereine anmelden möchte, könne dies im Oberkirchenrat unter Telefon 0385/5185-144 tun.
Hinweis: Medienvertreter sind ebenso willkommen. Vor Ort werden Sie durch den Pressesprecher der Landeskirche, Christian Meyer, (Tel. 0160-3638934) betreut.

Hintergrundinformationen
Bestand im Landesteil Mecklenburg
Stadtkirchen: 84
Dorfkirchen: 580
davon unter Denkmalschutz: 97 %

Ruinen: 12
Hinweis: Die meisten sind seit Jahrhunderten bereits Ruine, wie zum Beispiel: Domherrenhagen oder sind wie Friedland St. Nikolai im Jahre 1945 zerstört worden.

Zahl der gefährdeten Kirchen: 130 (d.h. fast jede fünfte Kirche in Mecklenburg!)
Hinweis: Die einsturzgefährdeten Bereiche sind durch Absteifungen, Notüberdachungen und Absperrungen gesichert. Für die Notsicherung werden ca. 24,0 Millionen Euro benötigt.
Beispiele: Conow, Muchow und Schlagsdorf (Gewölbe) im Landkreis (LK) Ludwigslust, St. Nikolai (Chor) in Rostock, Melkhof im LK Parchim; Kotelow bei Stargard; Schliefenberg im LK Güstrow; Passee im LK Nordwestmecklenburg.