Mecklenburgische Landessynode beginnt am Donnerstag
Schwerin (ds). Schwerpunkte der diesjährigen Frühjahrssynode sind die Beratungen und Beschlüsse zur Struktur des zukünftigen Kirchenkreises Mecklenburg. In diesem Zusammenhang steht u.a. ein Kirchengesetz über die Umstrukturierung der Verwaltung der Kirchenkreise, das Kirchengesetz über die Ordnung des Regionalzentrums und die Fortschreibung des Eckpunktepapiers. Weiterhin stehen der Bericht des Landesbischofs und des Oberkirchenrates, der Bericht zum Stand der Fusionsverhandlungen und der Bericht des Diakonischen Werkes im Mittelpunkt der Beratung.
Im Zusammenhang mit dem im Jahre 2012 vorgesehenen Zusammenschluss der drei Kirchen in Norddeutschland stehen das Eckpunktepapier zur Struktur des zukünftigen Kirchenkreises und der Beschluss über die Ordnung des Regionalzentrums für Dienste und Werke. Nachdem darüber bereits auf der Herbstsynode 2009 beraten wurde, hatten die Gemeinden, Propsteien, Kirchenkreise und Einrichtungen Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Auf Grundlage dieser Voten und nach Beratung mit der Arbeitsgruppe Verfassung legt der Strukturausschuss nun Änderungsvorschläge vor. Außerdem müssen schon jetzt die gesetzlichen Vorraussetzungen geschaffen werden, um rechtzeitig mit der Umstrukturierung der Verwaltung im zukünftigen Kirchenkreis beginnen zu können.
Mit einem erläuternden Bericht zum Regionalzentrum für Dienste und Werke wird eine entsprechende Beschlussvorlage der Synode ergänzt, die in erster Lesung bereits im November 2009 Gegenstand der Beratung war. Das Regionalzentrum soll zum Jahre 2012 in Rostock oder Güstrow eingerichtet werden und alle allgemeinkirchlichen Dienste der Landeskirche umfassen, die nach der Bildung der Nordkirche in den Verantwortungsbereich des zukünftigen Kirchenkreises Mecklenburg fallen.
Einen allgemeinen Überblick über den Stand der Fusionsverhandlungen wird der Bericht geben, den Landesbischof Dr. v. Maltzahn der Synode vorlegen wird. Dabei werden Aufgaben und Zwischenergebnisse der unterschiedlichen Arbeitsgruppen bei der Ausarbeitung der Verfassung und der begleitenden Gesetze vorgestellt.
Im Bericht des Oberkirchenrates für das Jahr 2009 wird aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Landeskirche berichtet. Zahlen, Themen sowie lebendige Berichte aus den Diensten und Werken sind darin zu finden. Die Gemeindegliederzahl hat sich im Jahr 2009 um 4600 auf 196 272 verringert. Etwa gleichbleibend gab es ca. 1600 Taufen. Erfreulich ist eine leicht gestiegene Zahl der Eltern-Kind-Gruppen in den Gemeinden. Die Zahl der Gottesdienste liegt bei 15 500. Der Bericht stellt u.a. die Arbeit der Pastoren und Pastorinnen und der Gemeindepädagogen, Prädikanten, den Religionsunterricht an den Schulen und die 2009 neu gegründete Ehrenamtsakademie vor. Das Amt für Gemeindedienst und die Evangelische Akademie berichten darin von unterschiedlichen Projekten, die auch von Kirchendistanzierten wahrgenommen werden. So waren bei kirchlichen Angeboten auf der BUGA oder bei Veranstaltungen zu ethischen Diskursen interessante und ungewohnte Begegnungen mit der Kirche möglich. Eine besondere Verantwortung im Einsatz für Demokratie und gegen Rechtsextremismus in unserem Bundesland übernimmt die Kirche mit der Trägerschaft von zwei „Regionalzentren für demokratische Kultur“.
Einen eigenen Schwerpunkt bilden auch die Vorbereitungen für die Kirchgemeinderatswahlen, die im Mai/Juni dieses Jahres in der Landeskirche durchgeführt werden. (16.3.2010)
Tagesordnung und Zeitplan 
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