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Jakobus-Weg der hlg. Birgitta von Schweden und Pilger-Zentrum Kloster Tempzin




Pilgerzeichen "Birgittaweg" Fotos: Pilger-Kloster Tempzin e.V.


Familienpilgerweg Tempzin


Warmhaus Tempzin


Kirche Tempzin

Seit etwa fünf Jahren führt durch Mecklenburg-Vorpommern von Nord-Ost nach Süd-West der Jakobus-Weg der hlg. Birgitta von Schweden.

 

Schwedens Nationalheilige Birgitta von Vadstena (1303-1373), Gründerin des Erlöserordens, lebte ein Leben als Prophetin und Politikerin, gründete ein Hospiz für schwedische Pilger und Studenten und kümmerte sich um Prostituierte, denen sie einen Neuanfang zu ermöglichen versuchte. Sie wurde 1391 vom Papst Bonifatius IX. heilig gesprochen und Papst Johannes Paul II. erhob sie 1999 zusammen mit Katharina von Siena und Edith Stein zur Patronin Europas. Birgitta war in ihrem Leben viel unterwegs und gilt deshalb auch als Patronin der Pilger. Im Jahr 1341 pilgerte sie zusammen mit ihrem Mann zu Fuß nach Santiago de Compostella. Auf einem Teilstück ihres Weges gründete sich der etwa 350 km lange Birgittaweg durch Mecklenburg-Vorpommern: von der Hansestadt Stralsund über Güstrow, Schwerin und Boitzenburg bis nach Lüneburg in Niedersachsen - vorbei an Meisterwerken der Backsteingotik und durch das Sternberger Seenland. Den richtigen Weg finden Pilger anhand kleiner Markierungen, wie zum Beispiel gelbe Pfeile oder Jakobsmuschelbilder mit dem weißen Birgittenkreuz, allerdings nicht auf der gesamten Strecke. Die Pilger von 1341 orientierten sich an Wallfahrtsorten mit Reliquien, wie dem 1222 gegründeten Antoniter-Hospital und Kloster Tempzin oder dem Schweriner Dom mit einem "Blutstropfen Christi".

 

Sicher ist: 1341 setzte Birgitta mit ihrem Mann Ulf in die Hansestadt Stralsund über. Von dort pilgerten sie - immer gen Süd-West strebend - gemeinsam nach Santiago.

 

Franzburg (größtes pommersches Kloster) war gewiss Station. – Mittelalterliche Pilger orientieren ihre Wege an Wallfahrts-Orten. Immer wieder neu versichern sie sich so der Gegenwart Gottes. Der Birgitta-Weg tangiert die drei 1341 einzigen Pilger- und Wallfahrts-Orte Mecklenburgs: Güstrow, Kloster Tempzin und Schwerin. Über Boizenburg nach Lüneburg führt der Weg weiter gen Süd-Westen.

 

Bereits seit 1989 gibt es die „Ökumenischen Pilgerwege in Mecklenburg“. Der Begriff „Pilgern“ war in Deutschland nach jahrhundertelanger Abstinenz erstmalig wieder in Mecklenburg-Vorpommern zu hören. Ausgehend vom Pilger-Kloster Tempzin sind größere begleitete Pilger-Gruppen unterwegs, deren Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands sowie aus dem Ausland kommen. So gelingt ein dreifacher Brückenschlag: die Verbindung von Ost-West, von Konfessionen und von Generationen.

 

In diesem Jahr sind wieder drei ökumenische Pilgerwege geplant. Den Auftakt bildet vom 15. bis 24. Juli der „Seen-Pilgerweg“ von Neustrelitz nach Tempzin, der durch die ausgedehnteste Seenlandschaft Deutschlands führt. Vom 27. bis 31. Juli ist ein „Familien-Pilgerweg“ vorgesehen. Vom 2. bis 7. August findet der „Klosterrundweg“ statt, der durch die Sternberger Seenlandschaft führt.

 

Ziel der Pilgerwege ist unter anderem auch, Gottes Schöpfung und Nähe, die Mitmenschen und die Kirchen zu entdecken. Übernachtet wird unter einfachen Bedingungen in Kirchen, Gemeindehäusern oder auf Wunsch auch im Freien. Tageszeitengebete, geistliche Impulse und Schweigezeiten sowie die Feier von Abendmahl und Eucharistie bestimmen den Tagesrhythmus. Materielle Bedürfnisse sollen auf das Notwendigste beschränkt werden. Täglich werden etwa 15 bis 25 Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

 

Angebote;

 

> Angebote des Pilger-Kloster Tempzin e.V. 2012 (590 KB)

 

> Ökumenische Pilgerwege 2012 (364 KB)

 

 

Weitere Informationen unter:

 

> Pilger Kloster Tempzin e.V.

 

 


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