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Tagung der Nordkirchen-Landessynode beendet

Synode für Gottesbezug in Landesverfassung - Präses enthält sich

01.03.2014 ǀ Lübeck-Travemünde.  Die Landessynode der Nordkirche hat sich für einen Gottesbezug in der künftigen Landesverfassung Schleswig-Holsteins ausgesprochen. Die Kirchenleitung wurde am Sonnabend zum Abschluss der dreitägigen Synodenberatungen in Lübeck-Travemünde beauftragt, "eine fundierte Stellungnahme der Nordkirche vorzubereiten".

Die neue Landesverfassung soll noch in diesem Jahr fertig sein. Derzeit ist eine notwendige Zweidrittelmehrheit für einen Gottesbezug im Kieler Landtag nicht in Sicht. FDP, Piraten und SSW sind dagegen. In CDU, SPD und Grüne gibt es unterschiedliche Positionen. Auf der Landessynode wurde der Antrag von den Synodenmitgliedern Herlich Marie Todsen-Reese und Claus Möller eingebracht. Todsen-Reese (CDU) war Landtagsvizepräsidentin, Möller Finanzminister und SPD-Chef. Beide befürworten die bislang vorgeschlagene Formulierung "in Verantwortung vor Gott und den Menschen".

Synodenpräses Andreas Tietze enthielt sich. Er ist Landtagsabgeordneter von Bündnis90/Die Grünen. Er sei als Abgeordneter mit dem Thema befasst. Deswegen wolle er sich an dieser Stelle in die kirchliche Beschlussfassung nicht einmischen, sagte Tietze. Der Synodenbeschluss wurde mit zwei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen gefasst.
Quelle: epd