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Friedensgebete und Demonstrationen

Über 3.000 Menschen setzten in MV Zeichen gegen "Pegida"

Rund 1.800 Menschen zeigten am Montag in Rostock Flagge gegen Pegida
13.01.2015 ǀ Schwerin/Rostock/Stralsund.  Mehr als 3.000 Menschen haben am Montag in Schwerin, Stralsund und Rostock Flagge gegen die islam- und asylkritische "Pegida"-Bewegung gezeigt, die am selben Tag erstmals im Nordosten in Schwerin und Stralsund mit insgesamt etwa 450 Teilnehmern demonstrierte.

In Schwerin kamen laut Polizei rund 800 Menschen auf dem Alten Garten zu einer Anti-"MVgida"-Demonstration zusammen, darunter auch Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). An der teilweise zeitgleichen "MVgida"-Demonstration in Schwerin beteiligten sich laut Polizei etwa 200 Menschen, darunter auch der Vorsitzende der Schweriner NPD-Landtagsfraktion, Udo Pastörs.

Zudem wurde in Schwerin um 18.30 Uhr das Licht an repräsentativen Gebäuden wie etwa dem Schloss, dem Theater und dem Staatlichen Museum ausgeschaltet, um den Islamkritikern keine Kulisse zu bieten. Die evangelischen und katholischen Schweriner Kirchen waren zwischen 18.30 und 20 Uhr für Gebet und Stille geöffnet. Die Altarkerzen brannten. Ansonsten waren die Sakralbauten "als Symbol zum Nachdenken über die aktuellen Ereignisse und gegen die Ausgrenzung von Flüchtlingen" verdunkelt.

Friedensgebete in Stralsund und Rostock

In Stralsund beteiligten sich laut Polizei etwa 400 Menschen an einer Gegendemonstration zu "MVgida" sowie an einer Menschenkette. An der dortigen "MVgida"-Demonstration nahmen rund 250 Menschen teil. Zudem gab es ein Friedensgebet in der Marienkirche mit rund 160 Teilnehmern.

Insgesamt rund 1.800 Menschen zählte die Polizei in Rostock bei vier Gegenaktionen zu "Rogida", einem weiteren "Pegida"-Ableger. Zu den Gegenaktionen gehörte auch eine interreligiöse Begegnung in der Marienkirche, zu der die evangelische Innenstadtgemeinde gemeinsam mit der jüdischen und der muslimischen Gemeinde eingeladen hatte. Die ursprünglich für Montag in Rostock angemeldete "Rogida"-Demonstration war vom Veranstalter kurzfristig abgesagt worden. Bereits am 5. Januar waren in Rostock rund 800 "Rogida"-Gegner auf die Straße gegangen und hatten für Toleranz und Solidarität demonstriert.
Quelle: epd


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Friedensgebet in der Rostocker Marienkirche
Interreligiöse Begegnung
Demo in Schwerin (Foto: R. Klawitter)
Licht aus in Schwerin: Der Dom wurde nicht angestrahlt (Foto: C. Meyer)