Reaktionen auf die Entscheidung der Pommerschen Landessynode
Züssow (epd/ran). Die Entscheidung der pommerschen Landessynode, den Rahmenvertrag mit Mecklenburg erst auf der Herbstsynode zu entscheiden und statt einem Anschluß an die EKBO Sondierungsgespräche zur Bildung einer „Kirche im Norden“ zu führen, hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.
Der Schweriner Oberkirchenrat Andreas Flade reagierte zurückhaltend auf die Entscheidung. Es sei "bedauerlich", dass die pommersche Synode dem gemeinsam erarbeiteten Rahmenvertrag nicht zugestimmt habe. Der Weg nach Nordelbien werde "sicher mühsam und langwierig". Er sei nicht sicher, "ob es das ist, was in Pommern gewollt wird", sagte Flade. Wie sich Mecklenburg zu den jüngsten Entwicklungen in Pommern verhalte werde die Synode der mecklenburgischen Landeskirche in zwei Wochen zeigen.
Der Konsistorialpräsident der Berlin-brandenburgische Kirche, Ulrich Seelemann, sagte dem epd, eine Nordkirche sei eine sinnvolle Sache, wenn sie "in absehbarer Zeit zu Stande kommt und sich Mecklenburg daran beteiligt". Die Pommern sollten sich nun im Herbst für eine Struktur endgültig entscheiden, da sie "nicht mehr beliebig viel Zeit haben".
Als eine „erfreuliche Perspektive“ hat der Vorsitzende der Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Bischof Dr. Hans Christian Knuth, den Beschluss der Synode der Pommerschen Evangelischen Kirche bezeichnet, Sondierungsgespräche mit der Nordelbischen und der Mecklenburgischen Kirche aufzunehmen. „Es kommt nun darauf an, ob sich die Mecklenburger dieser Tendenz anschließen“, erklärte der Bischof weiter. „Solche Prozesse brauchen Geduld und Tiefgang.“ (18.3.2007)

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