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Online-Tagebuch aus Südafrika
Johann Riedel, ein junger Theologe aus der Pommerschen Evangelischen Kirche, ist Ende August 2006 nach Südafrika abgereist. Im Rahmen der landeskirchlichen Partnerschaft zur Kap-Oranje-Diözese der ELCSA wird er für ein Jahr als ökumenischer Gemeindepraktikant im dortigen Eastern-Cape-Kirchenkreis (rund um East London) arbeiten.
Adresse: Johann Riedel, 6 Scottsville Road, Retreat 7945, South Africa
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Abschied von den Mcoyanas
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Endlich Zuhause - im Elternhaus in Strasburg
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Strasburg (UM), 5. August 2007
Liebes Tagebuch,
nun bin ich mitsamt meinem Gepäck wieder in Deutschland. Ich habe sehr auf meine Rückkehr zugelebt, doch nun, da ich wieder hier bin, habe ich eine unheimliche Sehnsucht nach Südafrika. Ich vermisse die Menschen und die Landschaft, und die Vorstellung, dass das Camp mit den Jugendlichen in Grassy Park erst drei, und mein Abschiedsgottesdienst in Kapstadt erst zwei und meine Aufnahmen mit meinen Freunden aus Mdantsane erst eine Woche her sein soll, erscheint mir sehr unwirklich. Auch wenn ich nach vorne blicken möchte, nach Semlow und Eixen, wo ich mein Vikariat antreten werde, der Blick zurück hält mich noch gefangen.
Es war ein wundervolles Jahr, mit seinen Schwierigkeiten und seinen Höhen, für das ich sehr, sehr dankbar bin. Kurz vor meinem Abschied kam auch noch Dean Maho vorbei, was mich sehr gefreut hat. Er sagte mir, wie sehr es ihn freuen würde, wenn ich eines Tages mal im Ostkapkirchenkreis arbeiten würde. Ich gestehe hier, dass ich wirklich nicht weiß, ob ich mich einer solchen Herausforderung gewachsen sehe. Aber seine Haltung zeigt mir, dass ich auch das Ostkap als ein echter Freund verlassen habe, und auch da immer wieder auf offene Türen stoßen werde. Der Abschied, der mir jedoch wirklich am schwersten gefallen ist, war der von Vathiswa, Siya, Olo, und Amahle: den Mcoyanas, meiner Adoptivfamilie. Ich hoffe sehr, dass Gott seine schützende Hand über sie hält, bis wir uns wiedersehen.
Der letzte Abschied von diesem wunderschönen Jahr ist nun der Abschied von diesem Internettagebuch. Manchmal habe ich kaum Zeit gefunden, manchmal hatte ich echte Probleme mir etwas so aus den Fingern zu saugen, um etwas zum Aufschreiben zu finden. Bedanken möchte ich mich bei denen, die sich für dieses Tagebuch interessiert haben und die mir geschrieben haben. Einen ganz besonderen Dank möchte ich unbedingt auch noch an Rainer Neumann richten, der mich in vielen Situationen begleitet hat, mich über die neuesten Entwicklungen in meiner Heimatlandeskirche auf dem Laufenden gehalten und der immer wieder ein gutes und aufmunterndes Wort für mich gefunden hat.
Also herzliche Grüße,
Johann 
Frühere Tagebuchnotizen: 

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