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Der Synodale Michael Mahlburg (Eixen) stellt den Antrag auf EKBO-Beitritt
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Präses Rainer Dally (re.) gratuliert Helmut Müller der seinen 70. Geburtstag feierte und der dienstälteste Synodale ist - seit fünf Synoden
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Präses Dr. Rainer Dally gratuliert Vizepräses Pfr. Tilman Reinecke zum Geburtstag
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Pommersche Synode vor dem Drei-Wege-Dilemma
Bilder vom ersten Synodentag
Züssow (ran). Zum Auftakt der Pommerschen Landessynode wurden den Synodalen drei Möglichkeiten präsentiert: Sondierungsgespräche mit Mecklenburg und Nordelbien zur Bildung einer Nordkirche sowie der Antrag auf „umgehende Verhandlungsaufnahme über einen Beitritt zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)“. Außerdem steht noch der Rahmenvertrag zur Fusion mit Mecklenburg auf der Tagesordnung.
Die Aussprache über die drei Alternativen soll am Sonnabendmorgen beginnen und möglichst ohne Ausschußarbeit geführt werden, wie die Synodalen zu Beginn der Tagung beschlossen.
Zu Beginn hatte Konsistorialpräsident Peter von Loeper den Landessynodalen und zahlreichen Zuhörenden das Ergebnis des „Prüfberichtes EKBO“ vorgestellt, wie es auch schon auf den vier Kirchenkreisveranstaltungen der Fall gewesen war. Siehe die dortigen Darstellungen: Demmin, Pasewalk, Greifswald, Stralsund.
Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit mahnte zu Beginn seiner Erläuterungen zu den drei Möglichkeiten der Landeskirche: „Wir müssen schwere Schritte in die Zukunft tun und das können wir nur in Einigkeit.“
Zum Anschluß an die EKBO sagte Abromeit, daß wir nun „ein gutes Stück schlauer sind, denn die unterschiedlichen Optionen“ sind klarer. Bei einem Anschluß an die südliche Nachbarkirche werde „die Pommersche Evangelische Kirche in der Öffentlichkeit in die Bedeutungslosigkeit sinken,“ und er schätzte das Ergebnis des Prüfberichtes ambivalent ein: „Hinsichtlich der Gemeindearbeit ist es gut, aber auf landeskirchlicher Ebene gibt es Probleme.“ Außerdem binde man sich an eine Kirche, die strukturell die gleichen Probleme habe wie die PEK. Von 100 geborenen Kindern würden dort 15% getauft und in Pommern 19%. Und er empfahl daher den Synodalen, daß Verhandlungen mit der EKBO „zurzeit nicht aufgenommen werden.“
Zu Sondierungsgesprächen für eine Nordkirche sagte Abromeit, daß er oft gefragt worden sei, „warum denn jetzt die Nordkirche ins Spiel“ komme. „Da kann man sagen: Warum erst jetzt?“ Die Kontakte der Pommerschen Kirche mit Nordelbien seien schon kurz nach dem 2. Weltkrieg begonnen worden und seien in DDR-Zeiten sehr stark gewesen.
Er erläuterte auch das Zustandekommen der Einladung durch Nordelbien. In der gemeinsamen Kooperationsgruppe sei dieses Angebot am 26. Februar „zu unserer Überraschung“ gemacht worden, verbunden mit der Einladung an die beiden Bischöfe, zur Sitzung der nordelbischen Kirchenleitung am 13. März zu kommen.
Auf dieser Sitzung habe die Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter in sechs Punkten diese Einladung begründet:
- Jetzt gäbe es einen guten Zeitpunkt, einen „kairos“, um neue Kirchenstrukturen zu entwickeln, auch durch das EKD-Papier „Kirche der Freiheit“.
- Außerdem wolle man bewußt eine West-Ost-Kirche gestalten, denn die Erfahrungen beider Seiten sollten zusammenkommen, was sonst in Deutschland so schwer falle.
- Nicht die Größenverhältnisse der beteiligten drei Kirchen seien entscheidend, sondern es gäbe einen gemeinsamen Gestaltungsraum mit jahrhundertealter Tradition.
- Die Erfahrungen der beiden östlichen Nachbarkirchen seien wichtig, die 40 Jahre unter atheistischen Bedingungen gelebt hätten.
- Man wolle überlebensfähige Strukturen schaffen, die nicht nur fünf oder zehn Jahre stabil blieben.
- Man wolle gemeinsam die Verantwortung für die Verkündigung des Evangeliums im Norden wahrnehmen.
Abromeit verwies sodann auf die Gemeinsamkeiten in der Zusammenarbeit mit Nordelbien, etwa die gemeinsame Vikars- und Prädikantenausbildung, die Umwelt- und die Schulstiftung und er erinnerte daran, daß Nordelbien u.a. in Dorfkirchen- und Pfarrhaussanierungsprogramme bisher 18,6 Mio Euro gegeben hätte und er dankte der Partnerkirche dafür ausdrücklich.
Daher habe die Kirchenleitung die Einladung der Partnerkirche angenommen und auch der mecklenburgische Landesbischof Hermann Beste habe Gesprächsbereitschaft angezeigt. Dieses Gespräch könne schon bei der nächsten Sitzung des Kooperationsausschusses Anfang Mai in Greifswald begonnen werden. Bis zur Herbstsynode könne ein Bericht über die Möglichkeiten einer „Kirche im Norden“ vorliegen und dann hätte die Synode eine breite Basis für eine Entscheidung.
Beschlußvorschlag der Kirchenleitung (100 KB)
Hinsichtlich des vorliegenden Rahmenvertrages zwischen Pommern und Mecklenburg sagte der Bischof, daß es viel gemeinsames Wollen von mecklenburgischer Seite aus gegeben habe, das hätten Gemeinden, Synoden deutlich gezeigt, „aber der bisherige Verhandlungsverlauf spiegelt das nicht wider.“
Abschließend zog Abromeit sein Fazit: „Es ist besser, im Gestaltungsraum des Nordens etwas zu machen, als ein Beitritt zu einem Gebiet, das für uns kein Gestaltungsraum ist.“ Er schloß seine Erläuterungen: Wir sollten uns gegenseitig zugestehen, daß wir das Beste für die Pommersche Kirche wollen und wir sollten das Vertrauen darauf haben, daß Gott wirklich etwas Neues will.“
Nach diesen beiden Berichten stellte der Synodale Michael Mahlburg den Antrag zum Beitritt an die EKBO. Bisher habe er in den Verhandlungen zwischen Mecklenburg und Pommern „mehr Besitzstandswahrung als die Neubildung einer Kirche“ erlebt. Die Gespräche seien im Sand verlaufen. „Ich habe die Entwicklung verfolgt und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß der Weg zur EKBO ein guter Weg ist, er ist finanziell machbar, er ist frei und auch zeitlich machbar.“ Dann stellte er den Antrag, daß die Synode beschließen möge, daß durch eine Arbeitsgruppe unverzüglich Verhandlungen über einen Beitritt zur EKBO zum 1.1.2009 aufgenommen werden sollten.
Nach diesen Berichten und Anträgen beendete die Synode die Verhandlungen am ersten Synodentag, die am Sonnabend mit der Aussprache fortgesetzt werden. (17.3.2007) 
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