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Denkmäler

"Todesgenius" soll in Güstrower Dom zurückkehren

12.02.2018 ǀ Güstrow.  Nach fast 50 Jahren könnte der "Todesgenius" in den Güstrower Dom zurückkehren und das dortige Grabmal der Herzogin Dorothea von Dänemark (1528-1575) wieder komplettieren. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, werden die Stadtvertreter am Donnerstag (15. Februar) darüber entscheiden, ob die Kommune die Kleinplastik der evangelischen Domgemeinde als Dauerleihgabe überlässt. Im Jahr 1970 hatte das damalige Kreisheimatmuseum Güstrow unter anderem diese rund 30 Zentimeter große Figur von der Domgemeinde erworben.

Der "Todesgenius" sei ein unverzichtbares Element des inzwischen restaurierten Dorotheen-Epitaphs, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Domgemeinde sei bereits im November 2009 mit der Bitte um eine Dauerleihgabe an die Stadt herangetreten.

Renaissance-Baumeister Philipp Brandin (um 1535-1594) hatte das Epitaph um 1580 aus Alabaster erschaffen. Es handelt sich dabei um das kleinste der drei bedeutenden Renaissance-Monumente an der Chornordwand im Güstrower Dom. Dorothea von Dänemark hatte 1573 Herzog Christoph zu Mecklenburg (1537-1592) geheiratet.

Derzeit weist die Bekrönung des Dorotheen-Grabmals noch eine Lücke auf, weil der zweite "Todesgenius" fehlt. Der Wunsch nach Komplettierung dieses kleinen Ensembles auf dem baldachinartigen Abschluss des Grabmals bestehe bei Besuchern und Gemeindemitgliedern, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Rahmenbedingungen für die geplante Dauerleihgabe sollen in einem Vertrag geregelt werden.
Quelle: epd